Deutsches Atomforum nennt Pariser Klimavertrag einen Meilenstein der Kernenergie

Zugegeben, bei der Klimakonferenz in Paris ist mehr herausgekommenen als vorher befürchtet. Gerade die Politiker feiern sich nun gegenseitig, denn mit einem Konzens wie „Die Staaten sollen sich anstrengen, das zu erreichen“ darf sich jeder als Sieger fühlen. Ein Erfolg ist mit Sicherheit, dass man verstanden wird, wenn man von Dekarbonisierung spricht (auch wenn die Rechtschreibprüfung das Wort noch nicht kennt).  Wenn alle nun auf dieses Ziel schauen, dann verliert man andere Ziele aus dem Auge.

In Deutschland wurde die Energiewende lange aus dem Blickwinkel des Atomausstiegs definiert. Die neue Weltrettung auf  31 Seiten ist bei einem Punkt erstaunlich offen „Auch aus dem Netz kommt in der Zukunft zu 100 Prozent Ökostrom“ (taz) ist ein Wunschdenken, was wohl eher „100 Prozent CO2-neutraler Strom“ heißen sollte.

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Die UK-Story zum Kohleausstieg

Gerade im Fahrwasser der Weltkimakonferenz in Paris tummeln sich etliche Meldungen und Forderungen zur Zukunft der Kohleverstromung im Netz. So hat die Lobby-Gruppe Agora-Energiewende erfolgreich ihre Meinung bei Energiezukunft platzieren  können. Ein knackiges „Nur Stilllegung hilft“  deutet auf eine entschlossene Position und Kampfeswillen hin. Bereits in vorauseilendem Gehorsam – oder aus Angst vor den Polit-PR-Unternehmen wie Agora- hatte  Großbritannien einen Tag vorher die Abschaffung der Kohlekraftwerke gemeldet.

Wo ist das Kleingedruckte zu finden?

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Halbgedacht: Politik schickt mit Braunkohle-Subvention den Strommarkt zurück in die Vergangenheit

Nur wenige Wochen ist es her, als man die Betreiber von Braunkohlekraftwerke tiefer zur Kasse bitten wollte. Nach dem neusten Entwurf zum Strommarkt der Energiewende, sollen die Steuerzahler nun 1,6 Milliarden Euro an die Betreiber zahlen (Quelle Spiegel-Online). Die Bernd Müller schreibt in die Junge-Welt:

In den nächsten Jahren gehen acht Blöcke verschiedener Braunkohlekraftwerke schrittweise vom Netz. Darauf hat sich Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) am Wochenende mit den Energiekonzernen RWE, Vattenfall und Mibrag geeinigt. Die Kosten trägt der Verbraucher.

Der Strommarkt Referentenentwurf (Stand 23.10.2015) nennt auf Seite 23 (§13g) erstmals eine Liste von Kraftwerke und Zeitpunkte, zu dem diese Kraftwerke in eine sehr teure und fragwürdige Reserve überführt werden sollen. „Der Klimaschutz, für den das alles ausgedacht wurde, bleibt auf der Strecke“, schreibt der WDR in seinem Kommentar. 

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Gewinnmitnahme bei Vattenfall Kraftwerke könnte bei hartem Winter die EEG-Umlage 2016 senken

Letzte Woche war auf der Sonnenseite zu lesen, dass die Offerte von Greenpeace die Braunkohlekraftwerke von Vattenfall zu übernehmen kein PR-Gag gewesen ist. Tatsächlich könnten sich gerade für den Winter 2015/2016 einige sehr interessante Mitnahmeeffekte ergeben, wenn ein solches Geschäft schnell über die Bühne gebracht werden kann. Die Kopplung zwischen EEG-Umlage, Börsenstrompreis und Stromnachfrage machen gerade in den kommenden 6 Monaten die Braunkohlekraftwerke zu einem interessanten Investment, welches sogar das Potential hat die EEG-Umlage zu reduzieren.

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Guido van den Berg und seine Vision für mehr Braunkohle

GvdB ist MDL in NRW für SPD. Er hat die Zeichen erkannt, dass Strom aus Braunkohle nicht mehr der all-heilige Weg ist. Viel zu hohe Kosten werden von Kraftwerken verursacht, die sowohl die Stromtrassen verstopfen, als auch mit recht hoher Ausfallwahrscheinlichkeit ungeplant die Versorgungssicherheit gefährden.

Auf seinen Streifzügen setzt sich GvdB für mehr BraunK ein und gelangt mit seinen Briefen an WDR Intendant Tom Buhrow auch einmal ins Fernsehen.

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