Stromerzeugungsatlas 2014 - Deutsche Bundesländer im Vergleich 1

Stromerzeugungsatlas 2014 – Deutsche Bundesländer im Vergleich

Stromerzeugung je Einwohner in KW
Stromerzeugung je Einwohner in KW

Die Erzeugung von Strom ist in Deutschland nicht gleichmäßig verteilt. Stehen in Brandenburg  für jeden Einwohner 5,8 KW an Netto-Kapazität zur Verfügung, so sind es in Hessen lediglich 0,9 KW. Eine hohe Spanne, die auch über das Netz abgedeckt werden muss.   Im Schnitt werden per 19.02.2014 für jeden Bundesbürger 2,3 KW zur Stromerzeugung vorgehalten.

Auch wenn politisch bei Themen wie dem Ausbaukorridor für Windkraft oder der Systemrelevanz einiger Kraftwerke, immer mit Kapazitäten gerechnet wird, ist für die Versorgung die Leistung wesentlich wichtiger.

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Soll/Ist Vergleich der Stromerzeugung im Januar/Februar 2014

Strommix Januar/Februar 2014

diagramm1Das Verhältnis der einzelnen Energieträger ändert sich ständig. Ein Teil davon ist der Veränderung im Kraftwerkspark geschuldet, ein anderer Teil der Verfügbarkeit von Sonne- und Windstrom und ein meist vergessener Teil der Möglichkeit einzelner Kraftwerkstypen dem Verbrauch (Bedarf) angepasst zu werden.

Kraftwerkstyp Nettostromerzeugung (TWh) Installierte Leistung (TWh)
Kernenergie 16,6 12,068
Braunkohle 24,2 20,987
Steinkohle 18,4 25,659
Gas 7,4 23,723
Wind 12,4 33,225
Solar 2,4 36,555
Biomasse 8,8 7,517
Wasserkraft 2,4 5,607

Quelle der Daten ist das statistische Bundesamt, die Strombörse EEX sowie freiwillige Angaben der Marktteilnehmer.

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Antwort von Sven Kirrmann für Kombikraftwerk II

15. Dezember 2013 – Energieadvent – Systemrelevanz durch Kombikraftwerk

Antwort von Sven Kirrmann für Kombikraftwerk II
Antwort von Sven Kirrmann für Kombikraftwerk II (Foto: KK2)

Welche Rolle spielen Kombikraftwerke bei der Bereitstellung von Systemleistungen (Blindleistung, Reserveleistung) bei einem Stromnetz mit 100% Erneuerbaren Energieträgern?

Kombikraftwerke können die Systemdienstleistungsbereitstellung durch Erneuerbare Energien erheblich verbessern, weil durch die Zusammenschaltung von unterschiedlichen Energieerzeugungsanlagen an unterschiedlichen Standorten die Zuverlässigkeit der Leistungsbereitstellung erheblich erhöht werden kann. Um es ganz einfach runterzufrechen: Ein Kombikraftwerk aus 2 Windparks an unterschiedlichen Standorten mit je 50 MW Leistung kann erheblich stabiler regelleistung bereitstellen als ein Windpark mit 100 MW Leistung, da sich lokale Wetterschwankungen überregional oft ausgleichen. Noch besser wird die Zuverlässigkeit natürlich in einem Kombikraftwerk, dass unterschiedlicheTechnologien mixt und so die Stärken der einzelnen Energieträger kombiniert.

 Im Forschungsprojekt Kombikraftwerk 2 wurde untersucht, ob die Sicherung der Netzstabilität auch allein mittels erneuerbaren Energiequellen funktionieren kann. Die Ergebnisse der Berechnungen zeigen: Es geht, wenn das System entsprechend weiterentwickelt wird. Da in diesem zukünftigen System die trägen Massen der heutigen Großkraftwerke fehlen werden, die aktuell noch einen entscheidenden Beitrag zur Systemstabilisierung beitragen, muss das System in Zukunft deutlich schneller reagieren. Die EE-Anlagen sind dazu in der Lage, müssen aber entsprechend koordiniert und angesteuert werden – wozu sich der Zusammenschluss in Kombikraftwerken ganz hervorragend eignet.

Redispatch – Eingriffe in die Kraftwerksfahrpläne zur Netzstabilisierung

Redispatch April 2013
Redispatch April 2013

Fällt ein Kraftwerk ungeplant aus, dann muss schnell gehandelt werden. Eine Möglichkeit, die von den Übertragungsnetzbetreibern hierfür zur Verfügung steht ist eine Redispatch-Maßnahme. Frei übersetzt eine veränderte Zuteilung  – oder einfach die Änderung des Fahrplans von zumeist thermischen (fossilen) Kraftwerken. Im April 2013 kam es zu insgesamt 178 solchen Eingriffen. Erstaunlich ist, dass trotz hoher Einspeisung durch regenerative Energieträger der Befehl mehr Leistung zu liefern häufiger erteilt wurde, als der Aufruf die Leistung zu reduzieren. Ohne Strom aus Sonne und Wind hätte es wahrscheinlich noch mehr Eingriffe gegeben…

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Alternde Kraftwerkslandschaft

Nettokapazitäten der Großkraftwerke
Nettokapazitäten der Großkraftwerke

Als „Dickschiffe“ der Stromerzeugung können Kraftwerke mit eine hohen Kapazität bezeichnet werden. Im Zuge der Dezentralisierung von Erzeugungskapazitäten und der Zunahme von kleineren Windparks und PV-Anlagen nimmt zwar die generelle Bedeutung für die Versorgungssicherheit der „Dickschiffe“ ab, die  Umweltbelastung und die Herausforderungen bei Störungen bleiben jedoch auf einem signifikanten Niveau. Fast 50% des konventionellen Stroms stammt aus Kraftwerken, die älter als 30 Jahre sind.  Muss der Zubau von Stromerzeugung aus Erneuerbarer Energie deutlich beschleunigt werden?

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