Lieber Stefan Schultz, Lieber Spiegel, 1

Lieber Stefan Schultz, Lieber Spiegel,

nein, ich bin keiner, der von einer Lügenpresse ausgeht. Im Gegenteil, guter Journalismus ist wichtig für die Meinungsbildung. Der Beitrag So könnte der Strommarkt der Zukunft aussehen, stößt bei mir allerdings auf Unverständnis.

Ist der Hybridstrommarkt tatsächlich nicht bekannt gewesen? Der pseudo Diskurs im Beitrag stützt sich scheinbar nicht auf die genannte Quelle „Expertenvorschläge beim BMWi“ , sondern eher die Pressetexte der Lobbygruppen.  Geld in die Hand zu nehmen für Pressearbeit lohnt sich, da die Recherche in der E-Mail Inbox aufhört?

Ein Berliner Dienstleister, der sich unter anderem auf die Preise an der deutschen Strombörse spezialisiert hat, soll ein Konzept hervorbringen können, welches den Stromkunden zum mündigen Player macht? Der Dienstleister, der sich bei der EEG-Umlage für das Jahr 2015 richtig schön verrechnet hat?

Wo bleibt eigentlich die inhaltliche Auseinandersetzung mit einem Modell, welches kein PR-Budget hat – und seine Verbreitung rein über ein Crowdfunding sicherstellen muss?

Dezentrale Netzsteuerrung sicherer als zentrale Strukturen 2

Dezentrale Netzsteuerrung sicherer als zentrale Strukturen

Scinexx hat einen sehr interessanten Beitrag der Max-Planck-Gesellschaft veröffentlicht. Die Kernaussagen können mit Sicherheit bestätigt werden:

  • Zentrale Strukturen sind Anfällig
  • Dezentrale Intelligenz reguliert sich selbst und ist damit stabiler
  • Eine Kontrollinstanz beim Energieversorger ist unnötig.

Die Frage ist allerdings, warum gerade der Parameter Netzfrequenz verwendet wurde, welcher nur wenig mit den Schwierigkeiten im Netzbetrieb zu tun hat.

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Schutz vor Hackern immer schwieriger 4

Schutz vor Hackern immer schwieriger

Gerade einmal zwei Tage hat Felix Lindner benötigt, um in die Steuerung der Stadtwerke Ettlingen einzudringen, so der O-Ton des Beitrages im ZDF Heute-Journal vom 18.08.2014.  Die IT abzusichern fällt den Betreibern immer schwieriger, was auch der zuständige Übertragungsnetzbetreiber für die Hauptstadt (50 Hertz Transmission) feststellen muss.

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Chemie Unternehmen Merck feiert den Siggi 5

Chemie Unternehmen Merck feiert den Siggi

Der Bundesminister für Industrie und Wirtschaftsinteressen – Sigmar Gabriel, besuchte am Dienstag die Merck-Gruppe, um dort die neue Energiezentrale des Unternehmens einzuweihen. Hatte Peter Altmaier noch Windräder umarmt, so tummelt Gabriel lieber bei den Verbrennern.

Wer sich unabhängig macht von den sozialisierten Kosten der Stromwende, der bekommt Aufmerksamkeit. Der Minister für Energie kommt zu Besuch und holt sich die Lorbeeren für die geleistete Arbeit ab. Der Wähler, Bürger – oder das gemeine Volk darf – ganz ohne Haushaltabgabe – dem Komödienstadel zusehen.

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