Für die Versorgung der Bevölkerung in Mannheim mit elektrischer Energie ist es unerheblich, ob das Großkraftwerk Mannheim am Netz ist. Mental ist dies vielleicht anders. Nach den Stromausfällen in den letzten Tagen und dem Black-Friday vor einer Woche, sieht man diese Terminierung vielleicht etwas sensibler.

Die Betreiber haben am heutigen Sonntag folgende Einschränkungen am GKM geplant:

Betreiber Einschränkung
GKM AG Amprion 300 MW
GKM AG DBEnergie 106 MW
GKM AG TNG 449 MW

Bei allen Wartungen wird die Zeit von 0:00 Uhr am 12.07. bis 0:00 Uhr am 13.07 angegeben.

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In der vergangenen Woche hatte blog.stromhaltig bereits vom Black-Friday in Mannheim geschrieben. Leider hat sich die Serie der Stromausfälle auch über die gesamte Woche hinweg gezogen. Nach verschiedenen Augenzeugen und Presseberichten kam es immer mal wieder in einzelnen Stadtteilen zu stundenlangen Versorgungsunterbrechungen. In der Kommunikation des Netzbetreibers MVV werden mittlerweile von einer ganzen Kette von Ursachen gesprochen, die hinsichtlich der Versorgungssicherheit in Großstädten leicht Besorgnis aufkommen lässt.

Für eine echte Root-Cause-Analyse ist bislang zu wenig in die Öffentlichkeit gedrungen. Ist (fehlendes) Geld das eigentliche Problem?

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Offenbar kam es beim Steinkohlekraftwerk Berkamen am frühen SonntagVormittag um 05:56 Uhr zu einem plötzlichen Ereignis, welches zu einer ungeplanten Nichtverfürbarkeit führte. In ganz Europa konnte, bei relativ geringer Netzlast, die Schwere des Ereignisses an der Netzfrequenz an jeder Steckdose beobachtet werden.

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Über viele Stunden fühlten sich die Bewohner von Mannheim am Freitag an das Buch BLACKOUT Morgen ist es zu spät… erinnert, als nach 10:40 Uhr die ersten Lichter ausgingen, Aufzüge nicht mehr funktionierten und Krankenhäuser sprichwörtlich im Notbetrieb operieren mussten.

 „Ich finde es eine Schweinerei, dass der Strom in Neckarau das dritte Mal in dieser Woche weg ist“ (Verena Schwarz  auf der Facebook Seite des Mannheimer Morgen)

Erst in der Nacht zum Samstag konnte die Stromversorgung wieder stabilisiert werden. Soweit bislang bekannt gab es mehrere Ursachen, die von Arbeiten am Stromnetz anfangen und bis Überhitzung durch sommerliche 40 Grad im Schatten gehen.

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Nach der legendären Boxberg die Erste  und der unvergessenen Boxberg die Zweite. Freut es blog.stromhaltig ganz ungeplant die Dritte Episode bekannt zugeben. Diesmal durfte der Block R unverhofft wie das Weihnachtsfest seine Einspeisung nicht an die zahlende Kundschaft bringen. Natürlich wurden (wahrscheinlich) auch diesmal alle Lieferverträge dank (hoffentlich) profitabler Abitragegeschäfte erfüllt.

Brennstoff Braunkohle
Root Cause NA01
Gemeldet 21.06.15 21:00
Ende (geplant) 22.06.15 04:00
Reduktion 641 MW
Dauer 7 Stunden
Bilanzabweichung 4487 MWh
Archiv offen

Beim Stichwort Versorgungssicherheit gehen wir immer davon aus, dass Betreiber von Kraftwerken notleidend sind. Gerne vergessen wir, dass vielleicht auch aus wirtschaftlichen Gründen einmal ein Kraftwerk vom Netz genommen wird, ohne dass es einer Genehmigung der Bundesnetzagentur oder eines Übertragungsnetzbetreibers bedarf. Auf diese Sicherheit vertrauen wir, wenn wir von Kapazitätsmärkten sprechen. Auf diese Sicherheit verlassen wir uns, wenn wir über Kraftwerksreserven nachdenken. Vertrauen, dass wir nicht eines Tages erpressbar werden und dann vom Strom verlassen werden. Zum Glück sind alle EEG-Anlagen verpflichtet ihren Strom einzuspeisen (solange sie Förderung erhalten).