Gabriel zementriert: Kommunal => Staatswirtschaft!

Spätestens nach 20 Jahren muss von Kommunen der Betrieb des örtlichen Stromverteilnetzes neu ausgeschrieben werden.  In den letzten 10 Jahren ist bei dieser Vergabe ein zunehmender Trend zur Rekommunalisierung erkennbar gewesen. Damit könnte jetzt endgültig Schluss sein. Nutznießer der Gesetzesänderungen aus Gabriels Bundes-Wirtschaftsministerium sind einseitig große Konzerne (RWE,E.ON,…), die am Fließband die Ausschreibungen beantworten und daher  deutlich einfacher alle Formalitäten erfüllen können. Kommunale Anbieter oder sogar Stadtwerke haben hier nur wenige Chancen mitzuhalten.

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Rhein-Neckar-Zeitung im Gegenwind – Hirschberg kontra Energiewende

Eine Bürgerinitiative hat zu Werbeveranstaltung geladen, die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet, der Leser wundert sich. Detlef Ahlborn ist Referent, Zitatenschleuder und bekennender Windkraftgegner. Der Unternehmer im Sondermaschinenbau für Bäckereien ist bereits häufiger durch seine blumigen Äußerungen wie „Windenergie schafft keine Versorgungssicherheit“ (YouTube)  und der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit aufgefallen.

Da die Rhein-Neckar-Zeitung nicht gerade für eine dialektische Betrachtung im Lokalteil bekannt ist, soll in diesem Beitrag etwas Sekundärliteratur geliefert werden.

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Tag der grünen Energie – Zu Gast bei der AVR in Sinsheim

Wärme, Stromerzeugung, Stromtarif, Energieberatung und natürlich Klimadienste – mit diesen Themen beschäftigen sich sehr viele kommunale Unternehmen,  die für eine Zukunft mit der Energiewende gerüstet sein wollenl. Ein breiter Strauß von Produkten und Diensten, die definieren, was eigentlich von einem Energieversorger erwartet wird.  Anlässlich der Energiewende Tage Baden-Württemberg stellte die zum Rhein-Neckar-Kreis gehörende AVR UmweltService ihr Portfolio den etwa 500 interessierten Besuchern vor. blog.stromhaltig mischte sich unter die Besucher…

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In Ludwigshafen am Rhein geht der wenigste Strom an Privatkunden

Insgesamt wird in Ludwigshafen am Rhein etwa 6496 GWh Strom benötigt, doch lediglich 3,5% geht an die Bevölkerung

Die BASF ist einer der größten Stromverbraucher in Deutschland, dennoch vermisst man das Stammwerk am Rhein auf der Karte der EEG privilegierten Unternehmen. Grund hierfür ist nicht, dass es keine Produktion mehr gibt, sondern vielmehr, dass ein Teil des Stroms aus den eigenen Kraftwerken entnommen werden kann. Entgegen dem Weltmarktführer findet man auf der Karte die Nummer 3 der Chemiekonzerne, die ehemals auch zur BASF gehörte: Basell Polyolefine GmbH (Lyondellbasell Industries AF S.C.A. ). Styrolution GmbH das zweite Unternehmen auf der Karte ist ebenfalls eine ehemalige BASF-Tochter, die mittlerweile zur INEOS AG gehört.

Chemie prägt den Stromverbrauch von Ludwigshafen. Etwas weiter den Rhein herunter folgt Leverkusen. In der Heimat von Bayer werden immerhin 6% der benötigten elektrischen Energie durch private Haushalte nachgefragt. Platz 3 besetzt der Saalekreis, dort findet  sich dann das Deutsche Chemie Museum.

Im Schnitt über Deutschland braucht Gewerbe, Industrie und Bergbau sowie Öffentliche Einrichtungen etwa 67% des Stroms. Private Haushalte erhalten 33% des Strombedarfs.

Dezentrale Energiewende = Übertragungsnetze abschalten

Die stabilste Stromversorgung in ganz Deutschland bekommen wir hin, wenn jeder Ort (Verteilnetz) in der Lage ist sich selbst zu versorgen. Sobald elektrische Energie über weite Strecken transportiert werden muss, entstehen neue Schwierigkeiten nicht nur politisch, sondern auch physikalisch. Jeder Meter Leitung zwischen der Erzeugung und dem Verbrauch kann eine Schwachstelle sein, die zu einem partiellen Ausfall des Systems Stromnetz führt.

In der aktuellen Debatte rund um die Umstellung der Stomerzeugung, wird gerne der Netzausbau nach vorne geschoben. Bei Dialog-Energie-Zukunft finden sich gerade zwei Standpunkte zum Thema HGÜ-Ausbau: Neue Energielandschaft erfordert auch neue Netze und Kohlebedingter Netzausbau behindert Energiewende. Beide Meinungen sind richtig, doch sollte man vielleicht auch den radikalen Ansatz einmal denken: Abschalten der Übertragungsnetze.

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