Stromverbrauch konventioneller Autos #Kurzmeldung

Julian Affeld hat im Handelsblatt einen sehr lesenswerten Beitrag veröffentlicht.. Allein für die Herstellung von Benzin/Diesel schreibt er:

„Für den Durchschnittsverbrauch von sieben Litern auf 100 km kämen alleine an dieser Stelle mehr als 11 Kilowattstunden zusammen. Dies würde ausreichen, um mit einem Elektrofahrzeug 50-80 Kilometer weit zu fahren. „

Damit ist das Rohöl aber noch nicht gefördert, die Tankstelle noch nicht beleuchtet und die Pipelines noch nicht gefüllt.  Weshalb das Fazit noch viel besser aussieht:

Wenn ein E-Auto 15 Kilowattstunden verbraucht, müssen diese nicht zusätzlich erzeugt werden.

Anders ausgedrückt: Mit E-Mobilität bekommen wir den heutigen Fahrkomfort nur ohne Mineralölkonzerne, Kriege um Öl, Feinstaub und Klimaschäden. Braucht man nur noch den passenden Stromtarif, der Netzdienlichkeit belohnt. Gut, dass es da etwas von Stromhaltig gibt.

2 Kommentare zu „Stromverbrauch konventioneller Autos #Kurzmeldung“

  1. Der zusaetzliche Stromverbrauch bei der zu erwartenden Umruestung (40% bis 2035) in Deutschland betraegt 31TWh/a lt. einer juengst veroeffentlichten Studie:

    https://www.reuters.com/article/us-germany-power-e-autos/german-power-market-could-cope-with-switch-to-electric-cars-research-idUSKBN1F425I

    Ich habe nicht nachgeforscht ob in der Studie die erwaehnten Einsparungen enthalten sind, jedenfalls ist die Angabe von 31TWh/a erstaunlich gering.

    Immerhin wurden allein im Jahr 2017 zusaetzlich 29TWh EE-Strom eingespeist (versus 2016):

    https://www.energy-charts.de/energy_pie_de.htm?year=2016

    https://www.energy-charts.de/energy_pie_de.htm?year=2017

    Hinzu kommt noch der EE-Strom der direkt vom Dach in E-Fahrzeuge eingespeist wurde, Fraunhofer ISE gbt nur den oeffentlichen Netzstrom an, nicht den Eigenverbrauch der Selbsterzeuger.

    Der zusaetzliche Strombedarf fuer EE-Fahrzeuge (so er denn ueberhaupt besteht) wurde also 20 Jahre frueher eingespeist als er gebraucht wird, sozusagen.
    Oder anders herum bedacht: Ab jetzt besteht fuer die Verkehrswende kein EE-Zubaudarfmehr, es ist jetzt schon genug EE-Erzeugerkapazitaet bis 2035 vorhanden.

  2. Leider sind es nicht 11 kWh elektrisch, sondern hauptsächlich thermische Energie. Die 50-80 km sind also falsch. Man müsste die 11 kWh erst in ein Kraftwerk stecken. Mit der erzeugten Energie könnte man dann vielleicht 30 km elektrisch fahren. Aber auch die 11 kWh sind nach meiner Einschätzung eher ein hoher Wert für eine Raffinerie.

    Aber trotzdem ist es aif jeden Fall ein Argument für E-Auto. Interessant wäre es auch zu erfahren, welche Rückstände bei dem Prozess der Rohölumwandlung entstehen. Oder weiß jemand, ob die Kreuzfahrtschiffe mit jedem Dreck, der bei der Raffinerie überbleibt, fahren können?

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