Gerade in den Wintermonaten steigt der Stromverbrauch an, da ein Teil des Stroms für Heizungen benötigt wird. Kohle war einst das Mittel der Wahl, um nicht nur im heimischen Ofen für Wärme zu sorgen, sondern auch in Kraftwerken zunächst für Strom und dann für den Antrieb von Wärmepumpen und Stromheizungen zu sorgen. Doch an einem Tag, an dem 30 Anlagen ausgefallen sind, merkt man wie veraltet diese Technik ist und längst keine Sicherheit mehr bietet.

Der Kraftwerkspark in Deutschland ist veraltet. Wurde in den goldenen Jahren an der Instandhaltung gespart, rächt sich nun, wo neue Konkurrenz in Sachen Versorgungssicherheit gerade aus dem Bereich des Grünstroms kommt.

Lünen 6, Huckingen A und B, Endsdorf, Jänschwalde Block B und D, Heyden, Walsum… Kraftwerke, die aktuell auf der Liste der Ausfälle der Stromversorger zu finden sind. Transfermaßnahmen von der Politik spülen den Betreibern zwar viel Geld in die Taschen und verteuern den Strompreis der Bürger, versickern letztendlich aber in Verwaltungsapperaten und Managergehältern.

Eine stabile Stromversorgung wird heute aus Erneuerbaren Energieträgern wie Wasserkraft, Windkraft oder Solarenergie realisiert. Selbst an Tagen, bei denen kein Wind weht und die Sonne nur manchmal durch die Wolken kommt, werden die großen Pumpspeicher noch immer „geladen“, wie in der vergangenen Woche sehr eindrücklich zu sehen gewesen ist.

Der Mythos, dass Kohlekraftwerke der Versorgungssicherheit dienen konnte schon vor einigen Jahren widerlegt werden. Schön, dass noch immer zahlreiche Meldungen diesen wie ein Mantra predigen. Es klingt ja aber auch so einleuchtend …

Diesen Beitrag offline lesen
Inhalt nicht verfügbar.
Bitte erlauben Sie Cookies, indem Sie auf Übernehmen Sie auf das Banner
Noch keine Stimmen.
Bitte warten...

Veröffentlicht von Thorsten Zoerner

Seit dem Jahr 2007 beschäftige ich mich mit den Themen Stromnetz und Strommarkt. Parallel dazu entstand ein Blog, um Informationen zu den jeweiligen Themen bereitzustellen. Er ist unter blog.stromhaltig.de zu finden. Über das Thema Energiewirtschaft habe ich bislang drei Bücher veröffentlicht. In meinem 2014 erschienenen Buch zum Hybridstrommarkt beschreibe ich ein Marktdesign, das in Deutschland in das Gesetzespaket Strommarkt 2.0 aufgenommen wurde. Hierbei werden zwei Technologien des Strombezugs vereint: der Hausanschluss mit Bezug bei einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Bezug von erneuerbaren Energien. Die wirtschaftlichen Vorteile für ein solches Marktdesign sind erwiesen. Auch die Digitalisierung beeinflusst die Energiewirtschaft von morgen. Daher habe ich mich intensiv mit dem Thema Blockchain Technologie befasst. Blockchain ist eine Technologie, die den Austausch und die Dokumentation von Daten vereinfachen kann. Daher kann diese Technologie mithilfe der digitalen Möglichkeiten das heutige Energiesystem revolutionieren. Denn damit ist eine automatische Abgleichung von Energieerzeugung und Energieverbrauch möglich. Um zukünftige Herausforderungen und Chancen mitgestalten zu können, habe ich 2017 die Firma STROMDAO gegründet. Dort bin ich Geschäftsführer und möchte dafür sorgen, dass mithilfe der Blockchain Technologie und dem Hybridstrommarkt eine digitale Infrastruktur für die Energiewirtschaft der Zukunft aufgebaut wird. Der STROMDAO Mechanismus zur Konsensfindung für den Energiemarkt unterstützt dabei die Marktkommunikation aller beteiligten Akteure.

Inhalt nicht verfügbar.
Bitte erlauben Sie Cookies, indem Sie auf Übernehmen Sie auf das Banner

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmst du der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen