Im Rahmen eines Petitions-Verfahrens wurde die Regulierung in Deutschland gefragt, ob die Kosten für sogenannte Re-Dispatch-Maßnahmen nicht den Verursachern zugeordnet werden könne. Der wirtschaftliche Hintegrund waren die über 500 Millionen Euro, die Stormkunden jedes Jahr hierfür aufbringen müssen und die mit einem lokalen Wirtschaftskreislauf, welcher zum Beispiel bei Corrently oder Anreizsystem wie dem GrünstromIndex vorhanden ist, in Teilen aufgelöst werden kann.

Wie der Ausschuss feststellt, nimmt Deutschland am europäischen Stromgroßhandel teil. Die
Auslastung des deutschen Übertragungsnetzes wird daher durch eine Vielzahl von Erzeugungs­anlagen und Verbrauchern in Deutschland und den Nachbarstaaten beeinflusst. Entgegen der vom Petenten vertretenen Auffassung lassen sich Netzengpässe im vermaschten deutschen und europäischen Übertragungsnetz nicht auf einzelne Erzeugungsanlagen oder Stromverbraucher zu­ rückführen. Es ist daher nicht möglich, die Kosten für Redispatch bestimmten Verursachern in Rechnung zu stellen.

Petititionsauschuss des Deutschen Bundestages im März 2019

Eine interessante Wendung für die Argumentation, dabei gibt es doch die sogenannten Price-Coupling-Regions, die an beim europäischen Stromgroßhandel, genau diese „Überauslaustungen“ verhindern sollen.

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Veröffentlicht von Thorsten Zoerner

Seit dem Jahr 2007 beschäftige ich mich mit den Themen Stromnetz und Strommarkt. Parallel dazu entstand ein Blog, um Informationen zu den jeweiligen Themen bereitzustellen. Er ist unter blog.stromhaltig.de zu finden. Über das Thema Energiewirtschaft habe ich bislang drei Bücher veröffentlicht. In meinem 2014 erschienenen Buch zum Hybridstrommarkt beschreibe ich ein Marktdesign, das in Deutschland in das Gesetzespaket Strommarkt 2.0 aufgenommen wurde. Hierbei werden zwei Technologien des Strombezugs vereint: der Hausanschluss mit Bezug bei einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Bezug von erneuerbaren Energien. Die wirtschaftlichen Vorteile für ein solches Marktdesign sind erwiesen. Auch die Digitalisierung beeinflusst die Energiewirtschaft von morgen. Daher habe ich mich intensiv mit dem Thema Blockchain Technologie befasst. Blockchain ist eine Technologie, die den Austausch und die Dokumentation von Daten vereinfachen kann. Daher kann diese Technologie mithilfe der digitalen Möglichkeiten das heutige Energiesystem revolutionieren. Denn damit ist eine automatische Abgleichung von Energieerzeugung und Energieverbrauch möglich. Um zukünftige Herausforderungen und Chancen mitgestalten zu können, habe ich 2017 die Firma STROMDAO gegründet. Dort bin ich Geschäftsführer und möchte dafür sorgen, dass mithilfe der Blockchain Technologie und dem Hybridstrommarkt eine digitale Infrastruktur für die Energiewirtschaft der Zukunft aufgebaut wird. Der STROMDAO Mechanismus zur Konsensfindung für den Energiemarkt unterstützt dabei die Marktkommunikation aller beteiligten Akteure.

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