Im Rahmen eines Petitions-Verfahrens wurde die Regulierung in Deutschland gefragt, ob die Kosten für sogenannte Re-Dispatch-Maßnahmen nicht den Verursachern zugeordnet werden könne. Der wirtschaftliche Hintegrund waren die über 500 Millionen Euro, die Stormkunden jedes Jahr hierfür aufbringen müssen und die mit einem lokalen Wirtschaftskreislauf, welcher zum Beispiel bei Corrently oder Anreizsystem wie dem GrünstromIndex vorhanden ist, in Teilen aufgelöst werden kann.

Wie der Ausschuss feststellt, nimmt Deutschland am europäischen Stromgroßhandel teil. Die
Auslastung des deutschen Übertragungsnetzes wird daher durch eine Vielzahl von Erzeugungs­anlagen und Verbrauchern in Deutschland und den Nachbarstaaten beeinflusst. Entgegen der vom Petenten vertretenen Auffassung lassen sich Netzengpässe im vermaschten deutschen und europäischen Übertragungsnetz nicht auf einzelne Erzeugungsanlagen oder Stromverbraucher zu­ rückführen. Es ist daher nicht möglich, die Kosten für Redispatch bestimmten Verursachern in Rechnung zu stellen.

Petititionsauschuss des Deutschen Bundestages im März 2019

Eine interessante Wendung für die Argumentation, dabei gibt es doch die sogenannten Price-Coupling-Regions, die an beim europäischen Stromgroßhandel, genau diese „Überauslaustungen“ verhindern sollen.