Versorgungssicherheit trotz Kohlestrom

Gerade in den Wintermonaten steigt der Stromverbrauch an, da ein Teil des Stroms für Heizungen benötigt wird. Kohle war einst das Mittel der Wahl, um nicht nur im heimischen Ofen für Wärme zu sorgen, sondern auch in Kraftwerken zunächst für Strom und dann für den Antrieb von Wärmepumpen und Stromheizungen zu sorgen. Doch an einem Tag, an dem 30 Anlagen ausgefallen sind, merkt man wie veraltet diese Technik ist und längst keine Sicherheit mehr bietet.

Der Kraftwerkspark in Deutschland ist veraltet. Wurde in den goldenen Jahren an der Instandhaltung gespart, rächt sich nun, wo neue Konkurrenz in Sachen Versorgungssicherheit gerade aus dem Bereich des Grünstroms kommt.

Lünen 6, Huckingen A und B, Endsdorf, Jänschwalde Block B und D, Heyden, Walsum… Kraftwerke, die aktuell auf der Liste der Ausfälle der Stromversorger zu finden sind. Transfermaßnahmen von der Politik spülen den Betreibern zwar viel Geld in die Taschen und verteuern den Strompreis der Bürger, versickern letztendlich aber in Verwaltungsapperaten und Managergehältern.

Eine stabile Stromversorgung wird heute aus Erneuerbaren Energieträgern wie Wasserkraft, Windkraft oder Solarenergie realisiert. Selbst an Tagen, bei denen kein Wind weht und die Sonne nur manchmal durch die Wolken kommt, werden die großen Pumpspeicher noch immer „geladen“, wie in der vergangenen Woche sehr eindrücklich zu sehen gewesen ist.

Der Mythos, dass Kohlekraftwerke der Versorgungssicherheit dienen konnte schon vor einigen Jahren widerlegt werden. Schön, dass noch immer zahlreiche Meldungen diesen wie ein Mantra predigen. Es klingt ja aber auch so einleuchtend …

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Eine Antwort auf „Versorgungssicherheit trotz Kohlestrom“

  1. Hat der Verfasser dieses Artikels schon einmal etwas vom Ausregeln eines Leistungsungleichgewichts gehört oder gelesen? Kennt er den (Fast-)Blackout am 10.01.2019 um 21.02 Uhr mit einem Tiefpunkt der Frequenz von 49,8 Hz? Hat er wahrgenommen, dass bereits wieder am 24.01.2019 um 6.01 Uhr ein Frequenzhöchstwert war von 50,175 Hz. Der blieb damit nur wirklich knapp unter der Grenze von 50,2 Hz, ab der Wechselrichter der PV-Anlagen automatisch abschalten? Ist bekannt, dass ein neues, von der BNetzA verordnetes Mischpreisverfahren die Marktteilnehmer verführt, bei nicht ausgeglichenem Portfolio Regelenergie statt andere „Handelsprodukte“ zu kaufen und damit den Übertragungsnetzbetreibern zu entziehen? Von einer Bundesbehörde wird damit indirekt die Versorgungssicherheit gefährdet, weil die Nebenwirkungen der Verordnung entweder nicht gesehen oder in Kauf genommen worden sind! Momentan muss vermutet werden, dass die Stabilität der gesamten europäischen Stromversorgung – die nun innerhalb von zwei Wochen gefährlich nahe an wichtigen Grenzen war – gerade auch durch den Missbrauch beim Energiehandel extrem beeinträchtigt wird!

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