Supermarkt für Journalisten-Futter

Lediglich 49 mal wurde ein Link zu einer Umfrage aufgerufen, der seit dem 16. November an verschiedene Blogs und Medien gesendet wurde. Eine dürftige Reichweite, vergleicht man dies mit gezielten Aktionen der Energieblogger  oder auch den Vernetzungen zu Meinungsmachern, Insider und Muliplikatoren, die hier bei blog.stromhaltig im Hintergrund gepflegt werden.  Art und Umfang der Fragen legen nahe, dass man die Ergebnisse nicht wirklich auswerten will, sondern einen Informationskanal etablieren möchte. Es geht nicht darum möglichst ein Bild der „Kunden“ zu bekommen, sondern (selbstverständlich ohne Eigennutz) die kostenlose Dienstleistung der Informationsquelle zu sein.  Es wird unverhüllt gefragt: „Welche weiteren journalistischen Informationsangebote wären für Sie hilfreich?“ – mit der Antwortmöglichkeit Journalisten-Workshops, Interviews und natürlich Journalistenreisen.

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Beim Thema Design des Strommarktes der Energiewende ist die Zwergenlobby des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) trotz eines Bündnis mit dem VKU sang und klanglos gescheitert. Aufatmen können die Stromkunden in Deutschland jedoch nicht, denn die Kernforderung des vorgeschlagenen „Dezentralen Leistungsmarktes“ den sogenannten Versorgungssicherheitsnachweisen (VSN) taucht nun wieder in den Ergebnissen der Delphi Energy Future Studie auf. Der Journalist und Podcaster Philp Banse berichtet und sieht die Netzneutralität beim öffentlichen Stromnetz gefährdet:

„.. dann aber meinte ein an der Studie beteiligter Unternehmensberater, auch die „Versorgungssicherheit“ an sich könnte bald Geld kosten, sprich: Wenn ich wirklich und garantiert und immer Strom haben will (so wie jetzt), muss ich zukünftig extra zahlen… „

oder in den Worten der These 48 aus der Studie:

„Im Jahr 2040 zahlt der Verbraucher für Strom eine Flatrate, die sich an seinem Durchschnittsverbrauch und seinem individuellen Bedürfnis nach Versorgungssicherheit orientiert.“

Zumindest lässt man den Verbraucher selbst bestimmen, was sein gewünschtes Niveau an Versorgungssicherheit tatsächlich ist. Beim Dezentralen Leistungsmarkt hatte man die Stromanbieter den Bedarf bestimmen lassen. Mit einer neuerlichen Nähe zum Kunden hat aber auch die neue Forderung wenig zu tun.

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Hybridstrommarkt - Ein Strommarkt für die Energiewende in Bürgerhand

„Die Energieversorgung der Zukunft soll nicht nur umweltfreundlich, sondern auch kostengünstig sein. Deshalb hat das Bundeswirtschaftsministerium 2014 die Förderung der erneuerbaren Energien grundlegend überarbeitet. Die Reformen zeigen Wirkung: Zum ersten Mal seit über zehn Jahren sind die durchschnittlichen Strompreise für deutsche Haushalte gesunken.“ (Quelle: Meldung zum 4. Monitoring Bericht der Energiewende vom BMWi)

Weiter in den zentralen Botschaften des Berichtes:

Für Industrie- und Gewerbekunden, die nicht unter Entlastungsregelungen fallen, sind die Strompreise im Jahr 2014 nahezu konstant geblieben.

Für das Jahr 2015 sollen sogar die Preise in der Grundversorgung zurück gegangen sein.

Die Zahlen im Einzelnen, die zur zentralen Botschaft führen:

Im Jahresdurchschnitt 2014 lagen sie für Haushaltskunden bei 29,52 ct/kWh. Das ist ein Prozent mehr als im Vorjahr 2013. Für das Jahr 2015 liegt der durchschnittliche Strompreis nach Schätzungen bei 29,11 ct/kWh. Das ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um etwas mehr als ein Prozent. Im Jahr 2015 lag der Strompreis für Haushaltskunden in der Grundversorgung im Durchschnitt bei 30,08 ct/ kWh. Dies sind ca. 1,4 Prozent bzw. 0,42 ct/kWh weniger als im Vorjahr 2014.

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Hildegard_Müller_2

Helau!

Am 11.11. beginnt die närrische Zeit, der Sonnenflüsterer geht lieber auf den Narrengipfel statt auf den Energiegipfel und auch im fernen Berlin kommt es zur Büdden’red der Wilden Hilde. Der Titel heute:Klimaschutz braucht klare Finanzierungszusagen„, klingt erst einmal wie ein weiterer Bettelaufruf des Zwergenverbandes BDEW, kann aber zynischer kaum sein. Frau Müller bekommt damit bereits zum Beginn der 5. Jahreszeit den Orden des Güldenen Energieblitzes verliehen.

Leider dachte zumindest ich beim ersten Lesen der Überschrift, es geht um Deutschland. Das als Klimareserve titulierte Hartz IV für Kraftwerke  (eine Wortschöpfung  die stark an das „Ministry of Love“ in 1984 erinnert) wird zum Glück im Beitrag des BDEW nicht kommentiert.

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strahlende_kanzlerin

Mit strahlendem Selbstverständnis meint die Kanzlerin zum Biblis-Gate:

„Da kann gar nicht der Bund den Hut aufhaben nach der Rechtslage.“

Spricht die CDU/CSU mit einer Stimme, dann dürfen die Verstimmungen einzelner durch die Steuerzahler bezahlt werden. Eine Politik, die uns zugut von Gabriels Klimareserven „Braunkohle Hartz IV“ bekannt ist, wo man zumindest einen Kampf Regierung gegen Wirtschaft ausmachen kann, lässt sich auch innerhalb einer Partei sehr schön vorspielen. Egal wer/wo/wie einen Fehler gemacht hat, der Bürger darf dafür zahlen, ohne dass die tatsächlichen Schuldigen zur Rechenschaft gezogen werden. Wie im Kindergarten kommentiert man bei der ARD, wobei die Kinder in der Krabbelgruppe CDU sind und die Eltern die Bürger, die dafür haften.

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