kraftwerke_rwe

„Deshalb sind Städte entsetzt über Nullrunde“ titelt DerWesten und das Handelsblatt zitiert den Stadtwerke-Chef in Dortmund,  Guntram Pehlke, mit den Worten: „Unverschämtheit, das hätte man nicht entscheiden dürfen, ohne den Aufsichtsrat einzubinden.“.  

Butter bei den Fischen – Ein DAX30 Unternehmen passt seine Dividenden den aktuellen Sparzinsen an. Wer mehr auf dem Finanzmarkt holen will, der muss auch mehr Risiko eingehen. Unternehmen, die über 9% Eigenkapitalrendite auf Netztrassen garantiert bekommen, haben als Geschäftsziel nicht die Sanierung von Kommunen.  Dennoch wird es auch eine RWE noch in 20 Jahren geben und sie wird weiterhin ein DAX30 Unternehmen sein, ja! Wenn endlich die Kernkompetenz entdeckt wird.

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bdew

Wie bei allen Meldungen des BDEW, wird man als Otto-Normal Stromkunde erst einmal denken: „Was interessiert es mich?“. Viele Medienvertreter folgen dieser Lethargie der Kritiklosigkeit und schließen sich lieber dem bequemen Bild an: „Gebt ihnen was sie fordern, dann sind sie zufrieden…“. Tressiert darauf, dass bei den Stromkosten oder Ausfällen der BDEW einem hilft, die Ursache auch hier irgendwem anders in die Schuhe zu stecken.

In der aktuellen „Presseinformation“ nennt der gemeinnützige Zwergenverein der „Wir sind Einprozent der Stromerzeugenden Unternehmen“ – BDEW – eine Tatsache der Industrialisierung als „Notfall“. Ein differenzierungsfreier  Taschenspielertrick hilft der Elektro-Lobbygruppe im Vorzimmer des Bundes-Wirtschaftsministeriums den Bürgern und Unternehmern immer mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.

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biblis

Zugegeben, bei der Klimakonferenz in Paris ist mehr herausgekommenen als vorher befürchtet. Gerade die Politiker feiern sich nun gegenseitig, denn mit einem Konzens wie „Die Staaten sollen sich anstrengen, das zu erreichen“ darf sich jeder als Sieger fühlen. Ein Erfolg ist mit Sicherheit, dass man verstanden wird, wenn man von Dekarbonisierung spricht (auch wenn die Rechtschreibprüfung das Wort noch nicht kennt).  Wenn alle nun auf dieses Ziel schauen, dann verliert man andere Ziele aus dem Auge.

In Deutschland wurde die Energiewende lange aus dem Blickwinkel des Atomausstiegs definiert. Die neue Weltrettung auf  31 Seiten ist bei einem Punkt erstaunlich offen „Auch aus dem Netz kommt in der Zukunft zu 100 Prozent Ökostrom“ (taz) ist ein Wunschdenken, was wohl eher „100 Prozent CO2-neutraler Strom“ heißen sollte.

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Gerade im Fahrwasser der Weltkimakonferenz in Paris tummeln sich etliche Meldungen und Forderungen zur Zukunft der Kohleverstromung im Netz. So hat die Lobby-Gruppe Agora-Energiewende erfolgreich ihre Meinung bei Energiezukunft platzieren  können. Ein knackiges „Nur Stilllegung hilft“  deutet auf eine entschlossene Position und Kampfeswillen hin. Bereits in vorauseilendem Gehorsam – oder aus Angst vor den Polit-PR-Unternehmen wie Agora- hatte  Großbritannien einen Tag vorher die Abschaffung der Kohlekraftwerke gemeldet.

Wo ist das Kleingedruckte zu finden?

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halbgedacht

Nur wenige Wochen ist es her, als man die Betreiber von Braunkohlekraftwerke tiefer zur Kasse bitten wollte. Nach dem neusten Entwurf zum Strommarkt der Energiewende, sollen die Steuerzahler nun 1,6 Milliarden Euro an die Betreiber zahlen (Quelle Spiegel-Online). Die Bernd Müller schreibt in die Junge-Welt:

In den nächsten Jahren gehen acht Blöcke verschiedener Braunkohlekraftwerke schrittweise vom Netz. Darauf hat sich Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) am Wochenende mit den Energiekonzernen RWE, Vattenfall und Mibrag geeinigt. Die Kosten trägt der Verbraucher.

Der Strommarkt Referentenentwurf (Stand 23.10.2015) nennt auf Seite 23 (§13g) erstmals eine Liste von Kraftwerke und Zeitpunkte, zu dem diese Kraftwerke in eine sehr teure und fragwürdige Reserve überführt werden sollen. „Der Klimaschutz, für den das alles ausgedacht wurde, bleibt auf der Strecke“, schreibt der WDR in seinem Kommentar. 

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