Mit zunehmender Digitalisierung der Energiewirtschaft erlangen Datendienste eine immer größere Beliebtheit. So macht auch die nächste Generation einer europäischen Dateninfrastruktur, wie sie in Gaia-X beschrieben wird, vor der Stromversorgung nicht halt. Bereits heute können Bürger, Industrieunternehmen oder öffentliche Einrichtungen vernetzte Dateninfrastrukturen nutzen, die den höchsten Ansprüchen an digitale Souveränität genügen und Innovationen fördern. In einem offenen und transparenten digitalen Ökosystem werden Daten und Dienste verfügbar gemacht, zusammengeführt, vertrauensvoll geteilt und genutzt.

Platz 1: Erzeugungsvorhersage für Photovoltaik

Beim API Marktplatz RapidAPI wird eine Vorhersage der Stromerzeugung für Photovoltaikanlagen angeboten. Das Besondere an dieser API ist, dass sie ohne eigene Messung auskommt und lediglich ein paar technische Angaben zur Erzeugungsanlage benötigt. Die Ergebnisse lassen sich in einer Smart-Home-Steuerrung oder im Rahmen von Energie-Management-Systemen unkompliziert nutzen. Die Erzeugungsprognose ist in ihrer Basisvariante kostenlos und unterscheidet sich lediglich in der Anzahl der möglichen Zugriffe von der kostenpflichtigen Variante.

Platz 2: Corrently GrünstromIndex

Schauen wir uns die Stromerzeugung an; da gibt es gute, grüne, erneuerbare Erzeugung aus Sonne, Wind, Wasser und auch Biomasse. Aber eben auch konventionelle, fossile Energie wie Kohle, Gas, Erdöl und Atom.

Mit einem Wechsel zu Ökostrom ist der Anbieter verpflichtet, den Jahresverbrauch in Erneuerbaren zu erzeugen. Somit also schon einmal das Gute, denn je mehr Menschen zu Ökostrom wechseln, umso mehr Energie muss durch Erneuerbare erzeugt werden.

Im Stromnetz fließt dann alles zusammen und wird an die Infrastruktur, das Gewerbe und private Haushalte verteilt. Dann kommt der Strommix aus unserer Steckdose. Strom wählt physikalisch immer den Weg des geringsten Widerstands, sodass immer versucht wird, dass Erzeugung und Verbrauch nah beieinander liegen.

Daher ist Dein Stromverbrauch – trotz Ökostromtarif – nicht 100% Ökostrom, denn dafür müsstest Du quasi auf Deinem Dach die Solaranlage, in Deinem Garten ein Windrad und vor Deiner Tür ein Wasserkraftwerk haben. Aber da das Wetter und die lokalen Gegebenheiten an Erneuerbaren Energieanlagen von Ort zu Ort unterschiedlich sind, ist der Strommix auch immer anders. Und an Deinem Ort ja auch von Tag zu Tag und Stunde zu Stunde.

Eine API-Dokumentation findet sich unter: https://corrently.io/books/grunstromindex

Platz 3: Regionaler Strompreis

Die regionale Strompreisprognose wird als REST-API angeboten und liefert in 15-minütiger Auflösung den Energiepreis eines beliebigen Ortes in Deutschland. Als Datenbasis dient das Angebot und die Nachfrage nach Strom, welche in unmittelbarer Nähe zum Ort vorhanden ist, sowie die Ergebnisse der Stromhandelsgeschäfte. Berücksichtigt werden vorhandene Übertragungsengpässe der Stromnetze, sowie topografische Unterschiede des Netzes. Zur Erstellung der Prognose kommt unter anderem der vorher genannte AI basierte GrünstromIndex zum Einsatz. Die eigentliche Kostenermittlung nutzt die Technik der sogenannten Price Coupling of Regions, welches auch im europäischen Verbundnetz zur effizienten Marktkopplung zwischen den Ländern genutzt wird.

Platz 4: Electricity Carbon Footprint Germany

Je nach Tageszeit und Wetter schwankt die Treibhausgasemission der Stromerzeugung. Über den API-Hub Rapid-API wird eine Schnittstelle angeboten, welche nicht nur die aktuellen Daten, sondern auch historische Daten zum Abruf anbietet.

Folgende Grafik wurde zum Beispiel mit dieser API erstellt:

CO2 Emission je Kilo-Watt-Stunde in Deutschland

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