Kürzlich wurde bekannt gegeben, dass die EU-Kommission Investitionen in Atomkraft als klimafreundlich einstufen will. Da schütteln wir bei der STROMDAO GmbH nur den Kopf.
Tatsächlich entsteht durch die Stromerzeugung aus Kernenergie kaum CO2, dafür gibt es aber ein viel größeres Problem: die radioaktive Strahlung des Atommülls und die Gefahr von Nuklearkatastrophen wie in Tschernobyl und Fukushima. Radioaktive Strahlung ist extrem gefährlich für den Menschen und die Umwelt. Hinzu kommt, dass der radioaktive Abfall der Kernenergieerzeugung noch 200.000 Jahre strahlt, bis er auf das Niveau von Natururan abgesunken ist. Eine unvorstellbar lange Zeit.
Fakt ist, dass wir weniger Kohlenstoffdioxid emittieren müssen, um den Gefahren der emissionsbedingen Klimaerwärmung zu entgehen. Sollten wir dafür aber wirklich die Gefahr von Kernkraft in Kauf nehmen?
Weltweit macht Atomkraft ca. 11% der Stromproduktion aus. Die entsprechenden Reaktoren sind in die Jahre gekommen, teilweise sanierungsbedürftig und im Schnitt über 30 Jahre alt. Für Kernkraftwerke gilt eine geschätzte Lebensdauer von 40 Jahren. Hinzu kommen zahlreiche Störfälle in den letzten Jahrzehnten. Wäre das nicht der perfekte Zeitpunkt für einen globalen Wandeln zu Gunsten der Energiewende?
Deutschland geht mit gutem Beispiel voran und steigt in diesem Jahr aus der Atomenergie aus. Spätestens am 31. Dezember 2022 werden die letzten Atomkraftwerke heruntergefahren. Anders sieht es in unseren Nachbarländern aus. Frankreich plant zum Beispiel den Ausbau von Kernkraftwerken und sieht in Kernenergie den Klimaretter schlechthin. Ohne private Investoren können die meisten Länder den Ausbau der Kernenergie gar nicht stemmen. Viele Anleger wollen jedoch nur in langfristige und nachhaltige Projekte finanzieren. Die Kapitalbeschaffung für den Ausbau der Atomkraft würde also erleichtert werden, wenn Atomstrom in der Taxonomie-Verordnung als nachhaltig eingestuft wird. Daher kommt überhaupt die Idee, der Atomenergie einen grünen Anstrich zu verpassen.
Unserer Meinung nach gibt es bessere Alternativen für die Investition in Nachhaltigkeit: Strom aus Wind und Sonne. Jeder Euro der in den Ausbau und die Erhaltung von Atomkraft fließt, fehlt jedoch zum Ausbau der erneuerbaren Energie und echtem Ökostrom.
Die STROMDAO GmbH hat das OK-Power-Plus Ökostromsiegel erhalten, weil nachweislich kein Atomstrom eingesetzt wird und auch keine Beteiligung an Unternehmen besteht, die mit der Atomindustrie verbandelt sind. Das wird auch so bleiben!
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