strommix_2014_ee

Die Informationsseite der europäischen Übertragungsnetzbetreiber bietet Aufschluss über die Stromerzeugung in den Mietgliedsländern. Mittlerweile sind die Daten für das Jahr 2014 vollständig abrufbar und können ausgewertet werden.

Zunächst ist auffallend, dass für Deutschland keine Daten der atomaren Stromerzeugung vorhanden sind. Dennoch soll ein Blick auf die Entwicklung im vergangenen Jahr und einige Kennzahlen ermittelt werden.

  • Mit 55,1 TWh ist Windkraft die wichtigste Grünstromquelle
  • Der meiste Strom (148,7 TWh) stammt aus Braunkohle
  • Erdgas (38 TWh), Photovoltaik (34 TWh) und Biomasse (35 TWh) stellen Peak und Flexibilität

Weiterlesen

vollast

Unter Volllaststunden versteht man eine Vergleichszahl, mit der man Kapazitäten mit tatsächlicher Leistung vergleichen kann. Es ist kein Kriterium für eine qualitative Aussage, sondern lediglich ein Indikator wie viel Kapazität benötigt wird, um eine bestimmte Strommenge im Jahr zu erwarten. Ein Hilfswert zum Beispiel bei den Berechnungen des Strommix Navigators (s.h. Hintergrundinformationen zum Strommix Navigator).

Führt man einen Vergleich über mehrere Jahre durch, so wird in Deutschland der Umbau der Stromerzeugung und der technische Fortschritt deutlich. Im Jahre 2012 konnten mit Bruttostromerzeugungskapazitäten von 184,4 GW eine Stromerzeugung von 628 TWh erzeugt werden. Dies entspricht über den gesamten Erzeugungsmix 3507 Volllaststunden, oder anders ausgedrückt: Man hätte die Kraftwerke am 01.01.2012 unter voller Last starten können und bis zum 26.05.2012 den vollständigen Jahresbedarf an Strom gehabt.

Weiterlesen

wahrscheinlichkeit

Wenn man, wie Arthur und Ford vorher noch einmal tief Luft geholt hat, dauert es dreißig Sekunden, bis man erstickt. Die Wahrscheinlichkeit, bis dahin von einem Raumschiff gerettet zu werden, beträgt 1 : 2267709.
(„Per Anhalter durch die Galaxis“ – Douglas Adams)

Per Anhalter durch die Galaxis, ein Buch, welches ein Meisterwerk des Spiels mit Wahrscheinlichkeiten ist.  Wenn etwas eintreten kann, dann tritt es ein, egal wie unwahrscheinlich es ist.  Problematisch werden Wahrscheinlichkeiten, wenn diese nicht quantifiziert werden können, und auch nicht erfasst werden.

Gerade Anhänger der Stromerzeugung aus Atomkraft haben eine pathologische Disposition zur Wahrscheinlichkeitsrechnung.  Ganz im Gegensatz zu den Kollegen der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Quellen, für sie gehört eine Eintrittswahrscheinlichkeit zur Professionalität, ohne die auf dem Strommarkt kein Geld zu verdienen ist.

Weiterlesen

landreform

Schwaben. Als es vor einigen Jahrhunderten noch deutlich weniger Bevölkerung gab, konnte man es sich erlauben, dass Erbe zu gleichen Teilen an seine Nachkommen zu verteilen. Doch irgendwann wurden die geerbten Felder zu klein um wirtschaftlich betrieben werden zu können. Es kam zu Auswanderungen, Armut, aber auch zur Industrialisierung.

Noch nie wurde in Deutschland soviel Geld für Strom ausgegeben, wie im Jahre 2014. Aber auch noch nie wurde dieses Geld in so viele Töpfe verteilt.  Der Kuchen ist moderat gewachsen, die Anzahl der Stücke explodiert.

Gerne wird übersehen, dass bei der Stromerzeugung aber nicht zu einer Landreform kommen wird, da anders wie damals nicht die Großen Goldgruben zerstückelt wurden, sondern parallel neue zur Eigenbedarfdeckung entstanden sind.

Weiterlesen

288 Grad und es wird noch heißer...
288 Grad und es wird noch heißer…
  • 20% weniger Treibhausgase,
  • 20% weniger Energieverbrauch,
  • 20% Energie aus Erneuerbaren

bis 2020.

Zu dem 20%-Dreiklang haben sich die EU-Mitgliedstaaten bereits im Jahre 2008 verpflichtet. Selbst das Ziel 20% Energie (nicht Strom!) aus Erneuerbaren ist in Deutschland noch in weiter Ferne.

Vergleicht man die ersten Halbjahre 2012 und 2012, dann ist in Deutschland die Braunkohleverstromung um 2 TWh (+2,85%) und die Steinkohleverstromung um 4 TWh (+7,54%) gestiegen, wie die FAZ mitteilt. Die Stromerzeugung aus thermischen Kraftwerken ist damit ein Boom Geschäft und zeigt den Erfolg einer marktwirtschaftlich orientierten Förderungspolitik, wie auch eine Kurzstudie von Greenpeace Energy belegt.

Weiterlesen