Der Weg zu kostenlosem Strom für die E-Mobilität

Kernkraftwerk Brokdorf, 03.01.2018 06:30 Uhr.  Am zweiten Arbeitstag des Jahres darf das Kernkraftwerk in Brokdorf erst einmal etwas verschnaufen. Auf Anweisung des Netzbetreibers APG aus Österreich muss der Atommeiler bis 09:15 Uhr um eine mittlere Leistung von 218 MW reduzieren. Strom, der bereits verkauft ist – und für den Stromkunden in Europa doppelt bezahlt wird. Nächstes Jahr werden wir dieses Ereignis dann in der Meldung der Noteingriffe der Tennet TSO wieder lesen können.

Ein Teil dieses Stroms könnte man an den 26 jährigen verschenken, der gerade in Brunsbüttel einen Speicher ans Netz gehängt hat.  Einen anderen Teil könnte man aber auch den E-Autofahrern in Hamburg und Umgebung schenken.

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Stromhaltig – Ziele 2018

  1. Kundenzufriedenheit von mehr als 99%
  2. 47.000 Neukunden in der Belieferung mit fairem Ökostrom
  3. Regelmäßiger Blick hinter die Kulissen der Stromwirtschaft im Blog (1 Leitartikel je Monat)
  4. Entwicklung von vier neuen Stromprodukten, welche auf die digitale Infrastruktur der STROMDAO aufsetzen

Mission Statement

Stromanbieter sind beliebig geworden. Bei den Vergleichsportalen entscheidet lediglich der Preis als Information und nicht die Eignung des Anbieters für den Kunden. Dies führt langfristig zu einer Erhöhung der Strompreise für alle Stromkunden, denn neue Dienste wie Smart-Meter, Smart-Home, Autostrom oder ähnliche digitale Produkte müssen über Regulierung eingeführt werden.

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Redispatch: Stromhandel kostet Stromkunden fast eine Milliarde Euro in 2017

Am Neujahrstag meldet der Übertragungsnetzbetreiber Tennet TSO über die DPA eine Bilanz der Redispatchkosten für das Jahr 2017. Wie bereits in den vergangenen Jahren wird wieder von Noteingriffen gesprochen und die Ursache einseitig den Erneuerbaren und der Energiewende untergeschoben. Dabei zeichnen die Daten des Netzbetreibers eine anderes Bild. Es ist der Subventionsstrom aus Braunkohle, der dem Stromnetz zusetzt.

Wie bereits im Jahre 2015 hier geschrieben, ist es  die Gemeinschaft der Stromwirtschaft selbst, die sich mit Noteingriffen das Versagen der Vergangenheit vergolden lässt. Schließlich zeigt auch das Jahr 2017, dass viele Unternehmen – auch Tennet – ganz gut an diesem Notfall verdienen. Ein Notfall dessen Ursache und Wirkung verwechselt wird. Ein Notfall, der entsteht, da der Stromhandel ein Ergebnis hervorbringt, welches die Netze nicht umsetzen können.

Schuld haben diejenigen, die aktiv Strom handeln – und dies sind mit Sicherheit nicht die privaten Stromkunden, die letztendlich die Zeche zahlen dürfen.

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Strompreis: Ab 1.1.2018 in dynamischen Tarifen bis zu 6,792 Cent EEG sparen

Stromkosten sparen mit EEG Erstattung

Das neue Jahr bringt den Stromkunden in Deutschland nicht nur eine neue EEG-Umlage in Höhe von 6,792 Cent/KWh, sondern auch im Zuge der Digitalisierung die Möglichkeit diese bis zu 100% erstattet zu bekommen.

Energieversorger, die auf die digitale Infrastruktur der STROMDAO setzen (wie natürlich auch Stromhaltig), bekommen zum Jahreswechsel die notwendigen Prozesse, die bisherige Praxis der doppelten Abrechnung der Stromkosten für Sonnen- und Windstrom zu verhindern. Durch eine im Hintergrund durchgeführte Zählerstandsgangmessung können die tatsächlichen Erzeugungsquellen automatisiert zugeordnet werden.

Für die Stromkunden bedeutet dies ein deutlich günstigerer Arbeitspreis – für den Stromanbieter eine Flexibilisierung der Beschaffung. Stromhaltig verspricht sich mit der Einführung dieses Tarifes den Anteil von EEG-Geförderter Erzeugung von bislang 45,3% deutlich zu erhöhen.

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Negativer Börsenstrompreis und seine Begehrlichkeiten

Am Heiligabend gab es an der Pariser Strombörse mal wieder einen negativen Strompreis. Bei den sogenannten Intraday Auktionen bekamen die Käufer 1,419 Cent je Kilo-Watt-Stunde, die sie kauften. Eine verkehrte Welt, die Begehrlichkeiten auch bei uns Stromkunden weckt, die zur gleichen Zeit mehr als 20 Cent bezahlten.

Warum es gut ist, dass nicht mehr Käufer nach dem Schnäppchen gegriffen haben, soll dieser Blog-Post beschreiben. Es geht darum, wer die Prämie für das Stromverbrauchen eigentlich zahlt und wieso eine Strombörse zunächst nur ein weiteres Beispiel für Platform-Kapitalismus ist.

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