black_out

Immer wieder kommt es zu sogenannten „Ungeplanten Nichtverfügbarkeiten“ bei der Erzeugung von Strom. Am Mittwoch wurden insgesamt 18 Ereignisse mit Meldepflicht registriert, was eine zu große Anzahl ist, um der tatsächlichen Ursache auf den Grund zu gehen. Bereits in den vergangenen Monaten hatte blog.stromhaltig mit den Presseabteilungen der Betreiber versucht in Kontakt zu treten und Hintergründe zu erhalten. So hatte Vattenfall bei einem Ereignis am Kraftwerk Boxberg im Juni eine ausführliche Rückantwort geliefert. Generell kann man sagen, dass von Konzernen deutlich häufiger eine Antwort geliefert wird, als zum Beispiel von kleinen Windparkbetreibern.

Dong Energy ist mit Sicherheit kein Kleinunternehmen und schafft es innerhalb von wenigen Stunden eine ausführliche Antwort zu liefern. Grund der Anfrage war die ungeplante Nichtverfügbarkeit des Offshore-Windpars Riffgrund 1 am vergangenen Dienstag. Über die Zeit von 2 Stunden wurde in den frühen Abendstunden die Leistung ungeplant um 312 MW reduziert.

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zweistrom

Ab 25,5 Grad Wassertemperatur darf keine zusätzliche Wärme in die deutschen Flüsse eingeleitet werden. Kommt diese Schwelle zeitgleich mit niedrigen Pegelstände, so bedeutet dies die Betreiber thermischer Kraftwerke eine wetterbedingte Zwangsabschaltung. Man könnte auch von eine ungeplanten Nichtverfügbarkeit  sprechen, welche zwar im Gegensatz zu Polen nicht direkt zu einem Brown-Out führen kann, jedoch das Rollenbild einer verlässlichen Stromerzeugung umdreht.

Weil zu Spitzenlastzeiten genügend Strom aus Photovoltaik und Windkraft vorhanden ist, braucht man sich in Deutschland im Sommer keine Sorgen machen.

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Vor einigen Tagen wurde bei blog.stromhaltig ein Beitrag zur abwehrenden Haltung der Nachbarländer zu Strom Made-In-Germany veröffentlicht. Es ging vor allem um die unbeantwortete Frage, warum Deutschland eine Schuld daran haben soll, wenn Stromkunden den Strom aus Deutschland kaufen. Der Beitrag war sehr fokussiert auf  den Spot-Markt und hat den Terminmarkt ausgeblendet, aber die Grundfrage bleibt: Ist es ein Problem des Anbieters, wenn sein Produkt gekauft wird?

In der Diskussion ist auch der Hinweis auf den drohenden Brown-Out in Polen aufgekommen (Englisch/Deutsch). Starke Hitze sorgt zu Zwangsabschaltung von polnischen Kraftwerken, die Importe müssen angezogen werden, der lokale Strompreisindex POLPX notiert zeitweise bei etwa dem zehnfachen Preis des Deutsch/Österreichischen PHELIX. Jetzt ein Lieferstopp von Strom aus Deutschland – und in Polen würden die Lichter ausgehen. In der Rubrik Versorgerwechsel, greift das Fachportal T-Online einen Beitrag von Politico auf. Mit Blick auf die aktuelle Situation schon als Kriegserklärung zu verstehen, will man den Polen den Stecker ziehen.

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schwarmstrom

Inhaltlich nähert sich der Beitrag im PV-Magazin an bekannte Zeitungen mit vielen Bildern und großen Buchstaben an. Es verwundert, dass Forscher sich für einen solchen Bericht tatsächlich zur Verfügung stellen.

SmartMeter sollen Stromausfälle auslösen können. Diesen Plot kennen wir  aus dem Buch Blackout, doch die Ursache die von den Forschern aus Bremen gefunden wurde, ist nicht die Fernabschaltung (wie im Roman), sondern der intelligente Stromhandel. Also SmartMeter knipst das  Netz aus durch SmartTrading.  Oder in anderen Worten: Wenn jeder Stromkunde immer 100% passend handeln würde, dann würde die das Stromnetz kollabieren. Wer will einen großflächigen Stromausfall riskieren, nur um den nicht-privilegierten Stromkunden ein paar Cent Profit zu ermöglichen.

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muffen

Einige Betreiber von Verteilnetzen in Deutschland bekommen scheinbar in den letzten Monaten häufiger Muffensausen, denn häufiger als gewohnt fällt ein Bauteil aus, welches eigentlich lediglich eine Verbindung sein soll, wie sie tausendfach in den Stromnetzen vorkommt. Die Folge: Erdschluss, wodurch es zu einem Stromausfall kommt. Häufig fatal, denn andere Leitungen übernehmen die Versorgung der Gebiete, wodurch die Belastung auf den Kabelverbindern ansteigt und die Wahrscheinlichkeit einer Materialermüdung an den dort verwendeten Muffen erhöht.

Aus gut informierten Kreisen sind blog.stromhaltig  Informationen zutragen worden, die auf eine bestimmte Charge von Muffen eines Herstellers hindeuten, die allerdings in sehr vielen Stromnetzen verbaut wurde. Kettenreaktionen, wie die in Mannheim zu Beginn des Monats würden sich zumindest teilweise erklären lassen.

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