BMWi: Versorgungssicherheit für Strom heute und bis 2020 sichergestellt 1

BMWi: Versorgungssicherheit für Strom heute und bis 2020 sichergestellt

Der Bericht untermauert zudem die Analysen des BMWi, dass in Deutschland sowohl gegenwärtig keine Engpässe, als auch im Jahr 2020/2021 keine Engpässe bei der Versorgungssicherheit bestehen.

Am Mittwoch veröffentlichte das Bundes Wirtschaftsministerium eine Pressemitteilung zum gemeinsamen Versorgungssicherheitsbericht der Länder Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich und der Schweiz. Die Stabilität der Erzeugung von Strom in Deutschland nimmt darin -nicht nur wegen der zentralen Lage – eine entscheidende Stellung ein.

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Herr Minister Untersteller, schauen Sie nicht weg! 2

Herr Minister Untersteller, schauen Sie nicht weg!

Dienstag Abend gegen 19:30 Uhr. Im Foyer des Palatin Kulturzentrums treffen sich grüne und graue  Menschen zum Bürgerdialog mit der Landesfraktion. Während der örtliche Musikverein noch die Bühne füllt, empfängt mein Smartphone eine Push-Nachricht über eine „Primary Control Reserve Activation“. Meistens bedeutet dies ein Kraftwerksausfall. Die Erfahrung zeigt, es müssen etwa -500 MW sein.

Eine sichere Stromversorgung ist uns allen wichtig, was bei zunehmender Häufigkeit der Push-Nachrichten zumindest bei mir eine gewisse Nervosität hinsichtlich der Diskussion um Kapazitätsmärkte aufkommen lässt.  Wird dann noch das Wort Versorgungssicherheit eingereiht….

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Versorgungssicherheit 3

Versorgungssicherheit

Kein Mensch will heute oder in Zukunft schlecht versorgt sein. Das Bedürfnis der Risikominimierung zu befriedigen ist ein profitables Geschäftsfeld, dem vor allem die Versicherungen nachgehen. Bei selbiger Branche kann man auch sehr gut lernen, was passiert, wenn die Branchenexperten versuchen das Risiko der Bürger in Profit umzurechnen.

Beim Strommarkt für die Energiewende können Diskussionen und Warnungen der Experten vernommen werden, die sehr stark an die Zeit vor der Riester-Rente erinnern. 12 Jahre nach der Einführung der 3. Säule der Altersversorgung sind die Profiteure und die Auswirkungen auf der Versorgungssicherheit bekannt.

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Wolfram Geier: Erhöhtes Blackout Risiko durch Stromhandel 4

Wolfram Geier: Erhöhtes Blackout Risiko durch Stromhandel

black_outDer Stromhandel erhöht das Risiko, weil immer größere Strommengen von Region zu Region und somit durch die Netze geschickt werden. (Wolfram Geier gegenüber BIZZ Energy Today).

Damit bestätigt der Leiter des Zentrums zum Schutz Kritischer Infrastrukturen beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, was zwischen den Zeilen auch bei den vier Übertragungsnetzbetreibern zum Ursachen für größere Stromunterbrechnungen zu lesen ist:

Die aus dieser neuen Situation und der Zunahme von Handelstransiten folgenden Leistungsflüsse führen zu einem Aufgabenwandel des Übertragungsnetzes. Der ursprünglicher Nutzen des Übertragungsnetzes lag im Wesentlichen in der Erhöhung der Versorgungssicherheit … (Amprion – Netzsausbau).

Interessant ist, dass man die Zunahme der Stromerzeugung aus Wind und Sonne als Ursache für die gestiegenen Handelsaktivitäten sieht, wobei ein großer Teil des dort erzeugten Stroms wiederum nicht vom Erzeuger gehandelt wird, sondern kommissarisch durch die Netzbetreiber. Diese sind ebenfalls die größte Käufergruppe auf dem Spot-Markt.

Bedeutet dies, dass das ein Brancheninternes Monopoly die Versorgungssicherheit der Bevölkerung gefährdet?

Rolle der Kohle und Gasverstromung bei der Versorgungssicherheit fraglich.

Störfall-Strom Februar 2014: Kohle und Gas

Rolle der Kohle und Gasverstromung bei der Versorgungssicherheit fraglich.
Rolle der Kohle und Gasverstromung bei der Versorgungssicherheit fraglich.

Nach Angaben der Transparenz-Plattform der EEX gab es im Februar 2014 insgesamt 91 ungeplante Nichtverfügbarkeiten bei Kohle oder Gaskraftwerken. Insgesamt ist eine Menge 613 GWh weniger eingespeist worden, die durch andere Kraftwerke kompensiert werden mussten.  Damit hat sich die Versorgungssicherheit zum Vorjahresmonat verbessert, bei dem 730 GWh ungeplant fehlten. Bei 672 Stunden des Februars fehlten im Schnitt somit 912 MWh Strom.

Mit einem Ausbaukorridor der Windkraft von 2,5 GW  pro Jahr (Kapazitätsschaffung) würde man bei optimistischen 2.000  Vollaststunden mindestens 1,6 Jahr nur zum Abfangen der Störfälle aus fossilen Kraftwerken bauen, ohne eine KWh an Kapazität zu gewinnen.