wahrscheinlichkeit

Nach der Beschwerde von 25 Kraftwerksbetreibern urteilte das Oberlandesgericht Düsseldorf am Dienstag im Sinne der Stromkonzerne. Die bisher restriktive Verrechnung der Kosten für Eingriffe im Zuge des Engpassmanagements (Redispatch) muss gelockert werden, was zu einer deutlichen Erhöhung der Netzentgelte führen wird. Der Verband der zentralen Großstromerzeuger BDEW begrüßte die Entscheidung, die alle Stromkunden in der Solidargemeinschaft Stromnetz weiter belastet.

Durch den hohen Anteil an sogenanntem Billigstrom aus Braunkohlekraftwerken in bevölkerungsschwachen Gebieten in der Lausitz, kommt es zu Netzengpässen auf der Ost-West Traverse, welche die Übertragungsnetzbetreiber mit Hilfe sogenannter Redispatches lösen (vergl. Karte der Redispatches). In den ersten 2 Monaten sind dabei bereits Kosten in ähnlicher Höhe entstanden, wie im gesamten Jahr 2014 (blog.stromhaltig berichtete). Diese auf den Verbrauch umgelegten Kosten sind nicht direkt auf der Stromrechnung ersichtlich, sondern werden erst mit der nächsten Festlegung der Netzentgelte belastet.

Nach ersten Schätzungen könnte im Jahr 2016 auf Industrie und private Stromkunden eine Kostenlawine zukommen, die deutlich über den Ausgaben der EEG-Umlage für den Ausbau von Erneuerbaren Energiequellen liegt.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Lobby.
kaspar

Ein Leser von blog.stromhaltig, der aus verständlichen Gründen ungenannt bleiben möchte, hat das Fundstück der Woche geliefert:

Die wiederholte Forderung nach Einbeziehung der Bevölkerung in weitreichende energiepolitische Entscheidungen muss berücksichtigen, dass entscheidungsrelevantes Wissen in der deutschen Bevölkerung weiterhin nicht bzw. nur marginal vorhanden ist. (Quelle Webseite des Bundesverbandes Braunkohle)

Damit zumindest die Leser hier nicht dumm sterben müssen, eine kleine Linkliste als Fußnote für die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützte Studie mit dem schönen Untertitel „Meinungsvielfalt trotz Polarisierung“. 

 Und am Schluss noch die Antwort auf die Frage, warum Papa am Wochenende nicht zu Schicht im Kraftwerk Boxberg muss.

Kraftwerk_Westfalen_2013_02

Versorgungs-Sicherheits-Nachricht für den 26.12.2014

Am zweiten Weihnachtsfeiertag 2014 kam es zu einer ungeplanten Erzeugungsunterbrechung im Block C des Westfalen Kraftwerks in Hamm. Laut Angaben des Betreibers RWE hatte ein technischer Defekt bei der Anlage zu einer Leistungsreduktion von 240 MW in der Zeit von 08:45 bis 09:38 des 26.12.2014 geführt. Eine entsprechende Urgent-Market-Message wurde an die Marktteilnehmer übermittelt

Weiterlesen

black_out

Wie der Übertragungsnetzbetreiber Transnet BW auf seiner Internetseite mitteilt, ist das Pumpspeicherkraftwerk Säckingen derzeit nicht verfügbar als Grund wird angegeben:

Ausfall Kraftwerk Säckingen. Schutzauslösung durch Beckentiefstand bei Reinigung der Beckendichtung.

Als Zeitraum für den Ausfall werden 6,5 Stunden angegeben.

Weiterlesen

gewitter

Sommerzeit ist Gewitterzeit. Auch für die kommenden Tage meldet die Unwetterzentrale einzelne lokale Gewitter, die ihre Spuren auch im Stromnetz hinterlassen. Kann man das Eigenheim relativ leicht vom Stromnetz trennen und entsprechende Schutzvorrichtungen installieren, ist ein fossiles Kraftwerk mehr oder weniger schutzlos dem Geschehen ausgeliefert. Schnelles und vor allem kompetentes Handeln wird von den Betriebsmannschaften gefordert, um im Ernstfall auf das Wetterphänomen zu reagieren, das deutlich schwerer vorhersehbar ist als Sonne und Wind.

Im Interview mit blog.stromhaltig beschreibt ein Schichtleiter eines fossilen Kraftwerkes,  seine Eindrücke bei einem Gewitter.

Weiterlesen