Earth Hour 2015 – Private Stromkunden sind dem Stromnetz egal

Am vergangenen Samstag ist wieder die Earth Hour des WWF, ein jährliches Zeichen für mehr Nachhaltigkeit beim Stromverbrauch. Vor 8 Jahren hatte man sich noch Sorgen gemacht, ob das Stromnetz aus dem Takt kommt, wenn für eine Stunde die Lichter ausgeschaltet werden. Mittlerweile ist allen klar, dass  überhaupt nichts passiert.  Bei den Stadtwerken Heidenheim lässt man sich sogar zu folgender Aussage verleiten:

Es würde sich nicht einmal dann signifikant bemerkbar machen, wenn nicht nur das Licht, sondern alle privaten stromverbrauchenden Geräte abgestellt würden, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Viktoria Mayer. (Quelle)

Eigentlich ein Schlag für sämtliche Stromsparinitiativen und die Bedeutung des häuslichen Stromverbrauchs.

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Die Gänsebratenspitze – oder warum die industrielle Stromnachfrage besser ist als die private

In wenigen Tagen ist es wieder so weit, die Weihnachtsgänse kommen auf den Speiseplan und lösen ein Ereignis aus, welches im Jahre 2009 als das Gänsebraten-Phänomen bezeichnet wurde (Bild-Zeitung). Gemeint ist eine Nachfragespitze nach elektrischer Energie um die Mittagszeit des ersten und zweiten Weihnachtsfeiertages, welche mal eintritt – mal aber auch nicht.

Geringer Stromverbrauch von der Industrie, bei unsicherem Stromverbrauch von den privaten Haushalten, bringt so manchen Netzbetreiber ins Grübeln, dabei hätte man schon vor einigen Jahren gegenlenken können.

Jammern ist billiger…

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Kann es einen sexy Stromzähler geben?

Dank Kathrin Hoffmann von Windwärts wissen wir, dass die Kommunikation rund um die Energiewende nicht sexy ist. Wie soll ein Gerät, welches technisch ist, für dessen Werte man auch noch zahlen soll, sexy sein?

blog.stromhaltig will es wissen: Kann man einen „Sexy Stromzähler“ schaffen. In Kooperation mit dem unabhängigen Messstellenbetreiber Discovergy soll ein Community-Zähler geschaffen werden. Nein: Kein Smart-Meter, sondern ein Mehrwert durch Gemeinschaft.

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18. Dezember 2013 – Energieadvent – Stromsparpotential im Haushalt

Antwort von Sebastian Kotzwander - Gründer Grünspar
Antwort von Sebastian Kotzwander - Gründer Grünspar
Antwort von Sebastian Kotzwander – Gründer Grünspar

In welchem Bereich des Haushaltes liegt das meiste Stromsparpotential?

 Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten, denn höchster Stromverbrauch ist nicht gleich höchstes Einsparpotential. Ich stelle hier drei Beispiele mit hohem Stromverbrauch, beziehungsweise hohem Einsparsparpotential vor: Multimediageräte, Kühlschränke und Lampen. Die Werte für die Anteile am Stromverbrauch basieren auf einer Studie der Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V und der EnergieAgentur.NRW.

Den höchsten Stromverbrauch im Haushalt haben elektrische Multimediageräte, wie Spielekonsolen, Computer, HiFi-Anlagen, Laptops und Fernseher mit einem Anteil von 25%. Ebenfalls einen sehr hohen Anteil am Stromverbrauch haben Kühl- bzw. Gefriergeräte mit 16%. Den kleinsten Anteil am häuslichen Stromverbrauch hat die Beleuchtung mit nur 9%.

Obwohl die Beleuchtung den kleinsten Anteil an der Stromrechnung hat, liegt hier das größte Einsparpotential. Rund 90% der Kosten für Beleuchtung können mit stromsparender Technik, wie beispielsweise LEDs, eingespart werden. Zum Vergleich: eine klassische 60 Watt Glühbirne wird durch eine LED ersetzt, die nur 9 bis 10 Watt verbraucht.

Ein ebenfalls sehr hohes Stromsparpotential bietet die Multimediatechnik. Zum einen weil dies der größte Posten auf der Stromrechnung ist, zum anderen, weil hier durch den Stand-by-Modus und energiefressende Geräte viel zu viel Strom verschenkt wird. Durch energiesparendere Varianten  von PC, Fernseher & Co. und  intelligentes Strommanagement, beispielsweise durch Zeitschaltuhren und Steckdosenleisten mit Schalter, kann viel Strom gespart werden.

Kühlgeräte wie Gefrier- und Kühlschränke bieten, nach der Beleuchtung und den Multimediageräten, das höchste Einsparpotential. Dies liegt vor allem daran, dass die in deutschen Haushalten benutzten Kühlschränke mit im Schnitt 14 Jahren sehr alt sind. Ein Rechenbeispiel: ein handelsüblicher Kühlschrank der 10 Jahre oder älter ist kostet im Jahr 110 Euro Stromkosten, ein aktueller A++ Kühlschrank verbraucht nur Strom für rund 64 Euro. Das macht eine Ersparnis von 46 Euro im Jahr.