Hedging ist EEG finanzierte Heißreserve

ThinkTank: EE-Stromtarife
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Wikipedia zu Hedging:

Der Begriff Sicherungsgeschäft, Kurssicherung oder Hedgegeschäft bezeichnet ein Finanzgeschäft zur Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in den Rohstoffpreisen. Die Person oder Unternehmung, die eine Transaktion hedgen möchte (auch Hedger genannt), geht zu diesem Zweck eine weitere Transaktion ein, die mit der zugrunde liegenden Transaktion gekoppelt ist. Dies findet gewöhnlich in der Form eines Termingeschäfts statt. Ein perfekter Hedge eliminiert jegliches systematische Risiko, ist aber in der Praxis fast unmöglich.

Man kann mit Unsicherheit Geld verdienen. Es gibt Menschen, die nehmen bei leichter Bewölkung bereits einen Regenschirm mit, wenn sie ins Freie gehen – denn es könnte ja regnen. Menschen tendieren dazu den Eintritt eines Risikos zu überschätzen. Wer Regenschirme vertreibt oder Herstellt, der freut sich, denn die 0-Risiko Gewohnheit steigert den Umsatz.

Kennt man allerdings das Risiko, so kann man es nutzen. Beim Handel mit Strom ein täglich praktizierter Ritus, der sich zum Glück noch nicht rumgesprochen hat, denn desto weniger davon wissen, desto satter die Rendite.

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Strom aus Erneuerbaren für den Export?

Zusammenhang EE-Strom und Export Überschuss - Deutschland (Daten: ENTSOe/TSOs)
Zusammenhang EE-Strom und Export Überschuss - Deutschland (Daten: ENTSOe/TSOs)
Zusammenhang EE-Strom und Export Überschuss – Deutschland (Daten: ENTSOe/TSOs)

Die Gegner der Energiewende werfen der Stromgewinnung aus Wind und Sonne gerne vor, dass es Wackelstrom sei, ins Ausland verramscht wird. Wackeln, da es eine schwankende Verfügbarkeit gibt – die gibt es allerdings auch bei fossilen Kraftwerken, mit zum Teil extremen Folgen für das Stromnetz.

Die Sache mit dem Wind und Sonnenstrom für das Ausland ist allerdings deutlich komplizierter, denn einfach ist die Frage mit Sicherheit nicht zu beantworten. Daher die Kernfrage: Drehen sich die deutschen Windmühlen für die Nachbarländer?

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Die Netzzeit – Wenn 50 Hz aus dem Takt gerät…

Verlauf der Netzzeit (Daten:netfrequenz.info / Visualisierung:blog.stromhaltig)
Verlauf der Netzzeit (Daten:netfrequenz.info / Visualisierung:blog.stromhaltig)
Verlauf der Netzzeit (Daten:netzfrequenz.info / Visualisierung:blog.stromhaltig)

Eigentlich sollte die Frequenz des Stromnetzes immer 50 Hertz betragen. Dieser Richtwert wird allerdings beim Ein- und Ausschalten eines Verbrauchers verändert, denn die Last auf den Generatoren steigt oder fällt und die eingespeiste Energiemenge muss angepasst werden.

Dank Netzfrequenz.info kann man online sehen, wie die aktuelle Frequenz des Stromnetzes ist. Der Autor des Blogs war so freundlich und  hat die Daten für den Monat Juli 2013 zur Verfügung gestellt. In einem öffentlichen Tableau kann die Netzzeit für diesen Zeitraum untersucht werden.

Beträgt der Sollwert 50 Hertz, so könnte man eine Uhr bauen, die lediglich die Wechsel der Polarisierung zählt. Geht die Frequenz nach unten, wird die Uhr nachgehen. Geht die Frequenz nach oben, so wird die Uhr schneller laufen als die reale Zeit. Man nennt dies Netzzeit. Bei Swissgrid kann man eine Momentaufnahme der Abweichung aus Netzzeit und realer Zeit bekommen.

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Auswirkungen des Stromhandels auf die Netze

Verlauf der Netzfrequenz 06.2011 bis 07.2013 - Visualisierung: Netzfrequenz.info
Versorgungssicherheit durch Handel in Gefahr?
Versorgungssicherheit durch Handel in Gefahr?

Für den Handel mit elektrischer Energie gibt es verschiedene Märkte. Durch den Stromhandel wird sichergestellt, dass die jeweiligen Stromanbieter (Kunden) jeweils soviel Strom in  einkaufen, wie ihre Abnehmer (Letztverbraucher) gerade benötigen. Die Anbieter (Verkäufer) sind die Kraftwerke und Stromerzeuger. Handel ist ein kaufmännischer Vorgang, der allerdings eine Auswirkung auf die physikalischen Eigenschaften des Netzes hat. Ein Wechsel der Anlagen die gerade Strom erzeugen sorgt dafür, dass ein Sicherungsmechanismus des Netzbetriebes kurzzeitig aus dem Takt gerät und erst wieder stabilisiert werden muss. Geregelt wird dies über die Netzfrequenz, die regelmäßig an den Stundengrenzen vom Sollwert 50Hz abweicht, wie man aus einer Analyse von Netzfrequenz.info entnehmen kann.

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