Verschiedene Medien hatten in den letzten Tagen berichtet, dass Uhren, welche zur Zeitmessung die Netzfrequenz von 50 Herz verwenden, nachgehen. Ursache ist, dass die Frequenz in den letzten Wochen deutlich unter 50 Herz im Mittel gewesen ist und dadurch die Uhren schlicht die Zeit falsch messen.  Betroffen sind vor allem günstige Uhrwerke, wie sie in Mikrowellen und anderen Haushaltsgeräten zu finden sind.

Sicher ist, dass die Netzfrequenz dann niedriger ist, als 50 Herz, wenn weniger Energie im Netz vorhanden ist, als eigentlich benötigt. ENTSOe, der Verbund der Netzbetreiber in Europa hat nun die Ursache verortet: Serbien/Kosovo, so die Pressemitteilung.

Nach Angaben der Netzbetreiber summiert sich die fehlende Energiemenge mittlerweile auf 113 GWh. Dies entspricht dem Jahresverbrauch von mehr als 30.000 Haushalten.

Jetzt, wo die Ursache lokalisiert wurde, sind die Netzbetreiber bemüht in dieser Woche die Frequenz zu stabilisieren, bevor sie in der kommenden Woche wieder auf den Normalwert von 50 Herz zurück bewegt wird, durch Hochfahren von weiteren Kraftwerken.

Diesen Beitrag offline lesen
Inhalt nicht verfügbar.
Bitte erlauben Sie Cookies, indem Sie auf Übernehmen Sie auf das Banner
Noch keine Stimmen.
Bitte warten...

Veröffentlicht von Thorsten Zoerner

Seit dem Jahr 2007 beschäftige ich mich mit den Themen Stromnetz und Strommarkt. Parallel dazu entstand ein Blog, um Informationen zu den jeweiligen Themen bereitzustellen. Er ist unter blog.stromhaltig.de zu finden. Über das Thema Energiewirtschaft habe ich bislang drei Bücher veröffentlicht. In meinem 2014 erschienenen Buch zum Hybridstrommarkt beschreibe ich ein Marktdesign, das in Deutschland in das Gesetzespaket Strommarkt 2.0 aufgenommen wurde. Hierbei werden zwei Technologien des Strombezugs vereint: der Hausanschluss mit Bezug bei einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Bezug von erneuerbaren Energien. Die wirtschaftlichen Vorteile für ein solches Marktdesign sind erwiesen. Auch die Digitalisierung beeinflusst die Energiewirtschaft von morgen. Daher habe ich mich intensiv mit dem Thema Blockchain Technologie befasst. Blockchain ist eine Technologie, die den Austausch und die Dokumentation von Daten vereinfachen kann. Daher kann diese Technologie mithilfe der digitalen Möglichkeiten das heutige Energiesystem revolutionieren. Denn damit ist eine automatische Abgleichung von Energieerzeugung und Energieverbrauch möglich. Um zukünftige Herausforderungen und Chancen mitgestalten zu können, habe ich 2017 die Firma STROMDAO gegründet. Dort bin ich Geschäftsführer und möchte dafür sorgen, dass mithilfe der Blockchain Technologie und dem Hybridstrommarkt eine digitale Infrastruktur für die Energiewirtschaft der Zukunft aufgebaut wird. Der STROMDAO Mechanismus zur Konsensfindung für den Energiemarkt unterstützt dabei die Marktkommunikation aller beteiligten Akteure.

Inhalt nicht verfügbar.
Bitte erlauben Sie Cookies, indem Sie auf Übernehmen Sie auf das Banner

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmst du der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen