Ein wirtschaftlicher Vorteil entsteht immer dann, wenn man einen Wissensvorsprung zu Geld machen kann. Dies ist beim Stromhandel nicht anders als bei anderen Märkten.  War es bislang nur den Stromkonzernen und Netzbetreibern vorenthalten ihre Gewinne im Handel abzuschöpfen, so gibt bietet Stromhaltig seinen privaten Stromkunden nun eine Lösung.

Die Handelsplattform für private Stromkunden erlaubt den Kauf und Verkauf von Strom, auch wenn man selbst keinen erzeugt. Der Gewinn der Stromkunden besteht aus dem Wissensvorsprung über ihren geplanten Verbrauch.

Der private Stromhandel

Auftrag zum Stromhandel auf dem Smartphone
Auftrag zum Stromhandel auf dem Smartphone

Für Stromkunden wird über den Verlauf eines Jahres ein Verbrauch prognostiziert. Dieser basiert auf dem Jahresverbrauch, welcher auf kleinere Zeiteinheiten (Monat, Woche, Tag, Stunde…) heruntergebrochen wird.

Eine 4-Köpfige Familie hat einen Jahresverbrauch von ca. 3.800 Kilo-Watt-Stunden. Für einen Dienstag im Winter werden durch den Stromanbieter 14 Kilo-Watt-Stunden eingespeist.

Ist die Familie allerdings an einem Dienstag allerdings tagsüber die ganze Zeit unterwegs, dann benötigt sie vielleicht nur 10 Kilo-Watt-Stunden. Dies ist der Wissensvorsprung – und dieser ist  geldwert. 

Mit der digitalen Infrastruktur der STROMDAO kann die Familie die nicht benötigten 4 Kilo-Watt-Stunden verkaufen. Bei den Stromtarifen von stromhaltig verkauft oder kauft sie Strom immer an die Community.

Für Stromkunden: Was ist zu beachten?

Die Bedingungen in der aktuellen Umsetzung sind recht einfach. Für die kommenden Stunden gibt Stromhaltig aus, wie hoch der Stromverbrauch angenommen wird. Der Stromkunde hat die Möglichkeit anzugeben, ob er mehr oder weniger verbraucht. In beiden Fällen erhält er sofort vom System eine Information über einen günstigeren Strompreis (Prämie). Wie hoch diese Prämie ist, ist von der aktuellen Marktsituation abhängig.

Die Regeln

  • Der geplante Stromverbrauch ist immer der teuerste Strom
  • Wird gehandelt (Kauf und Verkauf), kann der Strompreis reduziert werden
  • Wie weit der Preis reduziert wird hängt von der Marktsituation ab.

Für den Stromkunden bedeutet dies, dass er die Option hat am Stromhandel teilzunehmen und keine Pflicht. Er geht kein Risiko ein, denn der im Stromtarif angegebene Arbeitspreis ist der höchste Preis, den er zahlt.

Für Energiewirtschaftler: Was macht Stromhaltig hier?

In der Blockchain wird die Transaktion für eine Day-Ahead  Eindeckung durch den Letztverbraucher erfasst. Dieser Auftrag kann entweder ein Kauf oder ein Verkauf sein. Die Community dient als Aggregation und sorgt für das interne Settlement.  Mit einer Zählerstandsgangablesung wird im Anschluss ein Clearing durchgeführt.  Die entstehende Arbitrage wird zum Hedging verwendet und dem Kunden als Reinerlös des Trades gutgeschrieben.

Die Blockchain wird benötigt, da nur so die einzelnen Schritte des Micro OTC-Handels nachweisbar und quellenscharf abgebildet werden können. Die digitale Signatur und die Unveränderlichkeit der Daten in der Blockchain machen eine lückenlose Nachweisführung ohne externe Kontrollinstanzen möglich.

 

 

 

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Veröffentlicht von Thorsten Zoerner

Seit dem Jahr 2007 beschäftige ich mich mit den Themen Stromnetz und Strommarkt. Parallel dazu entstand ein Blog, um Informationen zu den jeweiligen Themen bereitzustellen. Er ist unter blog.stromhaltig.de zu finden. Über das Thema Energiewirtschaft habe ich bislang drei Bücher veröffentlicht. In meinem 2014 erschienenen Buch zum Hybridstrommarkt beschreibe ich ein Marktdesign, das in Deutschland in das Gesetzespaket Strommarkt 2.0 aufgenommen wurde. Hierbei werden zwei Technologien des Strombezugs vereint: der Hausanschluss mit Bezug bei einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Bezug von erneuerbaren Energien. Die wirtschaftlichen Vorteile für ein solches Marktdesign sind erwiesen. Auch die Digitalisierung beeinflusst die Energiewirtschaft von morgen. Daher habe ich mich intensiv mit dem Thema Blockchain Technologie befasst. Blockchain ist eine Technologie, die den Austausch und die Dokumentation von Daten vereinfachen kann. Daher kann diese Technologie mithilfe der digitalen Möglichkeiten das heutige Energiesystem revolutionieren. Denn damit ist eine automatische Abgleichung von Energieerzeugung und Energieverbrauch möglich. Um zukünftige Herausforderungen und Chancen mitgestalten zu können, habe ich 2017 die Firma STROMDAO gegründet. Dort bin ich Geschäftsführer und möchte dafür sorgen, dass mithilfe der Blockchain Technologie und dem Hybridstrommarkt eine digitale Infrastruktur für die Energiewirtschaft der Zukunft aufgebaut wird. Der STROMDAO Mechanismus zur Konsensfindung für den Energiemarkt unterstützt dabei die Marktkommunikation aller beteiligten Akteure.

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