Hybridstrommarkt - Ein Strommarkt für die Energiewende in Bürgerhand

Die größte Herausforderung, die sich bei der Weiterentwicklung des Strommarktes vor genau 2 Jahren ergeben hatte, ist die Umstellung von einfachem Weiterreichen der Brennstoffkosten auf eine Vergütung, die auch ohne Brennstoffkosten möglich ist. Solarenergie und Windkraft haben keine Brennstoffkosten, sind allerdings nicht immer verfügbar. Auf der anderen Seite steht der Stromkunde, der mit seiner Stromrechnung nach Strommengen zahlt. In der Energiewende 1.0 – ab dem Jahre 2002 – wurde der Versuch unternommen die Investitionskosten der Anlagen auf die Laufzeit (Strommengen) umzubrechen. Das Ergebnis sind Konstrukte wie die EEG-Umlage.

Langfristig ist das bestehende Modell nicht tragbar und muss weiter entwickelt werden, da Investitionsanreize und Stromkosten nachhaltig einen Interessenausgleich herstellen müssen. Der Hybridstrommarkt ist ein Modell, welches zeigt, wie es funktionieren kann. Das Stromkonto hat das Potential das fehlende (technische) Werkzeug zu sein, die Prozesse abzubilden.

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Batteriespeicher und Digitalisierung ermöglichen neue Chancen für den direkten Verbrauch von Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Eine aktuelle Marktstudie von Büro F in Zusammenarbeit mit l°energy beleuchtet die aktuelle Dynamik im Bereich der dezentralen Energiewende.

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„Die Strompreise sinken und sinken – aber nur für Grosskunden.“ schreibt man bei MoneyCab für die Schweiz.

In Deutschland sieht es nicht viel besser aus, auch wenn sich das Preisniveau an der Spotbörse für die Produkte hierzulande in den letzten Monaten eher einem Trend zur Seite folgen. Beim Stromkunden kommen von Bezugspreisen von unter 4 Cent je Kilo-Wattstunde aus der Steckdose ein vergoldetes Produkt zum Preis von meist mehr als 25 Cent. Eine mit großen Tönen angekündigte Reform des Strommarktes im vergangen Jahr zeigt seine Wirkung in immer neuen Ideen, die letztendlich nur den Preis nach oben drücken – nicht aber den Stromkunden erreichen. Am 15. Oktober eröffnet die Verkündung der Umlage des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG) für das Jahr 2017 die Saison der Strompreisdiskussion.

Was ist es, was die Schere zwischen Großkundenpreis und privaten Stromkunden so weit auseinander gehen lässt?

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Eine Währung ist ein System welches sicherstellt, dass es ein Wert-Subjekt besitzt, welches begrenzt Teilbar, weitergegeben und getauscht werden kann. Es existiert ein Mechanismus, damit das Wert-Subjekt nur einmal ausgegeben werden kann. Der Geldschein, der zwar in eine kleinere Stückelung getauscht wird, dadurch aber im nominalen Wert sich nicht verändert.

Alles sehr praktische Eigenschaften, die man auch für den Stromhandel gut gebrauchen könnte. Anstelle Bitcoin, Euro und Co. einfach Kilo-Watt-Stunden tauschen. Für eine Schweinehälfte gibt es 100 Kilo-Watt-Stunden – so funktioniert eigentlich Handel und die dahinter liegenden Tauschgeschäfte. Da man allerdings die Schweinehälfte nicht unter das Kopfkissen legen kann, verwendet man Währungen als „Zwischenhandel“.

Soweit die Theorie…

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Auf den Tag genau vor zwei Monaten war blog.stromhaltig auf einer Veranstaltung zum Thema Strommarkt und dessen Digitalisierung. Einer der Diskussionspunkte, die ein Besucher aufbrachte, war „Was ist eigentlich, wenn der Toaster seinen Strom selbst bestellt?“. Was zunächst wie eine Banalität klingt, hat seine Tücke im Detail. Ein Gerät, welches zunächst technisch wenig Aufwand hat, soll in der Lage sein in einem komplexen Gebilde wie dem Strommarkt eine Preisverhandlung zu führen, eine Strommenge zu ordern und letztendlich auch zu bezahlen. IoT – das Internet der Dinge – sollte hier die technischen Grundlagen schaffen, Blockchain Technologie, wie sie mit EDIChain kommen, bilden das Bindeglied.

Die Herausforderung – oder der Grund, warum der konventionelle Stromhandel allein bei der Fragestellung ein müdes Lächeln hervorbringt – sind die Transaktionskosten, welche der Toaster für eine Scheibe Toast zum Frühstück hervorbringen würde.  Human getriggerter Stromhandel: >50€ je Transaktion… automatisierter Handel via Robots >5€. Die Stromkosten <0,02 €. Das passt so erst einmal nicht…

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