option_nicht_verfuegbar
define:reBAP

Wenn 10 Stromabnehmer in einer Lieferviertelstunde je 1 MWh mehr aus dem Netz entnehmen als am Vortag angekündigt, gleichzeitig aber 4 Stromproduzenten je 1 MWh mehr einspeisen als am Vortag prognostiziert, ist nur eine Differenz von 6 MWh entstanden, die nun durch Anforderung von Regelenergie physisch im Netz ausgeglichen wird. Jedoch wird allen 10 Stromabnehmer in unserem Beispiel je 1 MWh an reBAP in Rechnung gestellt, wovon die vier Stromproduzenten mit Überspeisung – also mit einer fehlerhaften Prognose, die aber zufällig das Stromnetz gestützt hat – je ein MWh an reBAP erhalten und die restlichen 6 MWh an reBAP dem Lieferanten der Regelenergie ausgezahlt werden. (Quelle: Next-Kraftwerke)

Es ist wahrscheinlich die einfachste Beschreibung eines der kompliziertesten Zusammenhänge im heutigen Strommarkt (in anderen Worten auch im Blog von Next-Kraftwerke zu finden). Von einem Leser ist blog.stromhaltig gebeten worden, das Thema reBAP einmal näher zu beleuchten. Zunächst aber einmal ein paar Hintergründe und weitergehende Versuche der Erklärung.

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wind_17072013Ausgehend vom zukünftigen Ereignis des Einschaltens eines Lichtes, wurde in dieser Beitragsserie bislang die Verbrauchsseite betrachtet. Zum Zeitpunkt, an dem der Verbrauch eintritt, muss allerdings auch genügend Strom erzeugt werden.

Schwankende Erzeugung zum Beispiel der Windenergie bringen allerdings tendenziell eine weitere Unsicherheit mit sich. Ohne Windenergie müssen die Übertragungsnetzbetreiber lediglich die Unsicherheit zwischen der Erzeugung und dem Verbrauch ausgleichen, so könnte man meinen. Mit der Windenergie und der Sonnenenergie müssen allerdings auch die Erzeuger untereinander einen Ausgleich durchführen.

Von Kritikern der Stromwende wird dies gerne als Killerkriterium für Versorgungssicherheit angeführt. Doch ist es dies wirklich?

In den voran gegangenen Kapiteln wurde immer nur von Ausgleichsenergie gesprochen, die benötigt wird um die Waage zwischen Erzeugung und Verbrauch  Weiterlesen

Untertägig Vermarktete Strommenge
Untertägig Vermarktete Strommenge

Am Beispiel eines Lichtes, welches in der Zukunft eingeschaltet wird, wurde in den ersten beiden Beiträgen dieser Artikelserie beschrieben, wie ein Ereignis versucht wird vorherzusagen mit dem Ziel das Stromnetz immer in Balance zu halten. Im zweiten Teil ist bereits der Stromanbieter, bei dem ein Stromkunde seinen Vertrag hat aus der Verantwortung genommen worden, da dieser seine Schuldigkeit mit der Eindeckung eines Standard-Lastprofils, welches unabhängig vom tatsächlichen Ereignis ist, erfüllt hat. Es wurde festgestellt, dass der Bilanzkreis der Stromanbieter recht leicht zu führen ist.

Die Prognoseunsicherheit liegt jetzt bei den Verteilnetzbetreibern, die ihren Bilanzkreis viel näher an den realen Ereignissen führen müssen. Damit die Balance gehalten wird, müssen sie einen Austausch von notwendigen oder überschüssigen Strommengen mit den Übertragungsnetzen durchführen. Weiterlesen

Benötigte Ausgleichsenergiemenge 12.05.2013
Benötigte Ausgleichsenergiemenge 12.05.2013

Energiewende Kraftwerke sind virtuelle Kraftwerke…

Wenn das Ist vom Soll abweicht, wird im Stromnetz Ausgleichenergie benötigt. Im Verlauf des 12.05.2013 waren es in Deutschland 13.349 MWh. Bei einem durchschnittlichen Prognosefehler von 550 MW über das gesamte Bundesgebiet verteilt. Die Tagesarbeit eines Großkraftwerkes und daher doch eher überschaubar – dennoch zuviel, wenn wirklich einmal 80% des Stroms aus regenerativer Energie erzeugt werden soll.

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Abweichungen in der Differenzierungsbilanz
Abweichungen in der Differenzierungsbilanz

Gestiegene Strompreise, verändernde Lebensgewohnheiten, Wetter… – Faktoren, die das Verhalten von Stromverbrauchern beeinflussen existieren viele. Eigentlich müsste man annehmen, dass durch die öffentliche Diskussion um die Energiewende ein bewussterer und damit veränderter Umgang mit der Ressource Strom stattgefunden hat. Zumindest in den Zahlen des Verteilnetzbetreibers Syna (Tochter der Süwag/RWE) ist dies nicht erkennbar – im Gegenteil: Trotz gleichen Prognoseverfahrens treffen  die Vorhersagen im Jahre 2012 eher mit der Wirklichkeit als noch im Jahre 2011 oder 2012.

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