50 Hertz – Vorbildliche Kennzahlen für Redispatch

Ein komplexes Thema, wie Redispatches einem größeren Publikum zugänglich zu machen ist schwierig. Man kann Hintergründe in eine Story verpacken und erklären, oder man baut Kennzahlen auf. Der Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz, der für den Osten der Republik zuständig ist, erzählt mit Kennzahlen eine Geschichte rund um eine Zahl: 272 Millionen.

272 Millionen Euro weniger Redispatchkosten durch die Südwestkuppelleitung seit dem 01.01.2016

Gelungen, informativ, nachhaltig. Das Feedback von blog.stromhaltig an die Macher des Kennzahlensystems. In der Einfachheit der Daten steckt hier der Charme, auch wenn die Story nicht unbedingt den Leser in die gleiche Richtung laufen lässt, wie hier im Blog meist eingeschlagen: Mehr dezentral gelöste Probleme bringt weniger Bedarf an Netzausbau.

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PV-Nachfrage: Gute Zahlen zum Jahresausklang

solarcontact-index-oktober-2016 Hamburg, den 11.11.2016: Während der bisherige Jahresverlauf der Solar-Nachfrage in Deutschland wie erwartet auf einem niedrigen Niveau verharrte hat sich das Online-Interesse an PV-Anlagen und -Speichern deutlich erholt und entgegen den saisonalen Trend das Durchschnittsniveau der vergangenen 12 Monate wieder erreicht. Die Stromspeicher-Nachfrage hat sich im Herbst hingegen noch besser entwickelt.

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Node JS Modul ENTSOE-API für den Zugriff auf Daten des Stromnetzes

Aktuelle Daten sind das Salz in der Datensuppe einer digitalisierten Energiewende. Im April 2016 startete ENTSOe, der Verbund der Netzbetreiber in Europa eine neue API-Schnittstelle, die es interessierten Nutzern erlaubt die Daten der Transparenz Plattform mir eigenen Werkzeugen abzurufen und DataMining durchzuführen. Die bislang geltenden Beschränkungen für die API-Nutzung sind dabei recht großzügig gestaltet und bieten recht viele Freiheiten für die Erkundung des Status der Stromversorgung.

Einen noch schnelleren Zugriff auf die Daten bietet das Node JS Modul ENTSOe-AP bei dem bereits 20 Abfragetypen vorkonfiguriert sind.

Strom: Wind pustet CO2 Emission davon

Bei einem Anteil von teilweise über 50% von Strom aus Erneuerbaren Quellen, ist die von der Stromerzeugung entstandene CO2-Emission in den letzten 7 Tagen deutlich zurück gegangen. Der spezifische Strommix zeigt, dass vor allem die Steinkohlekraftwerke (7% bei 902 KG CO2/MWh) deutlich zurückgegangen ist. Die Einspeisung aus Braunkohlekraftwerke wurde jedoch fast nicht gedrosselt, wodurch auch die sogenannten Redispatches   (Eingriffe in das Stromnetz) auf gewohnt hohem Niveau sind.

Energieträger Anteil am 02.02.2016
Biomasse 7%
Solar (Photovoltaik) 0%
Wind (Onshore) 32%
Wind (Offshore) 4%
Laufwasser 6%
Pumpspeicher 2%
Steinkohle 7%
Braunkohle 17%
Erdgas 4%
Nuklear 15%

Anlagenstammdaten: Verschiedene Arten das Bundesdatenschutzgesetzes umzusetzen

Das Bundesdatenschutzgesetz ist ein recht umfangreiches Werk. Es gibt Leitlinien vor, welche Daten von Bürgern unbedingt zu schützen sind, und welche frei verfügbar sein dürfen. Vor der Verschärfung konnte man zum Beispiel für jede EEG-Anlage genau herausfinden, welche Einnahmen der Anlagenbetreiber (wahrscheinlich) zu versteuern hat. Veröffentlicht wurde im entsprechenden Register die Straße, Anlagengröße, Erzeugung, Drosselung usw… . Mittlerweile sind diese Datenbestände nicht mehr frei abrufbar. Der Übetragungsnetzbetreiber TransnetBW schreibt zum Beispiel auf seiner Seite:

Die bisherige Veröffentlichung der Stamm- und Bewegungsdaten musste zur Wahrung der Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) formal und inhaltlich angepasst werden. Hierzu war es erforderlich, die vollständigen Anlagenstamm- und Bewegungsdaten unter Angabe eines anonymisierten Anlagenschlüssels zu veröffentlichen.

Sehr löblich! Mit etwas Googeln findet man allerdings auch noch.

Wir lernen: Das Netz vergisst eben doch nicht.