Zukunft Strom aus Braunkohle in Deutschland

Rückgang der Stromerzeugung aus Braunkohle in Deutschland (2002-2016)

Bei den Sondierungen in Berlin steht auch das Thema Braunkohle zur Disposition. Ein struktureller Wandel, welcher besonders die Lausitz betrifft. Wo bereits Forderungen der CDU nach einem Lausitz-Ministerium laut werden, wie die Lausitz-Nachrichten berichten.

Forderungen, die  Steuerzahler und Stromkunden in ganz Deutschland tief in die Tasche greifen lassen. Kaum ist die 1 Milliarde Noteingriffe in 2017 -(mit-)verursacht von der Stromerzeugung aus Braunkohle in der Lausitz verdaut, schon drohen neue Transferzahlungen den Bürgern.

„Wenn er von einer bezahlbareren Energieversorgung redet, dann redet er in erster Linie davon, die Braunkohle zu sichern“ ( Zitat „Die LINKE“ bei Mephisto 97,6 zu Innovationskoalition)

Ein Produkt, welches vor 10 Jahren seinen Zenit überschritten hat wird künstlich unter dem Deckmantel der Innovation und sozialen Verträglichkeit am Leben gehalten. In Berlin, an der Laustiz – für Deutschland.

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Vielen Dank für den Beitrag an der Versorgungssicherheit

Es darf keinen Ausfall der Stromversorgung geben. Dafür sorgen die Netzbetreiber mit ihrem Blick auf die Versorgungssicherheit und die Stabilität des Stromnetzes. Sie befinden sich im ständigen Kampf gegen die Stromhändler, welche nur Rendite und günstige Preise im Fokus haben.

„Dreckschleuder Strom und Atomstrom sind die einzige Konstante in derzeitige Strombetrieb sie liefern kontinuierlich Strom“ (schreibt Josef Kober auf Twitter)

Aussagen wie diese sind es, die ein scheinbares Bild für die ehrenhafte Aufgabe der Kohlestromer verbreiten. Getrieben von der „Markt-Lobby“ wird verschwiegen, dass man eigentlich nur die Rendite im Sinn hat.  Vergessen wird dabei, dass jede Anlage; jedes System ausfallen kann.

Ein Blick auf den aktuellen Ist-Stand.

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Dienstwagen und die E-Mobilität

Bei einem Verbrenner ist die Welt geregelt. Das Produkt Dienstwagen ist bei den Leasing-Anbietern soweit standarisiert , dass es für die Beschaffung und Abwicklung meist keine Human-Interaktion bedarf. Soll die Unternehmensflotte auf E-Mobilität umgestellt werden, so sieht es düster aus.

„Für rund jedes vierte Unternehmen (29 Prozent) spricht der Aufwand, E-Autos in den bestehenden Fuhrpark zu intergieren, gegen die Anschaffung, etwa weil dafür zusätzliche Wartungsverträge nötig sind oder Ladestationen installiert werden müssen. “ (schrieb die BITKOM 2017)

Integration in die bestehenden Prozesse ist eine der wohl größten Herausforderungen der kommenden Jahre. Der Übergang zum lautlosen Fahren muss auch lautlos erfolgen. E-Mobilität mit Firmenwagen macht aber noch viel Lärm.

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Nachrichten, die man am 30. Jahrestag von Tschernobyl

Am 26. April 1986 ereignete sich in Block 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl eine Nuklearkatastrophe, von der man eigentlich annehmen müsste, dass die Menschheit etwas gelernt hätte. Dem scheint allerdings nicht so zu sein, wenn man zwei Meldungen des Tages aus den ARD Redaktionen liest:

  •  Neubau eines Atomreaktors in der Ukraine. Mit am Start die Baufirma Electrabel, die ihr Können im belgischen Doel und Tihage gezeigt haben. [zur Meldung]
  • Schadsoftware im AKW Grundremmingen entdeckt [zur Meldung]

Beitragsbild: By Carl Montgomery (Flickr) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Mitzeichnen: Bedarfsgerechte Hilfsfristen für Kraftwerksbetreiber

 Wer den Notruf wählt, der erwartet, dass jemand kommt. Dafür muss man im voraus Geld in die Hand nehmen, um die notwendige Sicherheit zu schaffen. Sobald der Empfänger des Notrufes ein Privatunternehmen ist, muss dieser für seine Bereitschaft entlohnt werden, dass wissen auch einige Kraftwerksbetreiber und setzen im Strommarktgesetz einen Kuhhandel durch:

Wählt das Stromnetz (die Netzbetreiber) den Notruf, weil nicht genügend elektrische Energie vorhanden ist, so werden RWE und Vattenfall zukünftig reagieren. Als Entschädigung für die Bereitstellung dieses Rettungsdienstes der Stromversorgung, erhalten sie von jeder an den Stromkunden verkauften Kilo-Watt-Stunde einen kleinen Obolus.

Leider wurde bei diesem Kuhhandel vergessen, dass es bereits Reservekraftwerke gibt, diese werden per 5-Jahresplan von den Netzbetreibern angefordert und bereits heute durch die Stromkunden bezahlt. Der heutige Rettungsdienst für das Stromnetz ist qualitativ hochwertig, mit Hilfsfristen von wenigen Minuten bis wenige Stunden. Reagieren für die höchst mögliche Versorgungssicherheit eines Industrielandes. Die jetzt neu dazukommende Sicherheitsbereitschaft sieht Elf Tage Vorlauf vor und bringt damit keinen zusätzliche Sicherheit für die Stromversorgung.

Informationsbedarf besteht…

  • … weil die Netzbetreiber überhaupt nicht wissen, wie sie die neue Reserve nutzen können/möchten.
  • … Elf Tage deutlich zu lange ist.
  • … nur wenige Stromkonzerne davon profitieren
  • … ein finanzieller Schaden für die gesamte Bevölkerung entsteht

Damit das Bundes Wirtschaftsministerium hier etwas mehr Klarheit liefert, wird um Mitzeichnung der Petition Wettbewerb/Regulierung – Verschärfung der Kriterien für die Sicherheitsbereitschaft (§ 13g Strommarktgesetz) vom 31.03.2016 gebeten .