4D und die Blockchain in der Energiewirtschaft

„Dekarbonisierung, Dezentralisierung, Demokratisierung und Digitalisierung. Sie bewirken einen immer deutlicher sichtbaren Wandel. Man kann sogar von einer Machtverschiebung reden: Etablierte Energieerzeuger verlieren an Einfluss, Betreiber kleiner, dezentraler Anlagen gewinnen an Bedeutung. “ (SOPTIM -Blog)

Aus 4D wird 1D.

Die Blockchain Technologie, also nicht Bitcoin und sein hoher Stromverbrauch, hat das Zeugs, ein wichtiges Werkzeug bei der Zusammenführung der 4D zu einer gemeinsamen Richtung zu werden. Bereits implementierte Prozesse zeigen, wohin sich die Welt in den vergangenen 8 Jahren bereits entwickelt hat. Es sind aber lediglich 15% des Weges zurückgelegt…

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Wir sind Prosumer, dies ist unser Manifest

Mich als Prosumer zeichnet eines der folgenden Merkmale aus:

  • einen Anschluss an das öffentliche Stromnetz
  • oder eine Wärmepumpe, Nachtspeicherheizung
  • oder ein E-Mobil
  • oder eine PV-Anlage
  • oder ein Wasserbett
  • oder haben einen intelligenten Stromzähler
  • oder einen atypischen Verbrauch (Schichtdienst etc..)
  • oder wollen mit jedem Euro in Elektrizität ein Zeichen setzen
  • oder Stromverbrauch von mehr als 3.000 KWh/Jahr

Wird eines dieser Kriterien erfüllt, dann verstehen wir uns als Prosumer. Nicht mehr nur einfach Stromkunde am Tropf eines Versorgers, sondern wir nehmen eine Funktion und eine Rolle im Energiesystem ein.

  • selbstbestimmt
  • miteinander
  • nachhaltig

denn wir sind Prosumer – und dies ist unser Manifest

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Weiterentwicklung der Netzentgelte

Grundgebühr Strom Deutschland 2018

Am Montag dieser Woche hat die DENA das Ergebnis der Taskforce Netzentgeltsystematik vorgestellt. Im Fokus steht industrielles Verbrauchsverhalten und somit können die privaten Stromkunden keinen Profit aus den 10 erarbeiteten Maßnahmen ziehen. Sind es doch die Bürger, die über die Grundgebühr fast flächendeckend in Deutschland sehr viel für die Maßnahmen der Netzbetreiber zum Netzengpassmanagement zahlen. Von den seit einigen Jahren sinkenden Großhandelspreise haben Kleinverbraucher nichts.

Die Digitalisierung und vor allem die Blockchain-Technologie bieten bereits heute die Möglichkeit, ein Drittel der Netzentgelte einzusparen. Bei blog.stromhaltig geht man davon aus, dass ein 4-Personen-Haushalt mehr als 100€ pro Jahr entlastet würde (ohne Verzicht!).

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Der Industriestandard bei Suchmaschinen liegt bei geschätzten 0,2 Gramm CO2 pro Suchanfrage

(Quelle: Ecosia) Eine Digitalisierung kann es nur mit Elektrizität geben. Mehr Digitalisierung bedeutet allerdings nicht unbedingt, dass die Nachhaltigkeit darunter leiden muss. Leider sitzt diese Annahme aber sehr stark in unseren Köpfen verankert. Wir müssen Strom „sparen“, weil wir dadurch kleinere Klimaschädlinge sind?

blog.stromhaltig ist vor über 10 Jahren angetreten, um mehr Nachhaltigkeit beim Umgang mit Strom(nutzung) zu erzielen. Möglich ist dies, indem man Fortschritt (Digitalisierung) mit Aufklärung (Kommunikation) verbindet.

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Anlagenscharfe Bilanzierung – die kostenlose Kilowattstunde!

Der Titel mag gerade für regelmäßige Besucher von Vergleichsportalen für Stromtarife absurd klingen. Wie soll das denn funktionieren? Ein Arbeitspreis von 0 ct. pro Kilowattstunde würde den bisher bestehenden Preiskampf der klassischen Stromanbieter ja völlig ad absurdum führen, ihn überflüssig machen. Denn günstiger als 0 ct. kann der Strom nicht werden. Doch was auf den ersten Blick wie reine Spinnerei klingt lässt sich nicht nur schlüssig erklären, sondern zeigt einmal mehr den realen Nutzen der Digitalisierung in der Energiewirtschaft.

