Strom ist keine Währung – PowerToken und ihre Besonderheiten in der Blockchain

Eine Währung ist ein System welches sicherstellt, dass es ein Wert-Subjekt besitzt, welches begrenzt Teilbar, weitergegeben und getauscht werden kann. Es existiert ein Mechanismus, damit das Wert-Subjekt nur einmal ausgegeben werden kann. Der Geldschein, der zwar in eine kleinere Stückelung getauscht wird, dadurch aber im nominalen Wert sich nicht verändert.

Alles sehr praktische Eigenschaften, die man auch für den Stromhandel gut gebrauchen könnte. Anstelle Bitcoin, Euro und Co. einfach Kilo-Watt-Stunden tauschen. Für eine Schweinehälfte gibt es 100 Kilo-Watt-Stunden – so funktioniert eigentlich Handel und die dahinter liegenden Tauschgeschäfte. Da man allerdings die Schweinehälfte nicht unter das Kopfkissen legen kann, verwendet man Währungen als „Zwischenhandel“.

Soweit die Theorie…

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Wenn der Toaster seinen Strom selbst bestellt…

Auf den Tag genau vor zwei Monaten war blog.stromhaltig auf einer Veranstaltung zum Thema Strommarkt und dessen Digitalisierung. Einer der Diskussionspunkte, die ein Besucher aufbrachte, war „Was ist eigentlich, wenn der Toaster seinen Strom selbst bestellt?“. Was zunächst wie eine Banalität klingt, hat seine Tücke im Detail. Ein Gerät, welches zunächst technisch wenig Aufwand hat, soll in der Lage sein in einem komplexen Gebilde wie dem Strommarkt eine Preisverhandlung zu führen, eine Strommenge zu ordern und letztendlich auch zu bezahlen. IoT – das Internet der Dinge – sollte hier die technischen Grundlagen schaffen, Blockchain Technologie, wie sie mit EDIChain kommen, bilden das Bindeglied.

Die Herausforderung – oder der Grund, warum der konventionelle Stromhandel allein bei der Fragestellung ein müdes Lächeln hervorbringt – sind die Transaktionskosten, welche der Toaster für eine Scheibe Toast zum Frühstück hervorbringen würde.  Human getriggerter Stromhandel: >50€ je Transaktion… automatisierter Handel via Robots >5€. Die Stromkosten <0,02 €. Das passt so erst einmal nicht…

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SolarContact-Index: Photovoltaik-Nachfrage stürzt ins Sommerloch

Hamburg, den 11.07.2016: Das Interesse an PV-Anlagen ist im zurückliegenden Juni ins Sommerloch gefallen. Mit rund 90 Punkten verharrt der Index unter seinem 12-Monats- Durchschnitt. Im Gegensatz zur PV-Nachfrage ist das Interesse am Kauf eines PV-Speichers mit 103 Indexpunkten nach wie vor überdurchschnittlich.

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Mediathek Tipp: ARTE – Die große Stromlüge

Die ARTE-Dokumentation Die Große Stromlüge erinnert daran, dass die Energiewende in Europa in ein viel größeres Projekt eingebettet ist, welches vor 20 Jahren begonnen hat. In 80 Minuten wird gezeigt, welche Auswüchse  die Liberalisierung des Strommarktes in den einzelnen Ländern zu Tage gefördert hat. Informativ und ein durchaus kritisch gegen die weit verbreitete Idee, dass man nur liberalisieren und entflächten müsste, damit ein Markt funktioniert. Ausgehend vom Vorbild der Margret Thatcher Erfahrungen wurde die Darseinsvorsorge eines Kontinent, welcher 53% seiner Energie importieren muss, mehr oder minder dem System Marktwirtschaft überlassen.

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Engpass 2015: Erstmals Offshore Windenergie sichtbar

Redispatch Hotspots 2015

Der Stromhandel könnte so schön sein, gäbe es nicht die Netze, über die verkaufte Strommengen auch  transportiert werden müssen. Kann die durch den Handel geplante Lieferung von Erzeugung zum Verbraucher nicht durch die Netze abgebildet werden, so müssen die Übertragungsnetzbetreiber einen sogenannten Redispatch (=Umverteilung) durchführen. Im Jahre 2015 wurden 1208 GWh Strom vorbei an Markt, Angebot und Nachfrage neu verteilt. Alle Einwohner von Hannover hätten damit versorgt werden können. Dieser Spaß ist nicht günstig, im Mittel kostete der Markteingriff mehr als das Doppelte vom Börsenpreis und wird hauptsächlich durch die Vollzahler-Stromkunden getragen. Auch 2015  ist der Hauptkostentreiber die Stromerzeugung der ostdeutschen Braunkohlekraftwerke, jedoch entsteht an der Ostseeküste bei Rostock gerade ein neuer „Hotspot“, welcher auf das Konto der Offshore-Stromerzeugung geht. Die Verursacher bei Braunkohle und Offshore Wind können sich dem Zuspruch des Wirtschaftsministeriums sicher sein.

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