Fährt man ein E-Mobil, dann ist man immer wieder auf der Suche nach neuen Lademöglichkeiten. Nicht, dass man laden müsste, sondern eher als Alternative zum GeoCaching. Am Wochenende stand das beschauliche Örtchen Waibstadt und dessen Marktplatz auf dem Programm. Dort montiert eine Sm!ght, eine smarte Straßenlaterne, von einem  Spin-Off der EnBW. Eigentlich existiert sie nicht, wie man in der Referenzliste sieht, bei der praktischen Tankapp von GoingElectric ist sie natürlich dennoch vorhanden.

Kostenlose Vollladung dank Hotel-Zimmerkarte…

Zimmerkarte von Hotel genügt zum Laden
Zimmerkarte von Hotel genügt zum Laden

Geparkt, Ladekabel mit dem Auto verbunden, schon geht es an das Bedienfeld. Wie bei vielen Ladesäulen muss man sich identifizieren. Als Fahrer wird man gebeten, eine RFID Karte vor den Sensor zu halten.

Kein Problem! Das Sheraton Hotel in Doha hatte mir beim Besuch letzte Woche die Zimmerkarte als Andenken mitgegeben.

Viele Hotelkarten enthalten heute einen RFID Chip. Den meisten öffentlichen Ladesäulen ist es komplett egal, ob man sich mit dieser Karte tatsächlich identifizieren kann. Ausgestattet mit üppigen Fördertöpfen brauchen die Anbieter ohnehin nicht die Stromkosten decken.

Betrug? Vorteilsnahme? Wahrscheinlich eher nicht, denn auf dem Display steht eindeutig, dass man eine RFID-Karte vorhalten soll.

Ich könnte mich jetzt einfach freuen. Tue ich aber nicht, denn wenn sich E-Mobilität durchsetzen soll – und wir dabei auch noch die Infrastruktur im Hintergrund aufbauen wollen, dann benötigen wir State-Of-The-Art Technik, die in der Lage ist alles „richtig“ zu machen. Man könnte ohne Probleme den Personalausweis zur Identifikation nehmen. Ob man dann den Strom kostenlos abgibt ist eigentlich egal, aber so hätte man wenigstens gezeigt, wie Digitalisierung funktioniert.

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Veröffentlicht von Thorsten Zoerner

Seit dem Jahr 2007 beschäftige ich mich mit den Themen Stromnetz und Strommarkt. Parallel dazu entstand ein Blog, um Informationen zu den jeweiligen Themen bereitzustellen. Er ist unter blog.stromhaltig.de zu finden. Über das Thema Energiewirtschaft habe ich bislang drei Bücher veröffentlicht. In meinem 2014 erschienenen Buch zum Hybridstrommarkt beschreibe ich ein Marktdesign, das in Deutschland in das Gesetzespaket Strommarkt 2.0 aufgenommen wurde. Hierbei werden zwei Technologien des Strombezugs vereint: der Hausanschluss mit Bezug bei einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Bezug von erneuerbaren Energien. Die wirtschaftlichen Vorteile für ein solches Marktdesign sind erwiesen. Auch die Digitalisierung beeinflusst die Energiewirtschaft von morgen. Daher habe ich mich intensiv mit dem Thema Blockchain Technologie befasst. Blockchain ist eine Technologie, die den Austausch und die Dokumentation von Daten vereinfachen kann. Daher kann diese Technologie mithilfe der digitalen Möglichkeiten das heutige Energiesystem revolutionieren. Denn damit ist eine automatische Abgleichung von Energieerzeugung und Energieverbrauch möglich. Um zukünftige Herausforderungen und Chancen mitgestalten zu können, habe ich 2017 die Firma STROMDAO gegründet. Dort bin ich Geschäftsführer und möchte dafür sorgen, dass mithilfe der Blockchain Technologie und dem Hybridstrommarkt eine digitale Infrastruktur für die Energiewirtschaft der Zukunft aufgebaut wird. Der STROMDAO Mechanismus zur Konsensfindung für den Energiemarkt unterstützt dabei die Marktkommunikation aller beteiligten Akteure.

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