eeg_mann

Mit der EEG-Umlage wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland finanziert. Soweit die Annahme.

In Kooperation mit Proteus Solutions hat blog.stromhaltig die aktuellen Zahlen des Kontos ausgewertet und in einer Infografik zusammengefasst. Es zeigt sich, dass die mit der Ausgleichsmechanismusverordnung gekommene Vermarktung des Stroms an der Börse nur wenig zur Deckung der Kosten beiträgt. Im August 2015 haben die Stromkunden mit fast 90% die Kostenlast getragen, wobei diese nur bedingt von niedrigen Börsenstrompreisen profitieren. Pro Kopf ergibt sich aktuell ein Guthaben von 30,50€ auf dem EEG-Konto.

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netzintegration

Mit neuen Rekorden bei der Photovoltaik und bei der Windkraft, ist der Sommer 2015 in Deutschland eine Erfolgsgeschichte für die Erneuerbaren. Auf Basis der Daten der ENTSOe wurde jetzt untersucht, welche Zusammenhänge zwischen den Erzeugungsarten besteht. Verdrängt Sonnenstrom die Erzeugung aus Braunkohle?

Für die Sommer Monate Juni 2015 bis August 2015 ergibt sich kein eindeutiges Bild. Viele Voraussetzungen, die als Basis des Strommarkt 2.0 verwendet wurden, können aus dem vorliegenden Datenmaterial nicht bestätigt werden oder sogar negiert. Die Frage nach Optionen für Flexibilität muss neu gestellt werden…

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Solarparks und Windräder mit vielen Mega-Watts. Ausfälle von Kraftwerken auch mit vielen Nullen. Alles Zahlen, die man sich nur schwer vorstellen kann. Selbst der Verbrauch eines privaten Haushaltes ist schwer vorstellbar. Zum Glück gibt es das Oktoberfest und seine Seite. Diese erlaubt die Einheit zu definieren (=Wiesn Äquivalent):

Auf der Theresienwiese fließt der Saft durch 43 Kilometer Kabel. Der bunte Wiesn-Trubel verbraucht rund 2,7 Millionen kWh. Damit könnten etwa 1100 Haushalte ein ganzes Jahr lang versorgt werden. Die benötigte Spitzenleistung für die gesamte Theresienwiese ist vergleichbar mit der einer Kleinstadt, die rund 21000 Einwohner hat.

2,7 Millionen kWh sind 2700 MWh.  Daraus folgern wir, 2,45 MWh (2450 KWh) Jahresverbrauch hat ein Wien‘ Besucher und ist somit wahrscheinlich ein Singlehaushalt mit Geliebte(m). Besitzt einen Röhrenfernseher und keine Kinder.

Die Spitzenleistung von 21 Tausend Einwohner lässt sich auch schön verarbeiten. Nach Standardlastprofil hat ein Haushalt zur Jahres-Spitzenzeit im Januar/Werktag 19:00 Uhr bei einem Jahresverbrauch von 2450 KWh eine Leitungsaufnahme von 650 Watt. Multipliziert mit 21.000 ergibt dies: 13,65 MW oder 0,013% eines Kernkraftwerkes…

(Beitragsbild: Gellinger @ Pixabay)

schwarmstrom

Theoretisch haben wir immer 50 Hertz im Stromnetz. Schaut man allerdings genauer auf die Netzfrequenz, so muss man feststellen, dass hinter dem Komma durchaus eine Abweichung entsteht. Tatsächlich verändert jeder Lastwechsel (Zuschalten eines Verbrauchers oder Erzeugers) eine minimale Veränderung der Netzfrequenz. So auch die meisten Schaltvorgänge im Stromnetz wie das Abfahren eines sogenannten Fahrplans der Kraftwerke. Ausgehend von den großen Stromerzeugern zu den (relativ) kleinen Verbrauchern muss verteilt werden, wobei immer die Einspeisung und die Entnahme in Balance bleiben muss.  Bei etwa 5% Netzverluste (im Schnitt) – also elektrische Energie, die zwischen der Erzeugung und dem Verbrauch verloren geht – spielt auch die reale (mittlere) Entfernung zwischen Erzeugung und Entnahme eine Rolle beim Halten der Netzbalance.

blog.stromhaltig hat nun erstmals für das europäische Verbundnetz eine Analyse der Wahrscheinlichkeiten durchgeführt, die verkürzt in diesem Beitrag dargestellt werden sollen.

Können Lastwechsel mit unsicherem Ausgang aus der Netzfrequenz abgelesen werden?

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