Börsenstrompreise sind Klimakiller 1

Börsenstrompreise sind Klimakiller

Gerade musste ich beim Klimareporter die nette Verquickung von Börsenstrom und Ökostrom lesen. Vielleicht hätte man sich über den Börsenhandel etwas näher informieren sollen… Denn den Preis machen immer die Konventionellen Kraftwerke – in zunehmendem Maße die Braunkohlekraftwerke, die mit ihrer CO2-Bilanz alles andere als „öko“ sind.

Wie funktioniert der Börsenhandel mit Strom?

Viele Erzeuger stellen ihre geplanten Erzeugungsmengen ein und geben einen Preis an. Nun wird geschaut, welche Nachfrage vorhanden ist. Beginnend vom günstigsten Angebot wird dann die Nachfrage den Erzeugungsangeboten zugeordnet. Der Preis, der am Ende bezahlt wird, wird vom teuersten Anbieter bestimmt, der notwendig gewesen ist um die Nachfrage zu befriedigen.

Wie wird Ökostrom gehandelt?

Ökostrom – oder zumindest EEG-Strom – wird immer versucht vollständig zu verkaufen. Der Trader, der dieses Angebot einstellt muss verkaufen und hat nicht die Option einen Teil des Stroms „unverkauft“ zu lassen.

Nur zu sehr wenigen Zeiten ist dieses Angebot so hoch, dass die Nachfrage vollständig befriedigt werden kann. Der günstigste konventionelle Strom stammt aus Braunkohle, weshalb dieses Angebot die restliche Nachfrage bestimmt. Der Preis wird etwas unter den Steinkohlekraftwerken liegen und deutlich unter dem der Gaskraftwerke.

Wo liegt der Klimaschaden?

Dressiert man Verbraucher entlang von Börsenstrompreisen, werden diese dann den Strom nutzen, wenn er möglichst günstig ist. Also eher zu Zeiten, bei denen die Erzeugung aus Braunkohlekraftwerken oder Steinkohlekraftwerken stammt.

Zu Zeiten, bei denen die Gaskraftwerke – mit einer deutlich besseren Klimabilanz – zum Zuge kommen, werden die privaten Stromkunden, die auf „Hauptsache Billig“ abgerichtet wurden ihre Nachfrage möglichst gering halten.

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