E.ON will aus der Stromerzeugung aussteigen

Wie verschiedene Medien am Sonntag Abend berichten, will der Stromkonzern E.ON in Deutschland aus der Stromerzeugung aussteigen. Die bestehenden Kraftwerke (Atom, Gas, Kohle) sollen an der Börse vermarktet werden. Im Unternehmen bleibt der Netzbetrieb.

Die Meldung bestätigt einen Verdacht, der bei blog.stromhaltig bereits vor zwei Wochen aufgekommen ist. Das Geschäft der Energiekonzerne liegt nicht mehr in der Erzeugung, sondern in der Gestaltung einer internen Stromlogistik.  Das bestehende Marktmodell hat dafür gesorgt, dass jegliche Stromerzeugung, die ohne Brennstoffkosten auskommt bei Verfügbarkeit zur vollständigen Verdrängung anderer Kraftwerke sorgt.

Bereits heute zahlen Stromkunden mehr Geld für den Netzbetrieb als für die Erzeugung elektrischer Energie.  Von durchschnittlich 28 Cent je Kilo-Watt-Stunde bleiben zum Teil weniger als 4 Cent für den Erzeuger.

Algorithmische Kommunikation – #Strompreis2015

Es ist November, oder die Zeit, an der die Strompreise für das kommende Jahr an die Kunden zu kommunizieren ist. Auf Hochtouren wird formuliert, was kommuniziert und als Nachricht beim e-Junkie ankommen soll.

Der Experte für Stromtarife Björn L. Kuhn schrieb unlängst:

Stellt sich die Frage, ob tatsächlich die gesunkenen Preis an der Leipziger Strombörse Grund für die Senkungen sind, oder ob die Versorger nicht die Gunst der Stunde erkannt haben und ein wenig das Image aufpolieren wollen. Der monatliche Euro weniger bei einem Single-Haushalt ist vermutlich billiger als die üblichen Marketing-Maßnahmen bei Preiserhöhungen.  (Quelle)

Am Beispiel des Schreibens der Süwag ein kleiner linguistischer Ausflug….

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[Presse] Bei der EEG-Umlage liegt die Wahrheit in der Mitte

Die heute veröffentlichte Mittelfristprognose der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) bietet keinen Anlass für Negativszenarien zur Entwicklung der EEG-Umlage.

„Die obere Bandbreite der ÜNB-Prognose von 7,27 Cent je Kilowattstunde für das Jahr 2016 ist genauso unrealistisch wie die untere Bandbreite von 5,66 Cent“ sagt Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE).

„Schon 2013 wurde von interessierter Seite ein Anstieg der EEG-Umlage auf 7 Cent vorausgesagt. Dieser Anstieg ist nicht eingetreten und wird es auch in den nächsten Jahren nicht. Die Zeiten stark steigender EEG-Umlagen sind vorbei.“

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#Strompreis2015 – Minus beim EEG wird durch steigende Netzentgelte geschluckt

Am 15. Oktober ist es wieder soweit, die EEG Umlage für 2015 wird bekanntgegeben. Aktuell beträgt die Umlage zur Investitionssicherrung der Erneuerbaren 6,24 Euro Cent.  Durch die  einsetzende Progression und einem 1,38 Milliarden Euro Plus auf dem Umlagenkonto könnte die Umlage um mehr als 1 Euro Cent gesenkt werden.

Beim Verbraucher dürfte dies jedoch nicht ankommen, da die ersten Versorger eine Erhöhung der Netzentgelte in fast der gleichen Höhe bekanntgegeben haben.

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