Drei Ebenen der Blockchain für die Energiewirtschaft #digiEwende

Auch in Zukunft wird der Strom aus der Steckdose kommen, soweit ist sicher. Die Blockchain Technologie hat aber das Potential im Hintergrund etliche Dinge zu beschleunigen und dynamischer zu gestalten. Macht man allerdings etwas anders wie bisher, dann gibt es immer auch Kritik, weil es eben nicht so ist, wie man es gewohnt ist.

Die Digitalisierung der Energiewende mit Hilfe der Blockchain Technologie begleiten, ist eines der vielen Ziele, die wir bei der StromDAO verfolgen. Am erfolgsversprechendsten scheint, dass man sich die Handlungsfelder ansieht, die aktuell den Punkten Dezentralität, Partizipation und digitalisierten Marktprozessen im Wege steht.

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Bilanzierung: Mieterstrom und Wärme

Sogenannte Mieterstromprojekte erfreuen sich immer weiterer Beliebtheit. Die Idee ist einfach: Anstelle von einem konventionellen Stromanbieter den Strom zu beziehen, wird ein exklusives Angebot geschaffen, welches den Strom aus einer Erzeugungsanlage im gleichen Gebäude liefert. Zusätzlich benötige Strommengen werden zugekauft – eine Kopplung mit Wärme ist generell möglich.

Soweit die Versprechen, die sich massenweise von vielen Dienstleistern im Netz tummeln. In der Realität ist gerade die Abrechnung der Mieter zwar grundsätzlich geklärt, jedoch scheint diese Null-Leistung der einzige Mehrwert der Anbieter zu sein. Eine Leistung, die auch von einem „Unstoppable“ Smart-Contract für „Lau“ erledigt werden könnte.

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Strom ist keine Währung – PowerToken und ihre Besonderheiten in der Blockchain

Eine Währung ist ein System welches sicherstellt, dass es ein Wert-Subjekt besitzt, welches begrenzt Teilbar, weitergegeben und getauscht werden kann. Es existiert ein Mechanismus, damit das Wert-Subjekt nur einmal ausgegeben werden kann. Der Geldschein, der zwar in eine kleinere Stückelung getauscht wird, dadurch aber im nominalen Wert sich nicht verändert.

Alles sehr praktische Eigenschaften, die man auch für den Stromhandel gut gebrauchen könnte. Anstelle Bitcoin, Euro und Co. einfach Kilo-Watt-Stunden tauschen. Für eine Schweinehälfte gibt es 100 Kilo-Watt-Stunden – so funktioniert eigentlich Handel und die dahinter liegenden Tauschgeschäfte. Da man allerdings die Schweinehälfte nicht unter das Kopfkissen legen kann, verwendet man Währungen als „Zwischenhandel“.

Soweit die Theorie…

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Wenn der Toaster seinen Strom selbst bestellt…

Auf den Tag genau vor zwei Monaten war blog.stromhaltig auf einer Veranstaltung zum Thema Strommarkt und dessen Digitalisierung. Einer der Diskussionspunkte, die ein Besucher aufbrachte, war „Was ist eigentlich, wenn der Toaster seinen Strom selbst bestellt?“. Was zunächst wie eine Banalität klingt, hat seine Tücke im Detail. Ein Gerät, welches zunächst technisch wenig Aufwand hat, soll in der Lage sein in einem komplexen Gebilde wie dem Strommarkt eine Preisverhandlung zu führen, eine Strommenge zu ordern und letztendlich auch zu bezahlen. IoT – das Internet der Dinge – sollte hier die technischen Grundlagen schaffen, Blockchain Technologie, wie sie mit EDIChain kommen, bilden das Bindeglied.

Die Herausforderung – oder der Grund, warum der konventionelle Stromhandel allein bei der Fragestellung ein müdes Lächeln hervorbringt – sind die Transaktionskosten, welche der Toaster für eine Scheibe Toast zum Frühstück hervorbringen würde.  Human getriggerter Stromhandel: >50€ je Transaktion… automatisierter Handel via Robots >5€. Die Stromkosten <0,02 €. Das passt so erst einmal nicht…

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EDIFACT in der Blockchain – Marktpartner im Strommarkt ohne zentralen Registrar

Zwischen dem Stromzähler im Keller und der Stromrechnung im Briefkasten steckt ein aufwendiger ITK Prozess, welcher eher mit Postkutschen als mit einem Digitalisierungsgesetz zur Energiewende verglichen werden kann.   Der Austausch der verschiedenen Nachrichten zwischen den Marktpartnern erfolgt dabei nach einem vom BDEW entworfenen Schema, welches seinen Segen durch die Bundesnetzagentur erhalten hat.  Leider kann zwar jeder die Sprache erlernen, in der die Nachrichten verfasst werden, jedoch  bedarf es noch einer Code Nummer, die man als Netznutzer – was wir ja alle schließlich sind – auf der BDEW-Codes Seite beantragen kann.

Der Lobbyverein übernimmt damit die Funktion eines  Registrars, welcher in seiner Funktion den Marktzugang kontrolliert:

Arbeitshypothese: Wer kein Code hat, der darf nicht mitspielen…

Oder: Wie löst man eigentlich das Registrar Problem in einer Blockchain?

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