Woher kommt eigentlich mein Strom? Wohin liefert meine Stadt? 1

Woher kommt eigentlich mein Strom? Wohin liefert meine Stadt?

Zwei Fragen, deren Antwort sich zumindest für den Strom aus regenartiven Quellen recht einfach beantworten lässt, aber sehr viele Abhängigkeiten hat. Für viele Orte in Deutschland ist der „Import“ und „Export“ von Grünstrom auf der Seite des GrünstromIndex einsehbar. Die Werte stammen dabei von den sogenannten Dispatches, also der quellenscharfen Zuordnung von Erzeugern und Verbrauchern.

Netzeingriffe (Redispatch) im Übertragungsnetz rückläufig 2

Netzeingriffe (Redispatch) im Übertragungsnetz rückläufig

Wie die DPA heute über ihre Verteiler mitteilt, melden die Übetragungsnetzbetreiber in Deutschland einen Rückgang der Redispatch-Maßnahmen im ersten Halbjahr 2018.  Erstaunlich ist, dass nun der Schuld am Rückgang der Kosten der Netzausbau ist und nicht etwa der Rückgang der Stromerzeugung aus Braunkohle im ersten Halbjahr 2018. Stammleser kennen dieses Spiel bereits aus vorhergehenden Meldungen.

Serbien / Kosovo vermutlich Ursache für nachlaufende Uhren #Netzfrequenz 3

Serbien / Kosovo vermutlich Ursache für nachlaufende Uhren #Netzfrequenz

Verschiedene Medien hatten in den letzten Tagen berichtet, dass Uhren, welche zur Zeitmessung die Netzfrequenz von 50 Herz verwenden, nachgehen. Ursache ist, dass die Frequenz in den letzten Wochen deutlich unter 50 Herz im Mittel gewesen ist und dadurch die Uhren schlicht die Zeit falsch messen.  Betroffen sind vor allem günstige Uhrwerke, wie sie in Mikrowellen und anderen Haushaltsgeräten zu finden sind.

Sicher ist, dass die Netzfrequenz dann niedriger ist, als 50 Herz, wenn weniger Energie im Netz vorhanden ist, als eigentlich benötigt. ENTSOe, der Verbund der Netzbetreiber in Europa hat nun die Ursache verortet: Serbien/Kosovo, so die Pressemitteilung.

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Grundgebühr Strom Deutschland 2018

Weiterentwicklung der Netzentgelte

Am Montag dieser Woche hat die DENA das Ergebnis der Taskforce Netzentgeltsystematik vorgestellt. Im Fokus steht industrielles Verbrauchsverhalten und somit können die privaten Stromkunden keinen Profit aus den 10 erarbeiteten Maßnahmen ziehen. Sind es doch die Bürger, die über die Grundgebühr fast flächendeckend in Deutschland sehr viel für die Maßnahmen der Netzbetreiber zum Netzengpassmanagement zahlen. Von den seit einigen Jahren sinkenden Großhandelspreise haben Kleinverbraucher nichts.

Die Digitalisierung und vor allem die Blockchain-Technologie bieten bereits heute die Möglichkeit, ein Drittel der Netzentgelte einzusparen. Bei blog.stromhaltig geht man davon aus, dass ein 4-Personen-Haushalt mehr als 100€ pro Jahr entlastet würde (ohne Verzicht!).

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Investment-Case Stromnetz - Bereits ein Alarmsignal? 4

Investment-Case Stromnetz – Bereits ein Alarmsignal?

„Insgesamt gelten deutsche Stromnetze als attraktive Investments, da die Renditen durch die Bundesnetzagentur staatlich reguliert sind und daher als sichere Einkommensquelle gelten.“ (Zeit Online)

Mit steigenden Netzentgelten auf der Stromrechnung sind es vor allem die Stromkunden, die das Investorenglück versüßen.  Kaum Risiko und trotzdem satte Rendite, lockte den chinesischen Megakonzern bereits an. Der Turboboost wurde noch nicht gezündet, denn eine GroKo muss sich auf die Forderungen der Verbände einlassen, die in ähnliche Richtung gehen:

Deutschland muss den Netzausbau forcieren, und der Bedarf an gesicherter Leistung wird möglicherweise noch einmal deutlich steigen. (Andreas Kuhlmann, DENA)

blog.stromhaltig fragt Dich als Bürger:

Ist es nicht bereits ein Alarmsignal, dass die Stromnetz-Infrastruktur ein Investment Case ist?

Wie ist Deine Meinung?