Dr. Tim Meyer - Geschäftsführer Grünstromwerk
Dr. Tim Meyer – Geschäftsführer Grünstromwerk

Hamburg, 30. Januar 2014. Die Leitthemen der EEG-Reform sind richtig gesetzt. Die Energiekosten für Verbraucher müssen gesenkt, Versorgungssicherheit muss gewährleistet werden. Die erneuerbaren Energien müssen sukzessive aus der Abhängigkeit staatlicher Subventionen geführt werden. Eine Vereinfachung des EEG ist ebenso notwendig wie eine stärkere Forcierung der Direktvermarktung. Modelle dazu gibt es längst.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Lobby.
Fossil oder Erneuerbar - Wer macht das Rennen?
Fossil oder Erneuerbar - Wer macht das Rennen?
Fossil oder Erneuerbar – Wer macht das Rennen?

Investitionen zeigen ihre Wirkungen in der Zukunft. Subventionen sind staatliche Instrumente zum Setzen von Investitionsanreizen. Nach dieser vereinfachten Definition ist die EEG-Umlage tatsächlich eine Subvention. Doch wie rentabel ist sie?

Die Deutschen zahlten 4,5 Mrd. Euro mehr Subvention für Atom/Kohle als für die Erneuerbaren.

In den Jahren 1970 bis 2012 hatte die Stromgewinnung wurden die Zukunft der Stromerzeugung aus Kohle- und Atomstrom  zementiert. Insgesamt 611 Mrd. Euro wurde in diesem Zeitraum subventioniert (entspricht 14,5 Mrd Euro jedes Jahr). Wie die Zeitung für kommunale Wirtschaft mitteilt betrug die EEG-Förderung im Jahre 2013 rund 22,9 Mrd Euro – und summieren sich für den Zeitraum 2002 bis 2014 auf 120 Mrd Euro (entspricht 10,0 Mrd Euro jedes Jahr).

Ja aber…

Weiterlesen

Mehr als 74 Mrd. € verloren...
Jetzt auf Pump! Die Geldverbrennung geht weiter…

Aus Bayern kommt nicht nur die Maut, die zu keinen Mehrkosten führt – also weniger als 25€/Jahr kosten wird, weil soviel zahle ich an KFZ-Steuer – sondern auch der neuste Kostenwälzungsvorschlag zur Stromerzeugung.

Ilse Aigner (CSU) will die Energiepolitik umkrempeln. Mit einem 72-Milliarden-Fonds will die bayerische Wirtschaftsministerin den Ökostrom-Ausbau zwischenfinanzieren und Verbraucher entlasten. Ihr Vorschlag stößt nicht bei allen auf Begeisterung. (Süddeutsche Zeitung)

Eigentlich ist die EEG-Umlage nichts anderes als die Finanzierung einer Investition auf die kommenden zwanzig Jahre gewesen. Durch etliche Reformen der vergangenen 2 Bundesregierungen wurde diese immer weiter zweckentfremdet und ist heute nicht mehr als Investitionsförderung für den Ausbau der Stromerzeugung aus Sonne und Wind erkennbar.

Ist der bayerische Vorstoß in Wirklichkeit ein Eingeständnis des Versagens der Energiepolitik der vergangenen Jahre? Wird der Verbraucher erneut instrumentalisiert, um als Sündenbock für Fehlentwicklungen zur Kasse gebeten zu werden?

Weiterlesen