Es gibt sehr viele Regeln, die den Netzbetreibern auferlegt worden sind, um ihnen etwas auf die Finger schauen zu können. Diese werden auch immer im Wortlaut befolgt, wodurch eine theoretische persönliche Meinungsbildung auf Basis von Fakten möglich ist. Doch leider gibt es bei all der Transparenz und Open-Data bewusst – oder durch Unkenntnis – aufgebaute  Hürden, die eine systematische Qualitätsanalyse nicht effizient durchführbar machen. Vieles wird veröffentlicht, aber nutzen und auswerten geht nicht…

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Erzeugung und Import vs. Verbrauch und Export im Jahre 2008
Erzeugung und Import vs. Verbrauch und Export im Jahre 2008

TWh und Millionen Tonnen Öl. Die Kennzahlen, die mit dem Energieverbrauch eines Landes verbunden sind, kann man sich wirklich nur schwer verstehen. Leichter wird es, wenn man eine Visualisierung hat, die es einem erlaubt interaktiv die Daten zu erarbeiten und nach und nach zu verstehen. Solche interaktive Diagramme lassen sich aus den Daten von Eurostat  ermitteln. Leider nur bis zum Jahre 2008  – und somit vor dem Atomausstieg in Deutschland und der damit verbundenen „Energiewende“ – können die Verhältnisse von Energie-Import und Export dargestellt werden. Die Größe der einzelnen zeigen dem Besucher auf einen Blick, welche Verhältnisse die einzelnen Verbraucher oder Erzeuger haben.

Damit es nicht nur bei dieser einen Visualisierung bleibt, hatte bereits am 3. März 2012 die Open Knowledge Foundation zu einem Hackday aufgerufen.  Die Teilnehmer sollen bis zum 16. März einen Prototyp fertigen, der zum Apps4Climate Wettbewerb der Weltbank eingereicht wird. Teilnehmende Apps sollten mindestens eine der Datenbanken der Weltbank verwenden und die Daten im Kontext von Klima und Energie bringen.

Am 31.03.2012 ist der Weltbackuptag, also der Aufruf auch mal wieder ein Backup von seinen Daten zu machen. Was hat das mit dem Thema nachhaltigem Umgang mit Strom zu tun?

Wir sind es heute gewohnt, dass wir unser Backup auf eine USB-Festplatte machen, die nach der Sicherung zurück in die Schublade wandert. Moderner erscheinen Cloud oder Online-Backups wie der Dienst Dropbox. Der Vorteil ist klar: Die Daten im Online-Backup sind sofort verfügbar (nach der Rückübertragung auf den eigenen Rechner).  Mancher Telekommunikationskonzern oder Handyschrauber wirbt sogar im TV mit dieser Form seine Daten zu sichern. Ein Punkt welcher selten verraten wird, ist die Art wie die Daten im Rechenzentrum der Cloud-Anbieter wirklich gespeichert werden. Im Gegensatz zur USB-Festplatte muss nicht selten eine Festplatte dauerhaft im Betrieb gehalten werden. Nur selten werden SSD-Speichermedien verwendet, da deren Preis noch relativ hoch ist. Auf der anderen Seite findet sich auch Bandlaufwerke kaum noch in modernen Rechenzentren.

Aus Sicht der Energieeffizienz lässt sich die Herausforderung der „Always-On-Speichermedien“ übrigens lösen, wenn hierfür auch etwas Aufwand notwendig ist. Man trennt die Meta-Informationen und die eigentlichen Daten voneinander. Meta-Informationen werden in einem Katalog gespeichert und enthalten Dinge wie den Dateinamen,  Änderungsdatum und vielleicht eine Voransicht.  Der Katalog wird auf einem Always-On-Medium wie einer klassischen Festplatte vorgehalten. Die eigentliche Datei wird auf ein Offline-Medium gesichert, dies könnte auch ein Bandlaufwerk sein. Der Anwender bekommt von dem ganzen nichts mit, denn das durchstöbern der Daten ist schnell möglich. Sollen Daten wiederhergestellt werden, so dauert es etwas bis das Offline-Medium verfügbar gemacht wird.

An dieser Stelle hätte ich jetzt gerne einige Links zu Online-Backuplösungen gebracht, die Auskunft über die eingesetzten Speichermedien – und ihre Verfahren zur Energieeffizienz geben. Leider konnte ich aber nicht fündig werden.

Meine Frage daher an die Anbieter (die dies natürlich gerne jetzt als Werbung nutzen können):

Wie viel Strom verbrauchen meine Daten, wenn das Backup abgeschlossen ist – bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich es zurückspiele?