Strompreis funktioniert, weil wir es glauben wollen…

„Sowohl die Eingriffe in die konventionelle Erzeugung als auch in die Windkraft sind Notmaßnahmen“, betonte Tennet: „Sie sind nicht geeignet, die Versorgung auf Dauer zu sichern.“ Zudem erzeugen solche Maßnahmen „erhebliche Kosten, die auf den Stromkunden umgelegt werden“. (Quelle: Wetzels-Welt)

Haben Sie das eigentlich bestellt? Benötigen Sie den Rückgriff auf Reservekraftwerke? Die Experten hinter dem Stromnetz bestätigen mittlerweile, dass für das Funktionieren des Stromnetzes die Masse der privaten Stromkunden relativ egal ist. Die 5 Seiten der gedruckten Stromrechnung zeigen aber, dass es scheinbar nicht ganz egal ist, ob der private Stromkunde zahlt.

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Der Smarte Häuslebauer schreit AUa

Elektriker sind auch nur Menschen, wenn man bei dem VDE zugelassenen Volk auch manchmal das Gefühl hat, dass sie zu oft an die Phase gekommen sind. Als Häuslebauer hatte ich für mich persönlich bereits vor 1,5 Jahren das Fazit gezogen: Smart-Home der Zug ist durch!  Vor rund 6 Monaten wurde dann auch am Amtsgericht ein Vergleich geschlossen, dass meine Empfindung nicht ganz falsch lag: Elektriker können Strippen ziehen, aber nicht unbedingt smart.

Noch heute überfordern intelligente Stromkunden die Versorger. Ein Freund und Blogger Kollege faste das Fazit sehr schön zusammen:

Die Technik ist da, um Schwankungen der Erneuerbaren auszugleichen. Leider ist es verboten, wenn man weniger als 100.000 kWh pro Jahr Strom verbraucht.

Die Mogelpackung des reaktiven Stromkunden wollen wir einmal ganz vergessen, denn die Werbebeschallung nach Smart-Home dient nur dem Stromkonsumenten noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.

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Reaktiver Stromkunde

„Gibt es nicht = geht nicht“ ein Motto, welches nirgends wo anders so weit verbreitet ist, wie in der Energiewirtschaft. Im Jahre 2007 haben sich die Stromer in Deutschland auf den Weg zu intelligenten Stromzählern gemacht….

Heute, acht Jahre später, findet sich noch immer in kaum einem deutschen Haushalt ein intelligenter Zähler. Dabei sollte das Projekt längst die Stromversorgung von Millionen Verbrauchern demokratisiert haben. (Stefan Schultz bei Spiegel Online)

Es drängt sich der Verdacht auf, dass Regulierung und Bewirtschaftung der Stromversorgung in Deutschland einen komfortablen Status Quo im bestehenden Marktdesign gefunden haben.

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Grundsatzentscheidung: Strommarkt 2.0 oder Kapazitätsmarkt (oder doch anders?)

„Wenn Gesellschaft und Politik zu einer derartigen Weiterentwicklung des Strommarktes mit Knappheitspreisen
nicht bereit sind, bedarf es eines Kapazitätsmarktes“ (Quelle: Kapitel 9 des BMWi Grünbuchs)

Bereits in einem voran gegangenen Beitrag hatte blog.stromhaltig versucht eine Antwort auf die Frage zu geben, warum es eigentlich einen neues Strommarkt-Design in Deutschland benötigt. Viel wichtiger ist jedoch die Frage: Warum sollte man sich darum kümmern?

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Was sind eigentlich Energieversorger?

„Die Energieversorger werden auch in 20 Jahren das Herzstück der Stromwende sein.“ (Jemand)

Es darf doch einmal die Frage gestellt werden, wenn nicht die Energieversorger, wer dann? Spätestens jetzt wird die Frage spannend, denn früher ist alles einfacher gewesen. Gebietsmonopole regeln das Geschäft von der Erzeugung bis zum Stromzähler. Mit der Entflechtung und Liberalisierung hat sich dieses Bild gewandelt.

Ist Extra-Energie ein Energieversorger? Wie schaut es mit Greenpeace Energy aus? Ihr Nachbar mit der PV-Anlage auf dem Dach? Der Landwirt mit dem Biomasse-Kraftwerk? Die Amprion GmbH in Dortmund mit einem Eigenkapital von nicht mal 1 Mrd Euro? Deren „Mutter“ RWE? Der Netzbetreiber Alliander?

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