EEG Anlagen nach dem Auslaufen der Vergütung 1

EEG Anlagen nach dem Auslaufen der Vergütung

Für die ersten Fotovoltaik und Windkraftanlagen läuft quasi morgen bereits die 20-jährige Einspeisegarantie aus. Die einzige Einnahmequelle der Eigentümer und Betreiber bricht weg und damit sind gerade die Pioniere und Vordenker diejenigen, die sich als Erste schutzlos den Elektroschrottanschuldigungen aussetzen müssten. Soll das die Lösung sein?

Ein Blick in die Anfänge der Energiewende

Zum Beginn des Erneuerbaren Energiegesetzes – und damit dem was wir heute als Energiewende bezeichnen – gab es einen sehr reinen Einspeisetarif, der von der Community der gesamten Stromkunden bezahlt wurde. Die sehr hohen Anschaffungskosten für die Anlagen wurden mit sehr hohen Vergütungen kompensiert. Dies führte zwar in den Jahren 2005-2008 zu einem regelrechten Renditeboom – war aber für den Ausbau selbst sehr effizient.

Nach 2012 entfernte sich das EEG zunehmend von seiner Reinheit, was zumindest unter dem Hinblick der dann signifikanten Erzeugungsmenge in den Grundzügen berechtigt gewesen ist. Leider ist damit auch die Fixierung auf den Börsenstrompreis und die Preisbildung über Handel entstanden.

Lösungsansatz mit Corrently und dem GrünstromIndex

In den Corrently Stromprodukten wird bereits heute gezeigt, in welchen Anlagen der Strom für die Stromnutzer zu einem bestimmten Zeitpunkt stammt. Sehr übersichtlich kann man dies in den Karten des GrünstromIndex ablesen (vergl. Blog Beitrag hierzu).

Bislang wird der GrünstromIndex immer über alle EEG Anlagen erstellt, jedoch nur, weil zum Beispiel das Marktstammdatenregister (vergl. hier) für die Bestimmung der Anlagen verwendet wurde. Kein Problem ist es einen dedizierten Index für eine Anzahl von bestimmten Anlagen aufzubauen. Doch was bringt ein solcher Unterindex des GrünstromIndex?

Man geht vom Stromkunden aus, der als Einziger überhaupt einen Bedarf haben kann. Mit dem GrünstromIndex (oder Unterindex) geben wir im Corrently-Ökosystem einen Nachweis über die bezogene Strommenge aus diesen Anlagen – und der restlich bezogenen Strommenge.

Strommix für den Stromkunden

73% aus Anlagen im GrünstromIndex
27% aus anderer Ökostromerzeugung

Dieser Nachweise kann aktuell für jede Stunde, Tag, Monat, Jahr erstellt werden Dank der Blockchain Technologie, die in der Energiewirtschaft zum Glück mittlerweile etabliert ist und im Bereich der Nachweisführung als Werkzeug durchgesetzt hat.

9 Cent je Kilo-Watt-Stunde Geschäftsmodell (ohne EEG)

Die STROMDAO setzt aktuell mit regionalen Versorgern folgende Kalkulation um je Kilo-Watt-Stunde:

  • 4,5 Cent sind die reinen Energiekosten
  • 2,0 Cent ist die freie Marge
  • 2,0 Cent ist der GrünstromBonus (*)
  • 0,5 Cent ist ein regionaler Zuschuss/Förderung

Für einen Stromkunden in einem entsprechenden Tarif bedeutet dies, dass er auch weiterhin für jede Kilo-Watt-Stunde Strom zum Beispiel 25 Cent bezahlt. Sicher sein kann er allerdings, dass der Erzeuger im GrünstromIndex mit 9 Cent je Kilo-Watt-Stunde vergütet wird. Dies entspricht zwar bei weitem nicht den 54 Cent der letzten 20 Jahre, ist aber dennoch lukrativer als der Abbau der Anlage.

Pionier Bauer Franz

Franz hat bereits im Jahre 2000 seine PV-Anlage auf den Stall gehämmert. Heute würde man mit seiner Anlage etwa 200 Kilowatt-Peak (KWp) erzeugen können durch ein sogenanntes Re-Powering, mit seiner Anlage sind es allerdings bisher lediglich 80 KWp, was zu einer Jahreserzeugung von durchschnittlich 78.000 kWh Strom führt(e), die vollständig eingespeist wird.

Mit einer direkten Nutzung des Stroms vom Dach und einem Speicher kann er 40.000 kWh selbst nutzen und erspart sich die Bezugskosten für Strom. Die restlichen 38.000 kWh speist er für Stromkunden mit einem Corrently-Stromtarif ein und erhält 9 Cent je Kilo-Watt-Stunde.

Corrently und der GrünstromIndex

Für die einen ist Corrently nur ein Stromtarif – für die anderen ein Einspeisetarif. Aus Sicht von uns ist es allerdings ein komplettes Ökosystem, welches alle Stufen der Wertschöpfungskette der Energiewirtschaft (Strom) berührt.

Die wichtigste Eigenschaften

  • Bildung eines Pools aus Erzeugern (Community Source)
  • Bildung eines Pools aus Nutzern (Community Target)
  • Verknüpfung des GrünstromIndex als StatusQuo Ermittler
  • Nutzung der Blockchain Technologie zur Nachweisführung

Diesen Beitrag offline lesen
Inhalt nicht verfügbar.
Bitte erlauben Sie Cookies, indem Sie auf Übernehmen Sie auf das Banner
Noch keine Stimmen.
Bitte warten...
Inhalt nicht verfügbar.
Bitte erlauben Sie Cookies, indem Sie auf Übernehmen Sie auf das Banner