Ökostrom und SmartMeter ohne Aufpreis dazu. Warum?

Im August haben wir bei Corrently eine Aktion für maximal 10.000 Kunden gestartet, bei der Stromkunden quasi gratis einen SmartMeter (intelligenten Stromzähler) erhalten. Die große Frage ist, warum?

SmartMeter gelten als teuer, sie würden nichts bringen und als Zwang. Genau diese Ansichten wollen wir mit Corrently ändern und zeigen, dass es auch anders geht. Im ganz normalen Strompreis sind die Kosten für die Hardware und sogar die Einrichtungskosten (ca 130€) enthalten. Der unmittelbare Vorteil für die Kunden ist, dass sie im Sekundentakt sehen können, welchen Verbrauch sie haben und so zum Beispiel Stromfresser schnell identifizieren können.

Fakt ist, dass wir als Stromanbieter nichts an den Strompreisen verdienen. Wir machen heute unser Geschäft zum einen mit der Prognose von Erzeugung und Verbrauch – und besonders beide Teil in Balance zu bringen.

„Daten sind das neue Gold“

wird Jeff Bezos (Amazon) in den Mund gelegt

Der Roll-Out der Smart-Meter ist in vollem Gange und schon treibt die TAF-14 und der Aufbau von Mehrwertdiensten der Branche den Angstschweiß auf die Stirn. Mehr Wert mit einem Produkt, welches so einfach ist wie Strom rund um die Uhr zu liefern?

Tatsächlich gibt es Mehrwerte, jedoch sind diese nicht direkt.

Fangen wir bei den Erzeugern an, dort wird es immer wichtiger ein Produkt vorzuhalten, welches einen Bedarf befriedigt. Desto besser der Bedarf ermittelt und verstanden wird, desto geringer können Investitionen ausfallen. Dies bedeutet nichts weniger, als dass wir zukünftig nicht mehr jeden freien Punkt mit einem Windrad oder Photovoltaik überziehen müssen, sondern bedarfsgerecht für einen bestimmten Nutzen bauen werden.

Den Stromkunden interessiert höchstwahrscheinlich relativ wenig, ob die Investoren sparen können. Was ihn aber interessiert ist, ob er einen zusätzlichen Wert hat – und das könnte tatsächlich geschehen, wenn Elektrogeräte inklusive ihrem Strombedarf verkauft – oder sogar nur vermietet werden. Der Kühlschrank, der seinen Strom selbst bezahlt ist keine Utopie mehr, sondern gelebte Praxis in einigen Supermärkten mit den Eistruhen der Hersteller. Der Firmenwagen, der eben auch zu Hause geladen werden kann und mit dem Arbeitgeber abgerechnet wird, ist längst selbstverständlich. Zwei Beispiele für Mehrwertdienste, die auf Basis der TAF-14 entstanden sind.

Jetzt gibt es zwei Wege, wie es weitergehen wird:

  1. man verweigert sich dem Wechsel auf intelligente Stromzähler und wartet, bis es einen Zwang gibt. In diesem Fall wird man wahrscheinlich die Kosten schlucken müssen, die zu diesem Zeitpunkt anfallen
  2. oder man wird vor der Masse der Kunden aktiv und steigt gleich um. Genau das wollen wir mit der August-Aktion erreichen.

Das Limit von 10.000 Zählern in dieser Aktion hat übrigens einen wichtigen Grund. Dies dürfte in etwa unsere operative Leistungsgrenze sein, da wir mit unserem Team immer einen guten Kundenservice bieten wollen und individuell auf anfallende Probleme und Fragen eingehen wollen.

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