Balance im Netz zu halten immer günstiger

Noch sind die finalen Daten für 2017 nicht vollständig vorhanden, jedoch scheint sich auch im vergangenen Jahr der Trend zu geringere Kosten im Balancing des Stromnetzes fortzusetzen. Zwar wird für die ersten 11 Monate ein negativer Saldo gemeldet, jedoch sind die gesamten Ausgaben und Einnahmen im mehrjährigen Vergleich deutlich rückläufig.

Zu jedem Zeitpunkt müssen Netzbetreiber die Einspeisung und die Entnahme aus dem Stromnetz auf gleichem Niveau halten. Im Europäischen Verbundnetz kommt dem Austausch mit den Nachbarländern hier eine wichtige Rolle zu.

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Stromnetz: Wer Notfälle verursacht, soll dafür auch zahlen. #Petition75930

28Jedes Jahr müssen sich Stromkunden über teurere Netzentgelte ärgern. Mit dem Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland treiben die Braunkohlekraftwerke mit (scheinbar) niedrigen  Stromkosten die anderen Marktteilnehmern aus dem Netz.

Historisch bedingt existieren in Deutschland aber keine Stromtrassen, um ein Überangebot von Strom aus Braunkohle zu transportieren. Die Folge sind Notmaßnahmen, welche von den Netzbetreibern durchgeführt werden müssen. Diese Notfälle kosten Geld, welche durch die Stromkunden in ganz Deutschland zu bezahlen sind.

blog.stromhaltig bittet im Mithilfe beim Erreichen des Quorum der Petition 75930 beim Deutschen Bundestag.

Letztendlich geht es darum einen schon immer existierenden wirtschaftlichen Standortnachteil von einigen wenigen Großkraftwerken nicht weiter durch die Stromkunden refinanzieren zu lassen, sondern den Betreibern aufzuerlegen.

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Sturmtief Friederike – Stress im Stromnetz

Umstürzende Bäume sind nicht nur eine Gefahr für Passanten, sie bringen auch die Betreiber des Stromnetzes an ihre Grenzen. Sobald eine Stromleitung betroffen wird, muss in den Netzleitwarten reagiert werden. Ereignisse, die an einem kleinen Punkt verursacht werden, sind plötzlich in einem größeren Gebiet spürbar.

Das Sturmtief Friederike zieht im Moment über Deutschland hinweg. Erste Auswirkungen wurden aus Stromnetzen in Nordrhein-Westfalen berichtet. Doch was verursacht eigentlich diese Aufregung in den Leitwarten? Es ist nicht die elektrische Energie aus Windkraft, sondern plötzliche Verbrauchsschwankungen, die Stress bereitet.

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Oberhausen – Schwankungen in der Spannung des Hochspannungsnetzes

In Teilen von Nord-Rhein-Westfalen kommt es aktuell zu Schwankungen in der Spannungshaltung des Hochspannungsnetz. Dies führt auch zu Schwankungen in den Verteilnetzen (Niederspannung), wie erste Kunden auf den Social-Media-Kanälen berichten.

Bestätigt sind zur Zeit Auswirkungen im Versorgungsgebiet der EVO. Das Unternehmen informiert auf seiner Webseite über den aktuellen Stand.

MPI DS: Stromhandel hat Auswirkungen auf Versorgungssicherheit – Netzfrequenz

Niedrige Netzfrequenz

In einigen Wochen ist es wieder soweit, die alljährliche EarthHour findet statt und wird nicht im Stromnetz spürbar sein. Andere Ereignisse, wie die Ausfälle von Großkraftwerken   kann man hingegen sehr wohl an der Netzfrequenz ablesen. Bereits 2014 berichtete blog.stromhaltig, dass der Takt des Stromnetzes alle 15 Minuten durch den Stromhandel durcheinander kommt.

Damals meinte der Betreiber der Strombörse EpexSpot (EEX), dass der Handel keine Auswirkungen auf die Physik (und damit auf die Versorgungssicherheit) haben darf. Mittels einer stochastischen Analyse gab es widersprechende Indikatoren, die jetzt auch vom Max-Planck-Institut bestätigt werden.

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