Warum ist Strom bei Stromhaltig sauberer als bei anderen Stromanbietern?

Die meisten privaten Stromkunden haben heute einen Ökostromtarif. Damit sind sie die Bürger die größte Abnehmergruppe für klimaneutralen Strom.  Ökostrom, das bedeutet für den Stromanbieter, dass er bei Erzeugungsanlagen für seinen Kunden Strom einkauft, die „Erneuerbare Energiequellen“  nutzen. Dies sind Windkraft, Sonnenenergie, Biomasse und natürlich Wasserkraft.

Ökostrom bedeutet allerdings nur, dass nach einem Standardlastprofil der Strom „grüner“ und sauberer ist, da macht Stromhaltig den Unterschied.  Aus 100% Ökostrom wird bei Stromhaltig 100% Ökostrom inklusive Prämie für nachhaltigen Stromverbrauch (=Grünstrom).

Analogzeitalter: Klassischer Stromtarif

Klassisch, konventionell werden die Stromzähler der privaten Stromkunden einmal im Jahr abgelesen. Aus dieser Ablesung wird vom Stromanbieter der Jahresverbrauch ermittelt (und letztendlich eine Rechnung geschrieben). Neben der Abrechnung, wird aber auch die Erzeugung angepasst. Strom fließt in Lichtgeschwindigkeit. Der Jahresverbrauch muss somit vom Stromanbieter über das Jahr verteilt eingespeist werden, damit der Kunde immer genug elektrische Energie hat.

Standardlastprofil H0
Standardlastprofil H0

Da der Stromanbieter den tatsächlichen Stromverbrauch des Kunden zwischen den Ablesungen nicht kennt, muss er mit dem sogenannten Standardlastprofil H0 arbeiten.  Für jede 15 Minuten ist darin festgelegt, was für einen typischen Verbrauch ein Stromkunde mit gegebenem Jahresstromverbrauch hat. Es sind Durchschnittswerte, die auf Basis von Annäherungen an die Lebenswirklichkeit in den 1990er Jahren gemacht wurden.

Ökostrom aus Wasserkraft

Stromanbieter können die Verteilung der Einspeisung am einfachsten verteilen, wenn sie den Strom aus Wasserkraft beziehen. Man kann sich dies so vorstellen, dass der Stromanbieter für alle seine Stromkunden eine Summe des Jahresverbrauchs bildet und den Kraftwerksbetreiber beauftragt die Fließgeschwindigkeit genau  dem Standardlastprofil entsprechend zu regulieren. Nachts fließt dann weniger Wasser als am Tag, dadurch auch weniger Strom.

Bei Windkraftanlagen kann man den Anstellwinkel der Flügel entsprechend einstellen, bei Photovoltaik die Wirkleistung des Wechselrichters modifizieren. Das Ergebnis ist immer gleich, man folgt mit der Erzeugung einem angenommenen Lastgang.

Digitalzeitalter: Ökostrom und Grünstrom

In der Branche wird als Ökostrom meist die Einspeisung (Erzeugung) bezeichnet. Grünstrom hingegen betrachtet die Entnahme (Verbrauch) aus dem Stromnetz.

Stromanbieter: Individuelles Lastprofil bei Stromhaltig
Standardlastprofil im Vergleich zu realem Verbrauch

Vergleicht man, was der Ökostromanbieter einspeist (im Schaubild blau) mit dem tatsächlichen Verbrauch eines Stromkunden (im Schaubild rot), dann stellt sieht man, dass dies sich unterscheidet.

Beim morgendlichen Kaffeekochen um 06:00 Uhr wird bei diesem Kunden deutlich mehr Strom entnommen, als für diesen Kunden zeitgleich als Ökostrom eingespeist wird. Im besten Falle, verschläft die Nachbarschaft und deren nicht benötigte Energiemenge kann geliefert werden. Im schlimmsten Falle jedoch, muss ein fossiles Kraftwerk einspringen und die Differenz liefern. Zu einem späteren Zeitpunkt am Morgen kann das fossile Kraftwerk dann deutlich weniger für Andere erzeugen, da Ökostrom übrig ist von unserem Beispielkunden.

Stromhaltig ist als Stromanbieter näher dran

Die ganze Geschichte mit den Standardlastprofilen war eine nette Sache, so lange man Kompromisse machen musste. In einer digitalen Welt gibt es keine Einschränkungen mehr, wie oft man einen Zähler abliest und man kann beliebig genau werden, was die Abstimmung zwischen Erzeugung und Verbrauch angeht.

Den Fehler, den man allerdings nicht machen darf, ist zu warten, bis jeder Stromkunde unter Zwang einen Smart-Meter bekommen hat.  Mit heutigen Methoden zur Prognose kommt man mit allem weiter, was häufiger als eine Zählerablesung pro Jahr ist. Hochrechnungen funktionieren, was man bei jedem Wahlabend kurz nach Schließung der Wahllokale im TV sehen kann.

Auf dem Weg zur Zählerstandsgangmessung

Stromhaltig geht in seinen Tarifen so vor, dass es die Erzeugung für seine Kunden so genau am Verbrauch ausrichtet, wie es möglich ist. Jede weitere vom Kunden stammende Information kann den Anteil des notwendigen Grünstroms verbessern. Informationen, die zum Beispiel aus mehr Ablesewerten bestehen.

Anteil Grünstrom bei Stromhaltig
Anteil Grünstrom bei Stromhaltig

Legt man die Kurve des 100% Ökostroms und den tatsächlichen Verbrauch übereinander ergibt sich ein Bereich (grün markiert), bei dem versucht werden muss über die Zeit die Fläche zu verkleinern.

Plötzlich fließt Grünstrom

Damit aus 100% Ökostrom über die Jahre auch 100% Grünstrom wird (die Fläche minimal ist), ist neben dem Wissen über die Zählerstände auch ein Anreiz notwendig, den Stromverbrauch parallel zur Verfügbarkeit zu gestalten.

Stromkosten sparen mit EEG Erstattung
Stromkosten sparen mit EEG Erstattung

Beim dynamische EEG-Tarif wird zum Beispiel eine Prämie dem Kunden in Höhe der EEG-Umlage gewährt, wenn der Anteil am Erzeugungsmix aus diesen Anlagen bei 100% liegt.

Stromhaltig will dadurch erreichen, dass wir von den bislang etwa 45% Strom aus EEG-Anlagen auf einen deutlich höheren Wert kommen.

Grünstrom bedeutet Wasserkraft zum Ausgleich und nicht als Regel

Im Gegensatz zu anderen Anbietern verfolgt Stromhaltig in seinen Stromtarif die Maxime, dass Wasserkraft eine wichtige Rolle bei der Energiewende spielt. Jedoch nur die Schwankungen zwischen Prognose und Ist-Verbrauch ausgleichen soll. Ein „Verheizen“ von kostbaren Ressourcen aus Wasserkraftwerken, sorgt leider dafür, dass diese nicht ausreichen werden. Windkraft und Sonnenenergie ist in Deutschland so weit ausgebaut, dass sie  gut in den normalen Haushaltsstrom einfließen kann.

 

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