Stromnetz: Kritik an der Bewirtschaftung an vielen Stellen
Stromnetz: Kritik an der Bewirtschaftung an vielen Stellen
Stromnetz: Kritik an der Bewirtschaftung an vielen Stellen

Vor etwas mehr als einer Woche hatte blog.stromhaltig die Auswertung der Bundesnetzagentur zum Zustand der leistungsgebundenen Energieversorgung im Winter 2012/2013 noch als Geheimbericht bezeichnet, da lediglich über den Ticker der DPA eine Meldung verbreitet wurde. Der Bericht vom 20.06.2013 war auf der Agenturseite nicht abrufbar. Im Hintergrund wurde mit der BNetzA Kontakt aufgenommen und in Erfahrung gebracht, dass der Bericht im Laufe der vergangenen Woche dann auch öffentlich gemacht werden würde. Am 28.06.2013 war es dann soweit – offen bleibt die Frage, warum die Agentur diese Art der Veröffentlichung gewählt hat? Vielleicht, dass die offene Kritik in vielen Richtungen nicht zu stark durch die Medien verbreitet wird?

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Anzahl der Redispatch Maßnahmen nach Tagen
Anzahl der Redispatch Maßnahmen nach Tagen

Ein Sprecher des Chemiekonzerns BASF etwa bestätigt „vermehrte Schwankungen im öffentlichen Netz“. Die Spannungseinbrüche wirkten sich zwar nicht unmittelbar auf die großen Standorte des Unternehmens aus. Diese seien besonders gesichert. Doch es gehe um die ganze Industrie. (Quelle: Wallstreet-Journal)

Eingriffe in das Stromnetz und deren Anzahl wird gerne als Kenngröße verwendet, wenn es darum geht eine Dramatik rund um die Stromwende aufzubauen. Eigentlich sind Eingriffe etwas normales, weder gut noch schlecht. Lediglich die Wirkung der Maßnahme zeugt bringt eine Unterscheidung zwischen guter oder schlechter Netzführung.

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blindleistungIm Januar 2013 kam es zum Rückgriff auf die Kaltreserve, da bei einem Sturmtief plötzlich zu viel Strom im Netz war. Dies führte dazu,dass in Süddeutschland und in Österreich einige Kraftwerke der sogenannten Kaltreserve aktiviert werden mussten. Bei der Veröffentlichung des Beitrages im Januar blieben sehr viele Fragen offen, besonders warum man mehr Strom braucht, wenn man zuviel Strom hat. Die Antwort lautet: Blindleistung war das Problem.

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Redispatch - Ausgleichende Energie
Redispatch – Ausgleichende Energie

Ein ganz großer Vorteil von Blogs, im Gegensatz zu klassischen Medien, ist die Möglichkeit einer Nachverfolgung von Themen. Erhält man sehr viel Feedback zu einem Beitrag, dann ist  es ein Indikator für… – Unklarheit?

Heute hatte ich etliche Mails und Telefonate zum Beitrag „Redispatch – Eingriffe in die Kraftwerksfahrpläne“ geführt.  Noch immer bestehen einige Unklarheiten, allerdings auch einige weitere Erkenntnisse, die in diesem Beitrag beleuchtet werden.

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Den Strommarkt umzubauen, ist eines der größten Aufgaben der nächsten Jahre. Da der Zielmarkt bislang noch nicht definiert wurde, fällt es den unterschiedlichen Akteuren schwer sich darauf vorzubereiten. Eine Angst, bei der es nicht nur Marktanteile, sondern auch um Investitionsschutz geht.

„Das Regelungsgeflecht unseres Energiesystems ist so komplex dass man es nicht mehr durchschaut.“ (Ferdi Schüth vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim/Ruhr gegenüber der FAZ)

Merit Order ist eines der wichtigsten Markt-Mechanismen, wenn es um den Handel mit Strom geht. Der Mechanismus war schon häufiger ein Thema (s.h. auch Merit-Order)  und beschreibt eigentlich nichts anderes als die Reihenfolge in der verschiedene Kraftwerke ans Netz gehen, bei einem bestimmten Gleichgewichtspreis. Vergleichbar mit dem Orderbuch an jeder anderen Börse. Bestimmte Verkäufer kommen zum Zuge bei einem bestimmten Preis, bis die Nachfrage gedeckt ist.

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