Taschengeldkonto: Bürger zahlen 762,3 Mio. Euro im Jahr 2013 für die Offshore-Haftungsumlage

Seit 2013 gibt es sie. Die Kleinigkeit auf der Stromrechnung, die kaum auffällt. Doch die Offshore-Haftungsumlage, die wir Letztverbraucher bezahlen haben sich ganz nett summiert. Und die Gelder werden schön verteilt.

Die vier Übertragungsnetzbetreiber kassieren als Aufschlag auf die Netzentgelte von den Endkunden die Offshore-Haftungsumlage und verwalten die so eingenommenen Beträge.

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Analyse: Ohne auf den Kunden zuzugehen findet auch die RWE keinen Ausweg aus der Krise

Aufgrund des aktuellen Interesses unserer Kunden an unseren Produkten haben wir eine sehr hohe Anzahl an E-Mails zu verzeichnen. Daher bitten wir Sie um Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer E-Mail ein paar Tage dauert. (Quelle: eMail RWE Tochter Süwag)

Es ist ein sehr eigenwilliges Theater, welches Vorstandschef Peter Terium bei der Vorstellung des  Geschäftsberichtes für 2014 der RWE AG vorführt. Da mag sich der Kapitalgeber kurzfristig über das Plus unter dem Strich freuen, existiert ansonsten einzig die Alternative des De-Invests bei einem roten Bärenmarkt mit Artenschutz.

Wer nicht flüchten kann, muss zusehen, wie zunehmend schlechte Noten für die Hausarbeiten  eingefahren werden. Der einstige Musterschüler wird zum Problemkind mit Lernschwäche im Portfolio der kommunalen Träger. Am Ende zahlt die Staatskasse für fehlende Nachhaltigkeit in den goldenen Jahren.

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Forschung am Rande der E-World 2015

Die E-World Energy & Water 2015 ist vorüber. Ein Schaulaufen der Branche, die nach Steuern die meisten Nebenkosten der Bürger und Unternehmen verursacht. Hubertus Grass geht im DEZ-Blog bereits auf das Thema Netzstabilität ein, was vor zwei Jahren ein Hype war und jetzt Realität wird:

„Sehr, sehr lange würde es dauern, bis es für diese Herausforderung zufriedenstellende und bezahlbare Antworten gebe. Die Antworten sind jetzt da. Sie kommen zum Beispiel von vielen kleinen Unternehmen, die sich zum Teil zum ersten Mal auf der EWorld vorstellen.“

Tatsächlich beobachtet man im Jahre 2015 eine Branche, die Agilität und Verantwortung nicht zu einer Symbiose bringen kann.

Das Beispiel „REStabil“

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Kurzmeldung: FAZ mit Zahlendebakel bei Ökostrommeldung

Wie das IWR mitteilt hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) in einer aktuellen Meldung über Superlative und Ökostrom einige sehr interessante Zahleninterpretationen. Nach dem geschulten Blick eines Volkswirtes auf das Umlagenkonto wird festgestellt:

Demnach sind die Auszahlungen an die Anlagenbetreiber im vergangenen Jahr auf 21,5 Milliarden Euro geklettert…

Dies müsste eigentlich der Posten „finanzielle Förderungen nach den §§ 19, 52, 57 (1)…“ im Konto sein, also  15.9 Milliarden Euro. Dazu kommen die ab 1.8.2014 entfallenen Prämienzahlungen 4.9 Mrd. . Soweit kann man der Meldung auch noch folgen…

Die EEG-Umlage mit Ökostrom-Förderung gleich zu setzen ist spannend, bedenkt man die 19€ je Haushalt in Deutschland im Jahre 2014, die damit auch bezahlt werden:

Die chemisch-pharmazeutische Industrie profitiert im Jahr 2014 mit schätzungsweise 1,6 Milliarden Euro von den Ausnahmeregelungen bei der Umlage nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz EEG.

Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort 18/3374 auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen 18/3129 mit. (Quelle: EinDanke.de)

Als Lektüre für das Wochenende sei in Reihenfolge folgende Beiträge empfohlen:

Was möchte der Schreiberling uns damit sagen?

Im vergangenen Jahr hat es Strom im Wert von 43 Milliarden Euro gehandelt – einer Menge, die dem Doppelten des deutschen Stromverbrauchs entspricht… (Quelle Welt)

Der Energie-Medienexperte Björn L. Kuhn hatte mit seinem Beitrag zu Wetzels Welt bereits den  Vorwurf einer ideologischen Verblendung eingefangen. So richtig verstehen lässt sich die Faktenebbe aus der Welt-Redaktion jedoch wirklich nicht.

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