postkarte_preis

von Connect EE mit Wortmeldungen von Consentec, Fraunhofer ISI und r2b. Etatisiert durch das Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Studien sind heute scheinbar nichts mehr wert. Bereits in der Vergangenheit durfte man lernen, dass der Inhalt einer Studie dann irrelevant ist, wenn ein Ministerium diese veröffentlicht und bereits vorab die Ergebnisse einigen Medien zugespielt wurde. Die Leitstudie Strommarkt 2015 macht keine Ausnahme.

Per Ausschreibung wurden Schreiber gefunden, die ähnlich dem Angebot von Textbroker das schreiben, was im Auftrag gefordert ist und als Gegenleistung eine Entlohnung bekommen. Ministerien können leider nicht die Vorzüge von Journalisten nutzen, die kostenlos auf die Dienste von ResponseSource oder RechereScout zurückgreifen. Entsprechend hoch ist die Dichte von Innovation und Leitbild, die aus dem Vortrag in 999 Szenarienjahren in stündlicher Auflösung extrahiert werden kann.

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lebensgefahr

(Berlin) Wie das Institut Acror Pilum herausgefunden hat, tragen Braunkohlekraftwerke  einem höchst relevanten Anteil an der Steigerung der Netzentgelte. Durch die Energiewende von Atomstrom zu Braunkohlestrom reichen die Leitungtrassen in weiten Teilen Ostdeutschlands nicht aus, die Strommengen in die Verbrauchszentren zu transportieren. Bis zum Jahresende rechnet das Institut mit einer Steigerung der monatlichen Kosten auf über 80 Millionen Euro.

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wahrscheinlichkeit

Nach der Beschwerde von 25 Kraftwerksbetreibern urteilte das Oberlandesgericht Düsseldorf am Dienstag im Sinne der Stromkonzerne. Die bisher restriktive Verrechnung der Kosten für Eingriffe im Zuge des Engpassmanagements (Redispatch) muss gelockert werden, was zu einer deutlichen Erhöhung der Netzentgelte führen wird. Der Verband der zentralen Großstromerzeuger BDEW begrüßte die Entscheidung, die alle Stromkunden in der Solidargemeinschaft Stromnetz weiter belastet.

Durch den hohen Anteil an sogenanntem Billigstrom aus Braunkohlekraftwerken in bevölkerungsschwachen Gebieten in der Lausitz, kommt es zu Netzengpässen auf der Ost-West Traverse, welche die Übertragungsnetzbetreiber mit Hilfe sogenannter Redispatches lösen (vergl. Karte der Redispatches). In den ersten 2 Monaten sind dabei bereits Kosten in ähnlicher Höhe entstanden, wie im gesamten Jahr 2014 (blog.stromhaltig berichtete). Diese auf den Verbrauch umgelegten Kosten sind nicht direkt auf der Stromrechnung ersichtlich, sondern werden erst mit der nächsten Festlegung der Netzentgelte belastet.

Nach ersten Schätzungen könnte im Jahr 2016 auf Industrie und private Stromkunden eine Kostenlawine zukommen, die deutlich über den Ausgaben der EEG-Umlage für den Ausbau von Erneuerbaren Energiequellen liegt.

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Gedenkstein_Gasthof_Zur_Schwarze_Pumpe

Das Braunkohlekraftwerk Schwarze Pumpe nimmt Platz 6 der unnützlichsten Kraftwerke in Deutschland ein.  In der Nähe der Stadt Spremberg gelegen  versorgt es einen angrenzenden Industriepark mit 4.500 Beschäftigten mit Strom, doch die brauchen ihn nicht.  Eine Altstadtsanierungs Gesellschaft kann kaum ein Absatzmarkt schaffen – bleibt die Papierfabrik, die bereits 2014  in der BAFA Liste vertreten gewesen ist mit privilegierten EEG Zahlungen, wodurch man sich zwar zum Teil der Bundes-Solidargemeinschaft-Stromversorgung entzieht, aber mehr für die kommunalen Steuern in Spremberg übrig bleibt.

Das sich selbst als Energieregion bezeichnende Gebiet an der Lausitz steckt in der Krise, da es zwar zu viele Kraftwerke besitzt, aber nur mit zwei Leitungen an die Verbrauchswelt angedockt ist. Im Norden geht es solide über Halle gen Westen, im Süden mit Einschränkungen via Leipzig zum Großhandels-Strommarkt.

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