zufall

Es klingt so schön einfach, wenn man damit rechnet, dass bei einem Atomausstieg 23 GWh bis 2022 vom Netz gehen, die bis dahin als gesicherte Reserve kompensiert werden müssen. Die aktuelle Diskussion über den Kraftwerkspark in Deutschland würde der Psychologe Alfred Adler jedoch als Überkompensation im Zuge eines Minderwertigkeitskomplexes bezeichnen. Ein Grund hierfür ist die fehlende Kopplung zwischen Investitionen und Bedarf.

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ausfall_kohlekraft

Rechtzeitig zum Beginn des Winters stabilisiert sich die ungeplanten nicht Verfügbarkeiten bei den Steinkohle-Kraftwerken. Der 30-Tage Schnitt liegt nun bei etwa 3,5 GW im Vergleich zu 1,1 GW im Frühsommer dieses Jahres. Ein Anstieg des Trends, wie er zwischen Juni und September erkennbar war, ist nicht mehr feststellbar.

Zum Beginn der Heizperiode in Deutschland sind 29% der Stromerzeugung aus Steinkohle nicht verfügbar.

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vollast

Unter Volllaststunden versteht man eine Vergleichszahl, mit der man Kapazitäten mit tatsächlicher Leistung vergleichen kann. Es ist kein Kriterium für eine qualitative Aussage, sondern lediglich ein Indikator wie viel Kapazität benötigt wird, um eine bestimmte Strommenge im Jahr zu erwarten. Ein Hilfswert zum Beispiel bei den Berechnungen des Strommix Navigators (s.h. Hintergrundinformationen zum Strommix Navigator).

Führt man einen Vergleich über mehrere Jahre durch, so wird in Deutschland der Umbau der Stromerzeugung und der technische Fortschritt deutlich. Im Jahre 2012 konnten mit Bruttostromerzeugungskapazitäten von 184,4 GW eine Stromerzeugung von 628 TWh erzeugt werden. Dies entspricht über den gesamten Erzeugungsmix 3507 Volllaststunden, oder anders ausgedrückt: Man hätte die Kraftwerke am 01.01.2012 unter voller Last starten können und bis zum 26.05.2012 den vollständigen Jahresbedarf an Strom gehabt.

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wahrscheinlichkeit

Wenn man, wie Arthur und Ford vorher noch einmal tief Luft geholt hat, dauert es dreißig Sekunden, bis man erstickt. Die Wahrscheinlichkeit, bis dahin von einem Raumschiff gerettet zu werden, beträgt 1 : 2267709.
(„Per Anhalter durch die Galaxis“ – Douglas Adams)

Per Anhalter durch die Galaxis, ein Buch, welches ein Meisterwerk des Spiels mit Wahrscheinlichkeiten ist.  Wenn etwas eintreten kann, dann tritt es ein, egal wie unwahrscheinlich es ist.  Problematisch werden Wahrscheinlichkeiten, wenn diese nicht quantifiziert werden können, und auch nicht erfasst werden.

Gerade Anhänger der Stromerzeugung aus Atomkraft haben eine pathologische Disposition zur Wahrscheinlichkeitsrechnung.  Ganz im Gegensatz zu den Kollegen der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Quellen, für sie gehört eine Eintrittswahrscheinlichkeit zur Professionalität, ohne die auf dem Strommarkt kein Geld zu verdienen ist.

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dem_deutschen_volke

Die bekannte Inschrift des Reichstages gibt einen Hinweis, in wessen Eigentum der größte Teil der Stromerzeugung von Deutschland ist. Der im Jahre 2000 begonnenen Stromwende sei Dank, dass die Stromversorgung durch die Bürger und nicht durch die Industrie gestemmt wird.  Ob der Bürger entsprechende Mitbestimmung hat, sei einmal dahingestellt, zumindest hat er deutlich mehr Aufmerksamkeit, wie man unlängst bei der Energiewendedemo feststellen durfte (blog.stromhaltig kommentierte).

Die Top 10 Betreiber – Stromerzeuger in Deutschland

Platz Kapazität Betreiber
1 64 GW EEG-Kleinanlagen
2 13 GW RWE Power AG
3 12 GW E.ON Kraftwerke GmbH
4 11 GW Vattenfall Europe Generation AG
5 11 GW EnBW Erzeugung AG (EZG)
6 7 GW RWE Generation SE
7 5 GW E.ON Kernkraft GmbH
8 5 GW STEAG GmbH
9 3 GW Kleinanlagen (nicht EEG)
10 3 GW Kernkraftwerk Grundremmingen GmbH (KGG)

(Quelle: Bundesnetzagentur- Stand 04.2014)

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