Untersteller will EEG Halbierung

Per Reform möchte Baden-Württembergs Landesumweltminister Franz Untersteller eine Halbierung der EEG-Umlage realisieren und so die Nebenkosten beim Strompreis senken.  Zur Gegenfinanzierung zitieren die Stuttgarter-Nachrichten:

„Schmutzige Energie muss saubere Energie finanzieren“ oder anders ausgedrückt: Der Betrag soll auf den Verbrauch von Heizöl, Erdgas und Kraftstoffen umgelegt werden.

Eigentlich eine schöne Idee, die man im Ländle da hat, wenn da nicht ein paar Ungereimtheiten vorhanden sein würden. Wieso Heizöl und Erdgas und nicht Steinkohle und Braunkohle?

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Kontra: Greenpeace-Energy – Anti Greenwashing oder versteckte Konzernwerbung?

Greenpeace-Energy bezieht in einer aktuellen Pressemeldung ganz klar Stellung zu den geplanten Herkunftsnachweisen für EEG-Strom der EU und bezeichnet diese als Ökostrom-Greenwashing im großen Stil.

Tatsächlich?  Böses Greenwashing – oder eher die Entfernung von Diskriminierung bei der Stromerzeugung zum Wohle der Bürger und dem Gelingen der Energiewende?

Aus hiesiger Sicht versucht hier unter dem Markennamen „Greenpeace“ ein Stromkonzern eine Stimmungsmache bei den Bürgern zu erreichen, um mehr Kunden zu gewinnen. Eine als Aufklärung getarnte Stellungnahme dient einzig dem Sinn die Tarife bei den „Verbraucherportalen“ wie Verivox und Check24 attraktiver gestalten zu lassen. Diese Portale veröffentlichen Branchenmeldungen meist mit Link auf die Stromtarife, wodurch eine objektive Meldung eine kostenlose Werbung im redaktionellen Kontext darstellt.

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Zentralstelle für Strompreis #Elektromobilität

Auf den Seiten des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestags bittet ein Bürger:

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass eine zentrale Stelle eingerichtet wird, an welche die Betreiber von Ladestationen für Elektroautos regelmäßig die Tarife melden, welche an den von Ihnen betriebenen Ladestationen gelten und zugleich der bezogene Strom in kWh abzurechnen ist. Die zentrale Stelle veröffentlicht die aktuellen Tarife im Internet und stellt sie so zur Verfügung, dass sie mittels EDV verarbeitet werden können.

Zustimmung oder Ablehung? Was meinen die Leser von blog.stromhaltig?

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Zukunft Strom aus Braunkohle in Deutschland

Rückgang der Stromerzeugung aus Braunkohle in Deutschland (2002-2016)

Bei den Sondierungen in Berlin steht auch das Thema Braunkohle zur Disposition. Ein struktureller Wandel, welcher besonders die Lausitz betrifft. Wo bereits Forderungen der CDU nach einem Lausitz-Ministerium laut werden, wie die Lausitz-Nachrichten berichten.

Forderungen, die  Steuerzahler und Stromkunden in ganz Deutschland tief in die Tasche greifen lassen. Kaum ist die 1 Milliarde Noteingriffe in 2017 -(mit-)verursacht von der Stromerzeugung aus Braunkohle in der Lausitz verdaut, schon drohen neue Transferzahlungen den Bürgern.

„Wenn er von einer bezahlbareren Energieversorgung redet, dann redet er in erster Linie davon, die Braunkohle zu sichern“ ( Zitat „Die LINKE“ bei Mephisto 97,6 zu Innovationskoalition)

Ein Produkt, welches vor 10 Jahren seinen Zenit überschritten hat wird künstlich unter dem Deckmantel der Innovation und sozialen Verträglichkeit am Leben gehalten. In Berlin, an der Laustiz – für Deutschland.

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Monumentale Bracht der zentralen Versorgungsunsicherheit

Kraftwerk Schkopau bei Nacht
Kraftwerk Schkopau bei Nacht
Kraftwerk Schkopau bei Nacht

Steht man auf einem Parkplatz knapp 500 Meter vom Kraftwerk Schkopau entfernt bei Nacht, so bleibt einem fast der Atem stehen. Hoch ragen die Kühltürme in die Luft, die überschüssige Energie, die nicht als Heizwärme oder Strom benötigt werden in den Nachthimmel entlassen. Das Uniper Kraftwerk aus den Mitte 1990er Jahren erinnert an die Prachtbauten die Speer einst in Berlin plante. Kolossal, Mächtig – 450 MW in der Spitze. Das reicht zusammen mit dem benachbarten Kraftwerk  Lippendorf aus, um sieben Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen. Oder für den richtigen Wums, der von der chemischen Industrie im Umland von Halle benötigt wird.

Man könnte auf dieses Pferd setzen. Zum Beispiel am 05.09.2017 von 07:45 bis  08:45 Uhr, den da musste das Kraftwerk einen Technical Failure melden. Aus 450 MW „Zuverlässiger Stromversorgung für die Chemische Industrie“ wurden 40 MW „Zappelstrom“.

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