Stromtarife auf Kilowattstundenbasis

Klassischerweise beinhalten Stromtarife einen Grund- und einen Arbeitspreis. Ersterer ist verbrauchsunabhängig, d.h. er fällt auch an wenn Sie gerade im Urlaub sind und kein Strom verbraucht wird. Der Arbeitspreis wird Kilowattstundenscharf berechnet. Soweit so gut. Nun eine Frage an Sie: wissen Sie aus welchen Erzeugungsanlagen der Strom für Ihren morgendlichen Kaffee kommt? Wahrscheinlich nicht. Doch selbst wenn Sie es wüssten und diese Information sogar Ihrem Stromversorger mitteilen hätten Sie davon keinen monetären Mehrwert.

Lassen wir uns deshalb auf ein Gedankenspiel ein: nehmen wir an Sie wüssten welche Anlage Ihren Strom erzeugt und diese Anlage wiederum wüsste, dass Sie der Konsument des Stroms sind. Weiterhin ließe sich ohne großen Aufwand nachvollziehen ob Ihr Verbrauch und die Erzeugung zeitsynchron stattgefunden haben. Und nun stellen wir noch die Frage wie ein Stromversorger aus den eben getroffenen Annahmen einen Arbeitspreis von 0 ct. realisieren kann.

Anlagenscharfe Bilanzierung mit der Konsensmaschine Blockchain

Die Blockchain lässt das Gedankenspiel schon heute Wirklichkeit werden. Mit ihrer Hilfe lässt sich darstellen, dass während einer gewissen Zeitspanne Strom erzeugt und verbraucht wurden – und das Anlagenscharf.

Sowohl die Einspeisung als auch der Verbrauch des Stroms werden in der Blockchain nachgehalten – somit lässt sich auf einen Blick erkennen, ob ein Kunde gerade Strom verbraucht oder nicht. Es wird ein Konsens über die Zeitgleichheit von Erzeugung und Verbrauch geschaffen. Doch noch steht das Rätsel des kostenlosen Arbeitspreises im Rahmen.

Stromtarife im Hybridstrommarkt

Ein Eigenheimbesitzer mit seiner Solaranlage auf dem Dach kennt zumeist seinen Strombedarf recht genau. Und er kennt auch die Zeiten in welchen seine PV-Anlage Strom erzeugt. Um Geld zu sparen wird er oder sie ganz intuitiv versuchen dann möglichst viel Strom zu verbrauchen, wenn er auf der Anlage kommt. Denn hier ist der Arbeitspreis null. Alleine die Investitionskosten für die Anschaffung der Anlage müssen auf die Kilowattstunde umgelegt werden. Nach Erreichen des Returns on Investment entfällt auch diese Umlage und der Arbeitspreis ist tatsächlich null.

Was aber hat eine einzelne PV-Anlage mit dem großen Strommarkt zu tun? Nun der Hausbesitzer hat die PV Anlage gekauft – und damit quasi einen 100% Besitzschein erworben. Bei Eheleuten könnte man sich durchaus vorstellen, dass die PV-Investition geteilt wird – jeder also einen 50% Besitzschein hat. Die Einsparung welche durch den möglichst maximierten Eigenstromverbrauch und damit einen geringeren Bezug von Strom aus dem öffentlichen Stromnetz erzielt werden kann wird ebenfalls zu 50% dem Ehemann und 50% der Ehefrau zugerechnet.

Ersetzt man das Ehepaar durch Millionen von Stromkunden die Anteile an Anlagen erwerben anstatt Strom zu kaufen und das obwohl Sie weder eigene Häuser noch Platz für die Installation von PV Anlagen haben dann ist auch ein Arbeitspreis von 0 ct. pro Kilowattstunde realisierbar. Denn durch die anlagenscharfe Bilanzierung der Einspeisung und des Verbrauchs und den Besitzschein des Verbrauchers lässt sich nachweisen, dass bspw. von 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr vormittags Strom von Kunde A verbraucht und zeitgleich PV-Anlage 1 Strom erzeugt hat. Hält nun Kunde A einen Anteil so konsumiert er gerade den Strom für den er schon bezahlt hat. Es müssen also lediglich Netzentgelte, Umlagen und sonstige Gebühren gezahlt werden – der Arbeitspreis ist 0. Und das macht mich als Schwaben besondern glücklich 😉