Thorsten Zoerner

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Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. (Artikel 2 – Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland)

Mit der in dieser Woche veröffentlichten CoronaWarnApp gibt es ein Werkzeug, welches zumindest in Sachen Covid-19 Pandemie jedem Bürger hilft seine eigene körperliche Unversehrtheit zu schützen und dabei die eigene Freiheit nicht zu verletzten.

Wie nützlich dieses Werkzeug jedoch für jeden einzeln und die Gesellschaft ist, hängt aber von der Verbreitung der App und der Akzeptanz ab. Ein guter Schutz, der nur funktioniert, wenn die Bedenken jetzt schnell ausgeräumt werden können.

Ich meine es war Prof. Dr. Reinhard Merkel, den ich vor einigen Wochen in einem Radio Interview gehört habe, der die Herausforderung, um die es bei Corona geht, in Worten beschrieben hat, die zumindest bei mir angekommen sind:

Eine Gesellschaft zerbricht, wenn Ärzte eine Triage in großem Umfang vornehmen müssen.

Frei nach Prof. Dr. Merkel

In anderen Worten: Bürgerliches Leben – in dem Rechte und Gesetze gelten, wie wir sie kennen – ist in Gefahr, wenn eine Entscheidung, welchem Mensch geholfen wird und wer keine über-lebenswichtige Hilfe bekommt, vorgenommen werden muss (hier durch Ärzte).

Direkt nach der Veröffentlichung der CoronaWarnApp bringt diese App keinen zusätzlichen Schutz, da jedes installierte Version erst seine eigenen Daten benötigt und aufbauen muss. Anders ausgedrückt, bei geringer Verbreitung ist der Nutzen gering und sorgt damit zu einer verständlichen Schwachstelle. Eine Schwachstelle, die zeitgleich auf die größte Aufmerksamkeit in den Medien, Talk-Runden und allgemein Diskussionen, stößt.

Aufmerksamkeit auf ein Thema ist immer gut! Aufmerksamkeit bedeutet aber unweigerlich auch, dass jeder sich zum Thema (hier CoronaWarnApp) eine Meinung bildet. Eine Meinung, die bewusst oder unbewusst eingenommen wird und bei jedem einzelnen dafür sorgt den Zeitpunkt der Installation nach vorne zu verlagern – oder doch lieber erst einmal abzuwarten. Ein Abwarten, welches vereinfacht in Aussagen münden kann wie „Ich warte erst einmal ab, bis viele die App nutzen“. Jeder der Abwartenden (die zur Installation überzeugt werden können), verringert jedoch den Nutzen für die Gesellschaft.

Die so gern eingenommene Haltung: „Ich warte erst mal“ , wird zum Schaden, der von der Gruppe der Early-Birds in diesem speziellen Fall nicht ausgeglichen werden kann.

Den Erfolg einer App baut man normal organisch auf, indem man zunächst die Early-Birds identifiziert und von dieser Gruppe Meinungen abholt. Etwas übertrieben gesagt, installieren Early-Birds ohnehin alles, was neu ist. Es ist eine Gruppe, die im Zweifel einige Bedenken zunächst auf die Seite schieben (ohne sie zu ignorieren) und dem Neuen eine Chance einräumen. Erst danach kommt die Masse – wobei danach durchaus einige Monate/Jahre sein kann. Dies war bei WhatsApp genauso wie bei Tinder oder der Sparkassen-App.

Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben.

Der Philisoph Epiktet

Für die CoronaWarnApp ist jetzt die Zeit der Meinungen, ohne dass sie bereits eine Chance hat die Dinge zum positiven zu beeinflussen.

#CoronaAppHelfer

  • die Bedenken schnell klären
  • Installationszahl möglichst hoch bringen
  • den Schutz der Gesellschaft verbessern
  • eigenes Risiko minimieren

Bereits in der Entwicklungsphase gab es etliche Bedenken, die auch ich geteilt habe. Ein zentraler Ansatz, wie er zum Beispiel in Frankreich genutzt wird, ist für mich ein NoGo. Dank Personen wie Frank Thelen ist meine Meinung von guten Apps „Made In Germany“ auch eher von Skepsis geprägt.

Aber das Ding ist gut geworden!

Die CoronaWarnApp ist gut geworden, gerade wegen der Bedenken von CCC und anderen. Gerade wegen der öffentlichen Diskussion – und auch wegen der dadurch entstandenen Verspätung bei der Fertigstellung.

Etliche Apps von anderen Ländern habe ich mir angesehen, welche ganz andere Ansätze gemacht haben. Schmunzeln musste ich, als ich die Bundeswehr Soldaten im Gänsemarsch das erste mal gesehen habe (s.h. Youtube).

Aber die App ist gut geworden und zeigt, warum in Deutschland das Auto erfunden wurde. (Ja, wir können es noch!)

Jetzt aber ich!

Alle, die mit mir Kontakt haben (auf Distanz), erkläre ich gerne, weshalb ich zum Entschluss gekommen bin die App mir zu installieren. Ich möchte die Bedenken schnell klären helfen und mach mich daher ganz bewusst ansprechbar.

Es würde mich freuen, wenn sich noch einige dem Aufruf zu Corona App Helfern anschließen würden. Jeder nach seinen Möglichkeiten…

Würde Weihnachten sein, dann würde ich mich freuen, wenn eine Blogparade entstehen würde, der Hashtag bei Twitter und Co. trenden würde, einige Influenzer sich anschließen, usw… usw…

Denn, eins ist mir sehr klar, die Marketingaktion zur Verbreitung der App wird größer und größer, je schlechter es innerhalb der Bevölkerung gelingt die Bedenken vor der Installation schnell auszuräumen. Die Marketingaktion wird durch Steuern bezahlt, und ich will so wenig wie nötig Steuern zahlen 🙂

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