Vielen Dank für den Beitrag an der Versorgungssicherheit

Es darf keinen Ausfall der Stromversorgung geben. Dafür sorgen die Netzbetreiber mit ihrem Blick auf die Versorgungssicherheit und die Stabilität des Stromnetzes. Sie befinden sich im ständigen Kampf gegen die Stromhändler, welche nur Rendite und günstige Preise im Fokus haben.

„Dreckschleuder Strom und Atomstrom sind die einzige Konstante in derzeitige Strombetrieb sie liefern kontinuierlich Strom“ (schreibt Josef Kober auf Twitter)

Aussagen wie diese sind es, die ein scheinbares Bild für die ehrenhafte Aufgabe der Kohlestromer verbreiten. Getrieben von der „Markt-Lobby“ wird verschwiegen, dass man eigentlich nur die Rendite im Sinn hat.  Vergessen wird dabei, dass jede Anlage; jedes System ausfallen kann.

Ein Blick auf den aktuellen Ist-Stand.

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Riesenakku verhindert Stromausfall

Dem Deutschlandfunk war es eine Meldung wert,  wenn ein Großspeicher eines Autobauers in Australien einen Backout verhindert. Da fragt man sich schon, warum man nicht erst einmal schaut, wie so etwas in Deutschland eigentlich verhindert wird. Schnell würde man merken, dass im Land der Dichtenden und Denkenden Ingenieure  auch einiges an cleverem im Hintergrund läuft, was eben nicht so tolle Namen wie Tesla trägt.

An dieser Stelle ein Lob an die Netzbetreiber in Deutschland und mein Respekt für ihre Arbeit auch an den Feiertagen. Wir wollen in diesem Beitrag auf einen aktuellen Fall hierzulande eingehen.

Heizkraftwerk Walsum, nördlich von Duisburg. 26.12.2017 – 23:30 Uhr.

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Monumentale Bracht der zentralen Versorgungsunsicherheit

Kraftwerk Schkopau bei Nacht
Kraftwerk Schkopau bei Nacht
Kraftwerk Schkopau bei Nacht

Steht man auf einem Parkplatz knapp 500 Meter vom Kraftwerk Schkopau entfernt bei Nacht, so bleibt einem fast der Atem stehen. Hoch ragen die Kühltürme in die Luft, die überschüssige Energie, die nicht als Heizwärme oder Strom benötigt werden in den Nachthimmel entlassen. Das Uniper Kraftwerk aus den Mitte 1990er Jahren erinnert an die Prachtbauten die Speer einst in Berlin plante. Kolossal, Mächtig – 450 MW in der Spitze. Das reicht zusammen mit dem benachbarten Kraftwerk  Lippendorf aus, um sieben Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen. Oder für den richtigen Wums, der von der chemischen Industrie im Umland von Halle benötigt wird.

Man könnte auf dieses Pferd setzen. Zum Beispiel am 05.09.2017 von 07:45 bis  08:45 Uhr, den da musste das Kraftwerk einen Technical Failure melden. Aus 450 MW „Zuverlässiger Stromversorgung für die Chemische Industrie“ wurden 40 MW „Zappelstrom“.

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Alternative Fakten der IG Bergbau Chemie und Energie

Fake News, oder knapp neben der Wahrheit. Der Journalismus hat es im Moment wirklich schwer, wie man nicht nur beim Magazin ZAPP (NDR) regelmäßig sehen kann. Nicht nur Trump spielt mit der Interpretation der Faktenlage für mehr Angst beim Bürger.

C. Longin und Maximilian Plück veröffentlichen bei RP-Online  die Storyline zu „Deutsches Stromnetz schrammt am Blackout vorbei“. Zur genannten Zeit – 24. Januar 2017 –  als halb Europa damit beschäftigt ist das Stromnetz in Frankreich zu stützen (blog.stromhaltig berichtete),  nutzt man die Gunst der Stunde, um Lobbyarbeit zu leisten.  Unterstrichen wird damit die Aussage „Vorzeitiges Braunkohle-Aus ist nicht zu verkraften“, die im September 2016 über die gleichen Bediener der Tastatur ihren Weg in die Öffentlichkeit gefunden hat.

Komisch, was die Netzbetreiber für den Tag melden.

Wer sich durch Zahlen wühlen will und die eigene Story ermitteln will, der sollte mal auf der Transparenz-Plattform der Netzbetreiber schauen: https://transparency.entsoe.eu

Stromknappheit am Mittwoch in Frankreich

Am kommenden Mittwoch, den 18.01.2017, wird die Energiewirtschaft mit einem Auge nach Frankreich und mit dem anderen auf die Photovoltaik in Deutschland schauen. Wie bereits in den letzten Wochen, sorgen viele aus Sicherheitsgründen heruntergefahren Kernkraftwerke in Frankreich zu einer latenten Unterversorgung, welche den Strompreis ansteigen und dir Importe aus Deutschland maximieren lassen. Zur Mitte der Woche wird es zu deutlich niedrigeren Temperaturen ein West und Zentral-Europa kommen, wodurch  mehr Strom benötigt wird.

Die Quizfrage wird werden, wie die Bilanz in Deutschland zeitgleich aussieht. Klarer Himmel spricht für viel Sonnenstrom, jedoch könnten die Erträge durch die Niederschläge der letzten Tage noch unter den Schätzungen liegen, was das Engpass management nach Frankreich komplexer machen wird.

Am Freitag hatte man sich bereits für das Europäische Verbundnetz einen Plan für den Worstcase zurecht gelegt, wie aus Insiderkreisen bekannt wurde.