CDU will Strompreise diktieren 1

CDU will Strompreise diktieren

Beim Telefonat mit Gridmates, einer Lösung um Energiearmut zu bekämpfen (wurde hier berichtet), wunderte sich der Chef Dr. George Koutitas, dass in Deutschland die ärmsten den teuersten Strompreis zahlen und die reichsten keine Möglichkeit haben ihnen den Strom zu finanzieren. Es ging um die sogenannte Grundversorgung, einem Tarif in dem alle Stromkunden landen, die keine Chance haben in einen anderen Tarif zu wechseln. Fehlende Bonität, mangelndes wirtschaftliches Verständnis, oder sogar Unstimmigkeiten wer welchen Strom bei einem Mietverhältniszahlt. Die Paritätischen Wohlfahrtsverbände laufen bereits einige Jahre Sturm, wenn es um die Grundversorgung geht. Die Grundversorgung sind Sozialtarife, bei denen Mutti vorbei kommt und das Licht ausschaltet.

„Bislang haben zu wenige Versorger die stark gefallenen Großhandelspreise weitergegeben. Wir wollen die Versorger zwingen, ihre Preisgestaltung offen zu legen“, sagte Michael Fuchs (CDU), Vize-Chef der Unions-Bundestagsfraktion, der „Rheinischen Post“ (Montagausgabe).

Was klingt wie die Einsicht, dass man Strom heute deutlich günstiger produzieren kann als noch vor einigen Jahren, bezieht sich auf die Grundversorgungstarife, die weit weg von Börse und Großhandel sind.

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Swap: Tauschen im Standard Lastprofil 2

Swap: Tauschen im Standard Lastprofil

„Der Fachverband unterstützt die konsequente Flexibilisierung des Strommarkts“

… schreibt der VDMA in einer aktuellen Pressemitteilung zum Entscheidungsjahr der Energiewende. Tatsächlich ist Deutschland zum jetzigen Zeitpunkt in einem System von Marktnormen gefangen, die eine Nutzung des Potentials in Flexibilität verhindert. Im Januar 2015 hatte blog.stromhaltig darüber berichtet, wie der sogenannte FlexMarkt und der Hybridstrommarkt gemeinsam zu einem konsequenten Umbau des Strommarktes beitragen können.

Im Strom-Business wird gerne von oben nach unten von Groß nach Klein entwickelt.  Heute soll hier ein Konzept vorgestellt werden, welches in der Praxis bei kleinen Stromnutzern erprobt, durchaus seinen Weg zu den großen Stromverbrauchern finden kann.

Bei einem Swap handelt es sich um einen Tausch des Stromverbrauchs bei einem Anschlußpunkt, welches die Bilanzsumme nicht verändert.

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Sturmtief Niklas zeigt Schwächen des Strommarktes 3

Sturmtief Niklas zeigt Schwächen des Strommarktes

Am Montag und Dienstag zieht da Sturmtief Niklas über Deutschland. Ein Ereignis, welches auch nicht am Stromnetz vorbei geht. Der Übetragungsnetzbetreiber Tennet TSO hat bereits eine Pressemitteilung veröffentlicht, bei der Eingriffe in den Betrieb von Offshore und Onshore Windparks angedeutet werden.

Weiterhin geht TenneT davon aus, im Verlaufe des heutigen Montags zusätzlich etwa 450 Megawatt Windkapazität im Norden abregeln zu müssen, um Transportengpässen im stark belasteten Übertragungsnetz vorzubeugen. Sowohl die Eingriffe in die konventionelle Erzeugung als auch in die Windkraft sind Notmaßnahmen. Sie sind nicht geeignet, die Versorgung auf Dauer zu sichern. Zudem erzeugen sie erhebliche Kosten, die auf den Stromkunden umgelegt werden.

Es wird abgeregelt, damit es nicht zu Transportengpässen kommt, dabei könnte man auch einen Teil des Stroms einfach verschenken an Stromkunden.

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Dezentraler Leistungsmarkt und die Strompreisbremse 4

Dezentraler Leistungsmarkt und die Strompreisbremse

Die Energiewende in Deutschland steckt in einem Dilemma. Seit Anfang des Jahres kommen die ersten Anzeichen eines Rückgangs der Strompreise bei den Verbrauchern an, doch schon drohen neue Belastungen die Kosten für elektrische Energie nach oben zu schießen.

In der vergangen Woche votierte nun auch der Stromkonzern RWE für den dezentralen Leistungsmarkt, der ursprünglich von den Lobbygruppen BDEW und VKU aufgelegt wurden. Ein Modell, welches die Stromanbieter von Ökostrom zukünftig verpflichten soll sogenannte Versorgungs Sicherheits Nachweise (VSN) zusätzlich zu den Strommengen einzukaufen. Entweder diese Ware hat keinen Wert, oder der Kunde muss dafür zahlen.

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Linkliste #EWorld2015 #SmartTech #BigData

postkarte_smartphoneVeranstaltung:
SmarTech Forum auf der EWorld – 11.02.2015 – 14:00-15:00 Uhr (organisiert durch BITKOM)
Datenjournalismus ist in anderen Sektoren noch ein Buzzword, im Energiebereich mit dem Blog Stromhaltig längst Realität. Bei der Auswertung der Ihnen verfügbaren Daten…
Was hat die höchsten Wellen geschlagen?
Von den Besucherkreisen die EEG-Karte(n) von der Branchendiskussion die Auswertungen zum Redispatch
Wo ist die Datenlage unbefriedigend?
Fluss des Geldes nur schwer nachvollziehbar.  Stammdaten zur Infrastruktur teilweise fehlerhaft/unvollständig (MAstrPlan).
Welche Daten müssten noch stärker der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden?
Transaktionsdaten des Handels (speziell Hedging und Abitrage)
Wie schwer ist es, Erkenntnisse aus Energiedaten laienverständlich aufzubereiten?
Sehr… hoffe die Postkarten helfen beim Anfangen zu Hinterfragen.
Wer müsste mehr mit wem reden im Energiesystem?
Es müsste endlich jemand mit den kleinen Erzeugern und mit den Stromkunden sprechen.