Einnahmen und Ausgaben des EEG-Konto

Im ersten Halbjahr 2019 wurde mithilfe des Erneuerbaren Energie Gesetzes Transaktionen in Höhe von 13 Milliarden Euro getätigt. Auf der Einnahmenseite sind die Stromkunden (94 %) mit Zahlung der EEG-Umlage der größte Kostenträger. Die Erlöse aus dem Börsenhandel an der EEX (EPEXSpot) trugen lediglich 6 % zur Sicherung der Finanzierung bei.

Die EEG-Umlage beträgt in diesem Jahr 6,405 ct/kWh. Wodurch die Einnahmen in Höhe von 11.990 Millionen Euro einer Strommenge von 187.197 GWh mit voller EEG-Zahlung entspricht.

Entlastung der Bürger durch Trennung der Märkte

Die geringen Einnahmen aus dem Börsenhandel mit EEG gefördertem Strom legen die Empfehlung nahe, dass die Handelsplätze an der EPEXSpot für Grünstrom und konventionellem Reststrom spätesten im Jahre 2020 zu trennen sind.

Die Durchführung der Ausgleichmechanismusverordnung muss überarbeitet werden, da gemeinsame Orderbücher, die keine Unterscheidung nach Herkunft des Stromes vornimmt, zwangsläufig dazu führt, dass der freie Markt eine einseitige Abhängigkeit vom teuersten Anbieter, der zur Deckung der Nachfrage notwendig ist, getragen wird.

Im Hinblick auf einen Kohleausstieg, muss der Börsenhandel so reguliert sein, dass gerade die Gaskraftwerke frühzeitig genügend Deckungsbeitrag abwerfen. Es ist wenig hilfreich, wenn in der Preisgestaltung Braunkohlekraftwerke in Wechselwirkung mit den EEG-Anlagen stehen und dadurch die GuD-Kraftwerke zunehmend vom Markt verschwinden.