marktmodell

Nach Angabe des Neuen Deutschlands hat der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) bereits sehr konkrete Vorstellungen, wie man sich im Strommarkt bezahlen lassen könnte, ohne eine Leistung in das Netz abgeben zu müssen:

Die Anbieter gesicherter Kraftwerksleistung erhalten von den regional tätigen Netzbetreibern Zertifikate, deren Menge sich an der Nachfrage der Großkunden und Stromhändler richtet. Die Erlöse der Zertifikate ergibt sich aus der Differenz zwischen bereitgehaltener Leistung und Stromverkauf.

Ein teures Unterfangen für Stromkunden, denn lediglich das Vorhalten von Leistung würde zur Gelddruckmaschine der Stadtwerke werden. Der Wert dieser Zertifikate ist ein zusätzlicher Kostenfaktor, der sich auf der Stromrechnung niederschlagen wird, der aktuell nicht vorhanden ist. 

Der Stadtwerkeverbund unterstreicht seine Forderung mit ein paar sehr interessanten Aussagen, die auf Basis von anderen Quellen nicht unbedingt belegbar sind.

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Anteil von E.ON, RWE, Vattenfall, EnBW an der Kohleverstromung in Deutschland (Daten: Bundesnetzagentur - Visualisierung: blog.stromhaltig )
Grafik: Wiska Bodo (Wikipedia/CC SA)
Grafik: Wiska Bodo (Wikipedia/CC SA)

In der letzten Ausgabe des Energynet Podcasts berichtet Kai Hock von der HEG, dass die Liste der größten Unternehmen von Energiekonzernen dominiert wird. Genannt wird die Fortune Global 500 – alternativ gibt es die umsatzstärksten Unternehmen, die ein ähnliches Bild abgibt. Shell, Exxon, Sinopec, BP, Saudi Aramco um nur einige Namen der Top 10 zu nennen. Erster Stromversorger mit aktivem Deutschlandgeschäft ist E.ON auf Platz 16. Auch in DAX30 und MDAX gibt es viele Stromversorger. Stromversorgung ist Darseinsvorsorge und somit „systemkritisch“ für das wirtschaftliche Leben in einem Land. Von daher ist es nicht sonderlich verwunderlich, dass die großen Unternehmen dieser Branche auch schwer-gewichtige Unternehmen sind, die nicht von heute auf morgen umgebaut werden sollen. Im Podcast wird angemerkt, dass man ja schließlich beim Umbau auch seinen Aktionären verpflichtet ist – und denen Dividende zahlen will.

Mit dem Produktlebenszyklus kann für ein Produkt bestimmt werden, ob ein Produkt noch eine lange Zukunft hat – oder bald vom Markt verschwunden sein wird…

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